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MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

FEIERTAGSHINWEIS

MONTAG: In Singapur bleiben die Börsen wegen eines Ersatzfeiertags für Deepavali geschlossen.

TAGESTHEMA

Der US-Arbeitsmarkt dürfte sich im Oktober nach dem schwachen Vormonat etwas gefangen haben, doch echter Schwung wird wohl ausbleiben. Belastet durch hohe Zinsen und globale Unsicherheiten verzichten viele Firmen auf Kündigungswellen, meiden jedoch größere Neueinstellungen. Ökonomen rechnen mit einem Zuwachs von 59.000 (Vormonat: 29.000) Stellen. Die Arbeitslosenquote dürfte unverändert bei 4,2 Prozent verharren. Bei den Stundenlöhnen, die als Gradmesser für den Inflationsdruck gelten, wird mit Zuwächsen von 0,3 (0,1) Prozent gegenüber dem Vormonat und 2,9 (3,0) Prozent im Jahresvergleich gerechnet. Für die Fed hat das Inflationsrisiko klar die Oberhand gewonnen: Selbst wenn der Lohndruck nachlässt, treiben die durch den Iran-Krieg explodierten Energiepreise die Teuerung weiter an. Da der Arbeitsmarkt stabil genug dasteht und keine Anzeichen eines Absturzes zeigt, mehren sich die Zeichen für eine erneute Zinserhöhung im Dezember. Für die Fed signalisieren die jüngsten Daten einen bemerkenswert ausgeglichenen Arbeitsmarkt, der weder einbricht noch überhitzt.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

Keine relevanten Unternehmenstermine angekündigt.

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 Arbeitsmarktdaten Oktober 
     Beschäftigung ex Agrar 
     PROGNOSE: +59.000 gg Vm 
     zuvor:  +29.000 gg Vm 
     Arbeitslosenquote 
     PROGNOSE: 4,2% 
     zuvor:  4,2% 
     durchschnittliche Stundenlöhne 
     PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+2,9% gg Vj 
     zuvor:  +0,1% gg Vm/+3,0% gg Vj 
 
  16:00 Index Verbraucherstimmung Uni Michigan (1. Umfrage) November 
     PROGNOSE: 47,5 
     zuvor:  48,0 
 

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.383,75  +0,0 
E-Mini-Future Nasdaq-100  26.969,75  +0,8 
S&P/ASX 200 (Sydney)     9.020,80  -0,5 
Nikkei-225         57.434,77  -6,0 
Topix-500 (Tokio)      3.707,99  -5,9 
Kospi (Seoul)        5.059,69  -6,0 
Shanghai-Composite      3.654,89  -1,0 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.567,73  -0,9 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Ausverkaufsstimmung im Technologiebereich: Nach der Baisse in den USA folgen die lokalen Aktienmärkte angeführt vom Technologiesektor den düsteren US-Vorlagen. Besonders heftig erwischt es wie schon am Vortag die Börsen in Japan und Südkorea, wo panikartige Verkäufe im Technologiesektor die Leitindizes im frühen Geschäft tief in den Keller drückten. Aktuell stabilisieren sich die Indizes auf etwas höherem Niveau. Händler sprechen von wachsenden Zweifeln hinsichtlich der Investitionen in Künstliche Intelligenz nach den US-Zwischenwahlen. Denn die siegreichen Demokraten wollen den Bereich stärker regulieren. In Seoul kommt es erneut zu Volatilitätsunterbrechungen des Handels. Die Technologie-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix rutschen um 5,7 bzw. 9,1 Prozent ab. Der Nikkei-225 bewegt sich im Bärenmarktmodus. Zu den größten Verlierern zählen der Halbleitersektor, Advantest büßen 5,2 Prozent ein, Kioxia Holdings gar 11 Prozent - Softbank Group brechen ebenfalls um 11 Prozent ein. Bereits am Vortag hatten diese Werte heftig Federn gelassen. Sony verlieren 1,7 Prozent. Der Elektronikkonzern hatte nach einem Gewinnsprung die Prognose erhöht. Aber in diesem negativen Marktumfeld spielt das keine Rolle. Anleger steuern die vermeintliche Sicherheit des japanisvhen Anleihemarktes an. In China halten sich die Indizes besser, bereits am Vortag hatten Maßnahmen Pekings insbesondere den Halbleitersektor gestützt. Beim australischen S&P/ASX-200 spielen Technologietitel keine große Rolle.

WALL STREET

INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     51.523,06  -3,4 -1833,06    53.356,12 
S&P-500    7.353,73  -4,4  -334,89    7.688,62 
NASDAQ Comp 24.315,00  -5,5 -1421,52    25.736,51 
NASDAQ 100  26.629,81  -6,4 -1807,36    28.437,17 
 
          Donnerstag Mittwoch 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,75 Mrd  1,70 Mrd 
Gewinner        413   2.076 
Verlierer      2.336    650 
Unverändert       38     36 
 

Baisse - Ein Ausverkauf bei den Technologiewerten hat für tiefrote Vorzeichen gesorgt. Es gab eine fortgesetzte Flucht aus Aktien mit KI-Bezug - auch weil die US-Konjunkturdaten die Erwartung einer Zinserhöhung der US-Notenbank im Dezember stützten. Der KI-Sektor wurde erneut von Befürchtungen belastet, dass der Ausbau der KI-Infrastruktur sich nach dem Sieg der Demokraten bei den Wahlen verzögern könnte. Zudem hatten neue Zahlen aus der Branche nicht in Gänze überzeugt. Qualcomm verloren 9,5 Prozent. Höhere Preise für Speicherkomponenten und andere Materialien belasteten die Gewinnmargen im Mobiltelefonbereich. Der Ausblick enthielt Licht und Schatten. Coreweave fielen um 9,8 Prozent. Das Unternehmen hatte hohe Kredite zur Finanzierung von Rechenzentren aufgenommen. Die Aktie von Dell Technologies, dem Serverhersteller und wichtigen Partner von Coreweave, rutschte um 15 Prozent ab. Der Chiphersteller Arm hatte den Umsatz kräftig gesteigert und damit ebenso wie mit dem Gewinn je Aktie die Erwartungen übertroffen. Die Aktie konnte sich der schlechten Stimmung im Sektor jedoch nicht entziehen und fiel um 13,1 Prozent. Nvidia verbilligten sich um 9,3 Prozent und AMD um 17,3 Prozent.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries   Rendite  +/- 
2 Jahre        4,48  -0,10 
10 Jahre       4,84  -0,06 
 

Die massiven Kursverluste am Aktienmarkt ließen Anleger in "sichere Häfen" wie Staatsanleihen flüchten. Steigende Kurse drückten die Renditen.

DEVISEN

DEVISEN         zuletzt +/- %   00:00    Do, 08:44 % YTD 
EUR/USD          1,1188  -0,3   1,1218     1,1243  -4,7 
EUR/JPY          176,73  -0,1   176,87     177,76  -4,0 
EUR/GBP          0,8335  -0,1   0,8340     0,8343  -4,4 
USD/JPY          157,94  +0,2   157,66     158,09  +0,8 
USD/KRW         1.356,20  -0,1  1.357,90    1.341,09  -5,9 
USD/CNY          6,6688  +0,0   6,6680     6,6701  -4,6 
USD/CNH          6,6657  +0,0   6,6648     6,6689  -4,4 
USD/HKD          7,8363  -0,1   7,8411     7,8441  +0,7 
AUD/USD          0,6887  -0,6   0,6929     0,7014  +3,2 
NZD/USD          0,5563  -0,5   0,5592     0,5641  -3,4 
BTC/USD        75.626,40  -0,2 75.752,79    80.378,93 -13,8 
 

Die niedrigeren Anleiherenditen bremsten den Dollar, der wenig verändert tendierte.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.048,66  -0,9   -38,68    4.087,34 
Silber           51,53  -0,4   -0,22      51,75 
Platin         1.508,22  -0,6   -8,81    1.517,03 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Gold profitierte vom Sicherheitsbedürfnis der Anleger und den niedrigeren Marktzinsen. Der Preis für die Feinunze stieg um 1,0 Prozent auf 4.103 Dollar.

ÖL

ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         91,67  +1,3    1,15      90,52 
Brent/ICE         99,97  +1,7    1,68      98,29 
 

Die Ölpreise machten nach dem massiven Abverkauf des Vortags etwas Boden gut. Der Preis für das Barrel Brentöl stieg um 3,9 Prozent auf 98,29 Dollar.

Im asiatischen Handel bauen die Ölpreise am Morgen ihre Gewinne weiter aus. Brent liegt nur noch knapp unter der Marke von 100 Dollar je Barrel.

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

GELDPOLITIK KANADA

Die Bank of Canada und das Finanzministerium des Landes haben sich darauf geeinigt, das Inflationsziel-Rahmenwerk der Zentralbank um weitere fünf Jahre zu verlängern. Die Zentralbank wird ihre Zinspolitik weiterhin mit dem Ziel festlegen, eine Inflation von 2 Prozent zu erreichen und aufrechterzuhalten, gemessen an der 12-Monats-Veränderung des Verbraucherpreisindex. Vertreter der Zentralbank hatten zuvor signalisiert, dass dies der erwartete Weg sei.

GELDPOLITIK MEXIKO

Die mexikanische Notenbank hat ihren Leitzins in einer knappen Entscheidung gesenkt. Sie bezeichnete dies als eine "einmalige Anpassung" und erwartet, den Zinssatz für einen längeren Zeitraum stabil zu halten. Das fünfköpfige Board der Gouverneure stimmte mit 3 zu 2 Stimmen dafür, den Tagesgeldsatz nach drei aufeinanderfolgenden Sitzungen ohne Veränderung um einen Viertelprozentpunkt auf 6,25 Prozent zu senken. Die stellvertretenden Gouverneure Galia Borja und Jonathan Heath stimmten dafür, den Zinssatz bei 6,5 Prozent zu belassen.

INFLATION THAILAND

Die Verbraucherinflation hat sich im Oktober stärker als erwartet beschleunigt. Sie überstieg den Zielbereich der Zentralbank, da höhere Kraftstoffpreise infolge des Nahostkonflikts die Lebenshaltungskosten in die Höhe trieben. Der Verbraucherpreisindex stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent nach 2,82 Prozent im September. Der Wert übertraf die Prognose von 3,5 Prozent und lag über dem Inflationsziel der Bank of Thailand von 1 Prozent bis 3 Prozent. Die Kerninflation lag bei 1,58 Prozent nach 1,50 Prozent im September.

HONG KONG EXCHANGE

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

November 06, 2026 01:46 ET (06:46 GMT)

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

Der Gewinn der ist im dritten Quartal trotz eines Umsatzwachstums überraschend gesunken, da die Handelsaktivität im asiatischen Finanzzentrum Anzeichen einer Abschwächung zeigte. Der Nettogewinn sank um 0,8 Prozent auf 4,86 Milliarden Hongkong-Dollar. Damit wurde die Konsenserwartung von 5,03 Milliarden Hongkong-Dollar verfehlt. Die Einnahmen und sonstigen Erträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr um unter den Erwartungen liegende 1,2 Prozent auf 7,87 Milliarden Hongkong-Dollar.

JAPAN TOBACCO

Russland hat die Kontrolle über vier russische Fabriken des Konzerns übernommen. Damit verschärft Moskau seine Druckkampagne gegen Tokio und den Westen aufgrund deren Unterstützung für die Ukraine.

MACQUARIE

hat für das erste Halbjahr einen über den Erwartungen liegenden Gewinnanstieg von 50 Prozent ausgewiesen. Die rohstoffbezogenen Erträge des australischen Finanzkonzerns profitierten von einer gestiegenen Marktvolatilität. Macquarie meldete für die sechs Monate bis September einen Nettogewinn von 2,48 Milliarden australischen Dollar. Dies übertraf die Analystenprognose von 2,32 Milliarden australischen Dollar.

OCBC

hat im dritten Quartal einen Anstieg des Nettogewinns verzeichnet. Unterstützt wurde das Ergebnis durch höhere Nettozinseinnahmen und Gebühren sowie eine geringere Risikovorsorge für faule Kredite. Der Nettogewinn für die drei Monate bis Ende September belief sich auf 2,04 Milliarden Singapur-Dollar. Dies war ein Anstieg von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamteinnahmen gingen um 2 Prozent auf 3,73 Milliarden Singapur-Dollar zurück. Der Nettozinsertrag stieg um 4 Prozent auf 2,31 Milliarden Singapur-Dollar.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros/flf

(END) Dow Jones Newswires

November 06, 2026 01:46 ET (06:46 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
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