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08.02.2018 | 15:20
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HSH Nordbank·Mehr Nachrichten von HSH Nordbank

Wie unterschiedlich sich Marktschocks in den Cash- und CDS-Indizes niederschlagen konnte man in dieser Woche beobachten. Europäische und US-amerikanische CDS-Spreads weiteten sich innerhalb von drei Tagen um bis zu 10 Basispunkte aus - so schnell kann es gehen. Der Bond-Index iBoxx verkraftete die Börsenturbulenzen an den Aktienmärkten relativ ungerührt. Dabei dürfte auch die geringere Liquidität dieses Index eine Rolle gespielt haben.

Hat sich die Kreditqualität der Unternehmen also innerhalb weniger Tage so stark verschlechtert? Fundamental nicht, aber der Ausbruch referenziert auf das beherrschende Thema des Kreditzyklus: Unternehmensgewinne in Relation zu Verschuldungs- und Zinslast. Sobald dieses Verhältnis nachhaltig einbricht, wird es turbulent an den Märkten.

Um dies einzuordnen blicken wir auf die Fälligkeiten der US-Anleihen (Quelle: S&P) bis zum Jahr 2022 (nur Corporates). Wir tun das, weil die Dynamik des globalen Kreditzyklus maßgeblich aus den USA getrieben wird.

  • 2018: 384 Mrd. USD, davon 78 Mrd. Subinvestmentgrade
  • 2019: 534 Mrd. USD, davon 151 Mrd. Subinvestmentgrade
  • 2020: 699 Mrd. USD, davon 235 Mrd. Subinvestmentgrade
  • 2021: 833 Mrd. USD, davon 361 Mrd. Subinvestmentgrade
  • 2022: 836 Mrd. USD, davon 398 Mrd. Subinvestmentgrade

Daran zeigt sich mehr als deutlich: Der US-Kreditmarkt hat ein eingebautes Zins- und Refinanzierungsrisiko. In 2022 werden mehr Subinvestmentgrade-Anleihen fällig als in 2018 Investmentgrade-Anleihen. Dass bis dahin die Zinsen gestiegen sein werden ist ein sehr realistisches Szenario. Unternehmen, die sich dann refinanzieren müssen, würden dann - gesetzt den Fall, dass sie überhaupt refinanzieren können - eine anteilig deutlich höhere Zinslast tragen müssen.

Der Kreditmarkt geht also sehenden Auges in diese Gemengelage hinein. Das bedeutet, die Nervosität steigt. Der Ausbruch der CDS-Spreads der letzten Tage wird nicht der letzte gewesen sein. Und mit steigenden Zinsen wird die nachhaltige Ausweitung zwangsläufig erfolgen müssen.

Hier können Sie das "Wochenbarometer" mit aktuellen News zu den Kapitalmärkten und weitere Research-Publikationen herunterladen.

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