DJ EU: Meta muss WhatsApp muss für rivalisierende KI-Chatbots öffnen
Von Edith Hancock
DOW JONES--Die Europäische Union hat Meta Platforms angewiesen, eine Richtlinie rückgängig zu machen, die es konkurrierenden Chatbots mit künstlicher Intelligenz faktisch untersagt, ein Tool zur Kommunikation mit Nutzern auf WhatsApp zu verwenden. Die Behörden setzen damit ihre Untersuchung des Messengerdienstes des Unternehmens fort. Die Anordnung ist ein weiterer Schritt der Europäischen Kommission bei der Wettbewerbsuntersuchung zu Metas KI-Praktiken, nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr die Geschäftsbedingungen für WhatsApp Business aktualisiert hatte.
Die Kommission kann sogenannte einstweilige Maßnahmen - im Wesentlichen eine Unterlassungsverfügung - gegen Unternehmen verhängen, während die Untersuchungen noch laufen. Damit soll verhindert werden, dass nach Ansicht der Beamten ein bestimmter Markt weiter Schaden nimmt.
Meta hatte im März dieses Jahres zunächst angeboten, konkurrierenden KI-Assistenten die Nutzung seiner WhatsApp-Business-Software gegen eine Gebühr zu gestatten, um die Kommission zu besänftigen. Im Mai bot das Unternehmen dann einen einmonatigen kostenlosen Zugang an. Die Kommission erklärte jedoch, dass das gebührenpflichtige Angebot dem vorherigen Zugangsverbot gleichkomme.
"In sich schnell entwickelnden Märkten kann der Wettbewerb schon lange vor dem Erlass einer endgültigen Entscheidung verloren gehen. Aus diesem Grund werden diese einstweiligen Maßnahmen für die Dauer der Untersuchung in Kraft bleiben, um Schäden zu verhindern, die fast unmöglich wieder gutzumachen wären", sagte Teresa Ribera, die Wettbewerbskommissarin der EU, am Dienstag.
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June 09, 2026 11:43 ET (15:43 GMT)
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