Der Industriekonzern Rheinmetall will sich mittelfristig besser aufstellen. Kosten sollen gesenkt, das Geschäft weiter internationalisiert, und die Innovationen vorangetrieben werden. Angesichts der Investitionen für das Strategieprogramm "Rheinmetall 2015" erklären die Düsseldorfer 2013 als Übergangsjahr, das von Restrukturierungskosten belastet werden wird. Für den künftigen Erfolg setzt Rheinmetall auf beide Säulen, sowohl das Automobil- als auch das Verteidigungsgeschäft.
Beide Bereiche bergen noch enormes Potenzial für profitables Wachstum, sagte Vorstandschef Armin Papperger. "Wir halten deshalb an beiden Säulen fest." Letztes Jahr hatte Rheinmetall einen Börsengang seiner Automobilsparte zunächst angekündigt, diesen jedoch später angesichts des widrigen wirtschaftlichen Umfelds auf Eis gelegt.
Um von 2015 an ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent bei deutlich verbesserter Profitabilität zu erreichen, bringt Rheinmetall dieses Jahr Restrukturierungsmaßnahmen auf den Weg. Diese werden das Ergebnis 2013 mit 60 bis 80 Millionen Euro belasten.
Aber auch so hat das Unternehmen mit sinkenden Verteidigungsausgaben und dem schwierigen Umfeld im Automobilgeschäft zu kämpfen. Das um Restrukturierungskosten bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern wird voraussichtlich 240 bis 260 Millionen Euro betragen, der Umsatz soll 4,8 bis 4,9 Milliarden Euro erreichen. Für das Geschäftsjahr 2014 geht Rheinmetall von einem weiteren Umsatzwachstum in beiden Unternehmensbereichen aus und erwartet eine "klare Ergebnisverbesserung".
Wie bereits mitgeteilt, ist das EBIT 2012 von 354 auf 301 Millionen Euro zurückgegangen, während der Umsatz um 6 Prozent auf 4,7 Millionen Euro zugelegt hat. Das entspricht einer operativen Rendite von 6,4 Prozent. An der aktuellen Ausschüttungsquote wird trotz der Belastungen festgehalten. Auch die Dividende für 2012 soll stabil bei 1,80 Euro je Aktie bleiben.
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March 20, 2013 05:29 ET (09:29 GMT)
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