Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch großteils nachgegeben. Marktteilnehmer machten vorrangig die immer wahrscheinlicher werdende militärische Intervention zahlreicher Staaten in Syrien für die Verluste verantwortlich. Lediglich die Börse in Budapest stemmte sich gegen den negativen gesamteuropäischen Trend.
In Warschau schloss der Wig-20-Index 0,24 Prozent tiefer bei
2.361,85 Punkten. Der breiter gefasste Wig-Index
Die steigende Risikoaversion unter Anlegern schickte zudem einige osteuropäische Devisen auf Talfahrt, darunter auch den polnischen Zloty. Für einen Euro mussten am Nachmittag 4,2910 Zloty bezahlt werden. Am Vortag hatten noch 4,2469 Zloty gereicht. "Es gibt eine leichte Panik im Markt, alles schwächt sich ab", fasste ein Händler in Warschau zusammen
Von den Sorgen profitierten im Wig-20 vornehmlich die Ölwerte, darunter Grupa Lotos (plus 2,03 Prozent auf 37,70 Zloty) und PGN (plus 2,65 Prozent auf 6,19 Prozent). Als stärkster Wert folgten PGE der international festen Sektortendenz der Versorger und verteuerten sich um 2,73 Prozent auf 15,78 Zloty.
Schwach zeigten sich indes zahlreiche Bankenwerte, darunter Handlowy (minus 3,66 Prozent), BRE Bank (minus 2,00 Prozent) und BZ WBK (minus 0,94 Prozent). Die größten Verluste verzeichneten Eurocash, die um 8,02 Prozent auf 47,00 Zloty abrutschten.
Der Prager Aktienmarkt ging ebenfalls mit schwächeren
Notierungen aus dem Handel. Der Leitindex PX
Größter Verlierer im PX waren New World Resources (NWR), die um 4,27 Prozent auf 22,40 Kronen nachgaben. Deutlichster der lediglich zwei Kursgewinner im Index waren indessen die Aktien von Telefonica, die um 1,55 Prozent auf 295,50 Kronen zulegten.
Vienna Insurance Group (VIG)
Die Aktien der tschechischen Konzerne Ceske Energeticke Zavody
(CEZ)
An der Börse in Budapest ging es zur Wochenmitte gegen den Trend
bergauf. Der Leitindex Bux
Auch der Forint litt wegen Syrien unter der Flucht der Anleger aus als riskant geltenden Währungen. Zur ungarischen Währung verteuerte sich der Euro von 301,43 auf 302,50 Forint. Dabei spielte auch die neuerliche Zinssenkung der ungarischen Nationalbank vom Vortag eine Rolle. Der Leitzins war um 20 Basispunkte auf 3,80 Prozent abgestuft worden.
Im Gegensatz zum Forint präsentierten sich die schwer
gewichteten Ölpapiere Magyar Olay es Gazipari (Mol)
OTP Bank
Auch die Aktien von Richter Gedeon
In Moskau sank der RTS-Interfax-Index
AXC0227 2013-08-28/19:10
