Osnabrück/Berlin (ots) -
Ob Früchte, Kaffee oder Gewürze, Textilien, Spielzeug oder Kunsthandwerk - in vielen dieser Dinge steckt Kinderarbeit. Berichten zufolge steckt hinter solchen Produkten die Arbeit von 138 Millionen Kindern. Etwa 54 Millionen von ihnen werden ausgebeutet, sie schuften zum Beispiel zwölf Stunden und mehr am Tag auf mit Pestiziden verseuchten Baumwollfeldern. Immer mehr Verbraucher*innen sind sich dessen bewusst und kaufen gezielt Produkte mit Siegeln des Fairen Handels, die ohne Ausbeutung von Kindern und Umweltzerstörung hergestellt wurden. Aber sind alle Siegel wirklich verlässlich und verständlich, was genau steckt hinter den einzelnen Kennzeichnungen?
"Zum internationalen Tag gegen Kinderarbeit schafft die Kinderrechtsorganisation Terre des Hommes mit einer neuen Broschüre (https://www.tdh.de/fileadmin/user_upload/Verein/01_Informieren/Themen/Kinderarbeit/TDH_Konsum-ohne-Kinderarbeit_Tipps-fuer-fairen-Einkauf.pdf) Klarheit in der Vielfalt der Siegel. Damit helfen wir Menschen, die erwünschten Kaufentscheidungen zu treffen, ohne ungewollt dazu beizutragen, dass Kinder dafür schuften müssen", erklärt Joshua Hofert, Vorstandssprecher von Terre des Hommes. "Doch der Faire Handel mit seinen wichtigen Siegeln allein kann die ungerechten globalen Handelsbeziehungen, die zu Kinderarbeit führen, nicht beseitigen. Ganz entscheidend ist, dass Unternehmen verpflichtet werden, in ihrer Produktion auf Menschen- und Kinderrechte sowie Umwelt- und Sozialstandards zu achten und die Verantwortung für ihre gesamte Lieferkette zu übernehmen."
Die derzeitige Situation ist davon allerdings noch weit entfernt, wie das seit 2021 laufende Tauziehen um das deutsche Lieferkettengesetz und die europäische Lieferketten-Richtlinie zeigt. Darum fordert Terre des Hommes in einem breiten Bündnis ein starkes Lieferkettengesetz in Deutschland und der Europäischen Union. Denn ausbeuterische Kinderarbeit und die Zerstörung der Umwelt müssen endlich gestoppt werden.
"Bis dahin gilt: Je mehr Menschen beim Konsum auf fair gehandelte Produkte achten, desto weniger werden Kinder am Anfang der Lieferkette ausgebeutet. Terre des Hommes unterstützt arbeitende Kinder in Asien, Afrika und Lateinamerika dabei, stattdessen zur Schule zu gehen, um später einen Beruf ergreifen zu können", betont Joshua Hofert.
Die Broschüre "Konsum ohne Kinderarbeit - Tipps für den fairen Einkauf" (PDF) (https://www.tdh.de/fileadmin/user_upload/Verein/01_Informieren/Themen/Kinderarbeit/TDH_Konsum-ohne-Kinderarbeit_Tipps-fuer-fairen-Einkauf.pdf)
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Terre des Hommes schützt Kinder vor Gewalt, Ausbeutung und den Folgen von Krieg, Vertreibung und Umweltzerstörung. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen fördert Terre des Hommes nachhaltige Projekte in mehr als 40 Ländern und leistet humanitäre Hilfe. Junge Menschen weltweit sowie Mitglieder in Deutschland setzen sich für Kinderrechte ein. Die Kinderrechtsorganisation agiert dabei unabhängig von Regierungen, Wirtschaft, Religionsgemeinschaften und Parteien.
Pressekontakt:
Verantwortlich: Terre des Hommes
Rückfragen und Interviews:
Esther Rüden, Tel. 030-166385368 oder 0171-6729748
e.rueden@tdh.de
Original-Content von: Terre des Hommes Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/9646/6290788
Ob Früchte, Kaffee oder Gewürze, Textilien, Spielzeug oder Kunsthandwerk - in vielen dieser Dinge steckt Kinderarbeit. Berichten zufolge steckt hinter solchen Produkten die Arbeit von 138 Millionen Kindern. Etwa 54 Millionen von ihnen werden ausgebeutet, sie schuften zum Beispiel zwölf Stunden und mehr am Tag auf mit Pestiziden verseuchten Baumwollfeldern. Immer mehr Verbraucher*innen sind sich dessen bewusst und kaufen gezielt Produkte mit Siegeln des Fairen Handels, die ohne Ausbeutung von Kindern und Umweltzerstörung hergestellt wurden. Aber sind alle Siegel wirklich verlässlich und verständlich, was genau steckt hinter den einzelnen Kennzeichnungen?
"Zum internationalen Tag gegen Kinderarbeit schafft die Kinderrechtsorganisation Terre des Hommes mit einer neuen Broschüre (https://www.tdh.de/fileadmin/user_upload/Verein/01_Informieren/Themen/Kinderarbeit/TDH_Konsum-ohne-Kinderarbeit_Tipps-fuer-fairen-Einkauf.pdf) Klarheit in der Vielfalt der Siegel. Damit helfen wir Menschen, die erwünschten Kaufentscheidungen zu treffen, ohne ungewollt dazu beizutragen, dass Kinder dafür schuften müssen", erklärt Joshua Hofert, Vorstandssprecher von Terre des Hommes. "Doch der Faire Handel mit seinen wichtigen Siegeln allein kann die ungerechten globalen Handelsbeziehungen, die zu Kinderarbeit führen, nicht beseitigen. Ganz entscheidend ist, dass Unternehmen verpflichtet werden, in ihrer Produktion auf Menschen- und Kinderrechte sowie Umwelt- und Sozialstandards zu achten und die Verantwortung für ihre gesamte Lieferkette zu übernehmen."
Die derzeitige Situation ist davon allerdings noch weit entfernt, wie das seit 2021 laufende Tauziehen um das deutsche Lieferkettengesetz und die europäische Lieferketten-Richtlinie zeigt. Darum fordert Terre des Hommes in einem breiten Bündnis ein starkes Lieferkettengesetz in Deutschland und der Europäischen Union. Denn ausbeuterische Kinderarbeit und die Zerstörung der Umwelt müssen endlich gestoppt werden.
"Bis dahin gilt: Je mehr Menschen beim Konsum auf fair gehandelte Produkte achten, desto weniger werden Kinder am Anfang der Lieferkette ausgebeutet. Terre des Hommes unterstützt arbeitende Kinder in Asien, Afrika und Lateinamerika dabei, stattdessen zur Schule zu gehen, um später einen Beruf ergreifen zu können", betont Joshua Hofert.
Die Broschüre "Konsum ohne Kinderarbeit - Tipps für den fairen Einkauf" (PDF) (https://www.tdh.de/fileadmin/user_upload/Verein/01_Informieren/Themen/Kinderarbeit/TDH_Konsum-ohne-Kinderarbeit_Tipps-fuer-fairen-Einkauf.pdf)
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