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Rheinmetall will bis 2013 deutlich wachsen

DJ Rheinmetall will bis 2013 deutlich wachsen

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Rüstungskonzern und Automobilzulieferer Rheinmetall hat neue Mittelfristziele ausgegeben. Im Jahr 2013 wollen die Düsseldorfer auf Konzernebene etwa 5,9 Mrd EUR einnehmen, wie aus einer jüngst auf der Internetseite des MDAX-Unternehmens veröffentlichten Investorenpräsentation hervorgeht.

Das Verteidigungssegment soll dann rund 3,5 Mrd EUR beisteuern, die Automotive-Tochter Kolbenschmidt Pierburg etwa 2,4 Mrd EUR. Bislang hatte Rheinmetall lediglich konkrete Prognosen bis 2012 gegeben und mit Erlösen von rund 5,2 Mrd EUR gerechnet, wovon 3 Mrd EUR aus der Wehrtechniksparte kommen sollen.

Auch zu den Ertragsaussichten äußerte sich Rheinmetall: Im Automobilzulieferer-Geschäfts soll ab 2012 eine Rendite vor Zinsen und Steuern von 7% bis 8% erwirtschaftet werden, in der Verteidigungssparte soll die Marge auch nachhaltig im zweistelligen Prozentbereich liegen.

Für dieses Jahr rechnet Rheinmetall auf Konzernebene mit Einnahmen von 3,9 Mrd EUR. Vor Zinsen und Steuern wollen die Düsseldorfer insgesamt 270 Mio bis 280 Mio EUR verdienen. Die Marge im Verteidigungssegmten wird dabei bei knapp 11% gesehen, die in der Autozuliefergeschäft bei gut 4%.

Zuletzt hatte es am Markt immer wieder Sorgen gegeben, die Sparprogramme in vielen europäischen Ländern, in denen es auch zu Budgetkürzungen in den Verteidigungsetats kommen soll, könnten dem Rüstungsgeschäft der Düsseldorfer schaden. Rheinmetall sprach in der Präsentation in diesem Zusammenhang von einer Herausforderung, wobei sich auch Chancen böten. So gewännen beispielsweise Produkte zum Schutz der Einsatztruppen trotz der Etatkürzungen zunehmend an Bedeutung. Außerdem werde die Richtigkeit der internationalen Expansionsstrategie dadurch bestätigt. Rheinmetall hatte in den vergangenen Monaten einige kleinere ausländische Unternehmen übernommen.

Im Vorjahr hatte das Unternehmen schwer unter der Krise in der Automobilindustrie gelitten. Der Umsatz war auf Konzernebene um 12% auf etwa 3,4 Mrd EUR zusammengeschmolzen, dank der stabilen Entwicklung im Verteidigungssegment und des strikten Sparkurses rettete sich das Unternehmen zumindest operativ in die schwarzen Zahlen und verdiente vor Restrukturierungskosten gut 150 Mio EUR und nach Sonderposten 15 Mio EUR.

2009 war das Wehrtechnikgeschäft mit einem Beitrag von rund 1,9 Mrd EUR erstmals in der Unternehmensgeschichte umsatzstärker als die Automotivesparte gewesen. In diesem Jahr ging es für die Düsseldorfer auf Konzernebene dann wieder deutlich aufwärts - vor allem dank der Erholung in der Autoindustrie. Das Verteidigungssegment entwickelte sich weitgehend stabil.

Webseite: www.rheinmetall.com 
 
-Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires, 
+49 - (0)69 297 25 114; nico.schmidt@dowjones.com 
 
DJG/ncs/jhe 
 

(END) Dow Jones Newswires

January 13, 2011 03:41 ET (08:41 GMT)

Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc.

© 2011 Dow Jones News
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