Mit dem größten Flugzeugauftrag ihrer
Geschichte verschafft die Lufthansa
Insgesamt kommen die fest bestellten 59 Maschinen laut Preislisten auf einen Gesamtwert von umgerechnet rund 14 Milliarden Euro, wie Lufthansa-Chef Christoph Franz am Donnerstag in Frankfurt ankündigte. Davon entfallen 5,4 Milliarden auf die EADS-Tochter Airbus. Tatsächlich bezahle die Lufthansa aber deutlich weniger, sagte Franz. Bei Flugzeugkäufen sind Nachlässe im zweistelligen Prozentbereich üblich. Erstkunden für neue Modelle erhalten meist besonders gute Konditionen.
Als erster der neuen Langstreckenflieger soll im Jahr 2016 eine A350 an die Lufthansa ausgeliefert werden. Boeing wird die 777-9X erst im Jahr 2020 ausliefern. Sie soll dank neuer Triebwerke von General Electric deutlich weniger Treibstoff verbrauchen als ihre Vorgängerin. Während der modernisierte Boeing-Flieger noch gar nicht existiert, hat der Airbus A350 seit seinem Erstflug im Juni bereits mehr als 250 Flugstunden absolviert, wie ein Airbus-Sprecher sagte.
Bei der Flottenplanung geht die Lufthansa davon aus, dass ihr Langstreckengeschäft in den kommenden Jahren im Schnitt um drei Prozent wächst. Für den Fall, dass es besser läuft, haben sich die Deutschen je 30 Kaufoptionen für die A350 und den Boeing-Flieger gesichert. Bei Airbus kann sich die Gesellschaft auch für die Langversion A350-1000 entscheiden.
Für die Lufthansa war der gebremste Kerosindurst der neuen Modelle entscheidend für die Bestellung. "Der Durchschnittsverbrauch wird etwa ein Viertel niedriger sein als bei den heutigen Modellen", sagte Franz. Zugleich reduziere sich der Lärmteppich um 30 Prozent. Für die Lufthansa soll sich dies in barer Münze auszahlen: Die Stückkosten sollen durch die sparsameren Flugzeuge um ein Fünftel sinken. Treibstoff stellt bei Fluggesellschaften den größten Kostenblock dar. Durch die erwarteten Einsparungen sollen sich auch die Milliardeninvestitionen rechnen./stw/fbr
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