Die Deutsche Bank
Bei den Gesprächen könnten die betroffenen Mitarbeiter auf eigenen Wunsch sowohl Zeugen als auch Rechtsanwälte hinzuziehen, zitierte das Blatt einen Insider. Ein Sprecher der Bank wollte die Informationen nicht kommentieren. Seit Monaten untersucht die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young E-Mails und elektronische Chats innerhalb des Instituts, um mögliche Unregelmäßigkeiten aufzudecken. Laut Zeitung geht die Vertiefung der Untersuchung auf die Ergebnisse dieser Prüfung zurück.
Weltweit gehen Aufsichtsbehörden dem Verdacht nach, dass Händler
von gut einem Dutzend Banken Referenzzinsen wie den Libor oder den
Euribor manipuliert haben. Bislang verhängten die Aufseher in der
Affäre gegen die Banken Barclays
Auch gegen die Deutsche Bank laufen noch weltweite Ermittlungen. Die deutsche Finanzaufsicht hat laut Finanzkreisen nach einer Sonderprüfung zwar kein bewusstes Fehlverhalten im Top-Management entdeckt. Die Bafin rügte aber zu lasche interne Kontrollen.
Wie die Zeitung berichtet, dürfte die Bank bis Ende des Jahres noch einmal einen dreistelligen Millionenbetrag für diverse Rechtsrisiken zurücklegen. Das deckt sich mit den Einschätzungen von Analysten. Die Experten von JPMorgan etwa gehen davon aus, dass im dritten Quartal für juristische Risiken noch einmal Rückstellungen von 400 Millionen Euro gebildet werden müssen. Im vierten Quartal könnten weitere 300 Millionen hinzukommen. Bislang hat die Bank für Rechtsstreitigkeiten drei Milliarden Euro beiseite gelegt. Co-Vorstandschef Anshu Jain hatte Ende September neue Rückstellungen bereits angedeutet./enl/mmb/fbr
ISIN DE0005140008 CH0024899483 GB0031348658 GB00B7T77214
AXC0030 2013-10-21/08:17
