Die Ölpreise sind am Mittwoch in unterschiedliche Richtungen gelaufen. Während die Aussicht auf weiter steigende US-Ölreserven amerikanisches Öl unter Verkaufsdruck setzte, legte der Preis für Brent-Rohöl angetrieben durch anhaltende Produktionsausfälle in Libyen zu. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Januar 111,37 US-Dollar. Das waren 49 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI sank indes um 43 Cent auf 93,25 Dollar.
Der US-Ölpreis werde erneut durch die Entwicklung der Lagerbestände in den USA belastet, sagten Händler. Das Rohölangebot in den USA ist nach wie vor hoch. Nach Zahlen des American Petroleum Institute vom Dienstagabend sind die Ölvorräte in der vergangenen Woche abermals und zudem kräftig gestiegen. Am Nachmittag wird die US-Regierung offizielle Daten veröffentlichen. Experten erwarten auch hier einen Anstieg.
Dagegen sorge die angespannte Lage im Förderland Libyen weiter für Auftrieb beim Brent-Ölpreis, heißt es in einer Einschätzung der Commerzbank. Zuletzt seien Ölarbeiter in der östlichen Hafenstadt Benghasi in einen Streik getreten. Im Osten Libyens befindet sich ein Großteil der Ölanlagen des Landes.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) legte zuletzt spürbar zu. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 107,36 US-Dollar. Das waren 1,29 Dollar mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells./jkr/bgf
AXC0132 2013-11-27/13:07
