Der weltweit zweitgrößte Konsumgüterkonzern
Unilever
Die Unilever-Aktie verlor bis zum Mittag 1,70 Prozent auf 30,435 Euro. Analysten wie Andrew Wood von Berstein sprachen von einer "gemischt ausgefallenen Halbjahresbilanz". Zwar sei der Umsatz schwächer als erwartet, dafür habe der Konzern aber seine Margen stärker gesteigert als gedacht.
In der ersten Jahreshälfte setzte der Markenhersteller 25,5 Milliarden Euro um, was ebenfalls einem bereinigten Plus von fünf Prozent entsprach. Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 2,1 auf 2,4 Milliarden Euro. Besonders gut lief es für den Konzern in der Körperpflege (Dove, Axe) sowie bei Waschmitteln und Haushaltsreinigern (Coral, Domestos). Im Vergleich dazu entwickelte sich das Lebensmittelgeschäft (Knorr, Pfanni, Lagnese) weniger stark.
Die Schwellenländer sind für Unilever entscheidend, denn von hier stammt mehr als die Hälfte des Umsatzes. Der Konzern kann so die Schwäche in den europäischen Märkten ausgleichen. Im zweiten Quartal legte das bereinigte Wachstum in den Wachstumsregionen zwar immerhin um 10,3 Prozent zu. Dies war aber das schwächste Wachstum seit dem ersten Quartal 2011.
Erst vor zwei Wochen hatte Unilever seine Beteiligung an der indischen Tochter HUL auf gute 67 Prozent ausgebaut. Die Anteilsaufstockung ließ sich der Konzern umgerechnet 2,5 Milliarden Euro kosten. HUL ist den Angaben zufolge Marktführer in Indien bei Konsumgütern./she/fn/rum
ISIN NL0000009XXX
AXC0123 2013-07-25/11:54
