BERLIN (AP)--Angesichts des Klimawandelns hat Bundeskanzlerin Angela Merkel an den Forschergeist in der deutschen Autoindustrie appelliert und die Branche eindringlich zur Entwicklung sparsamerer Motoren aufgerufen. Der Schadstoffreduzierung müsse Priorität eingeräumt werden und dazu sei die gesamte Kreativität unserer Forscher und Ingenieure nötig, sagte die Regierungschefin in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast.
"Wir müssen auch darauf schauen, dass wir ganz neue Wege gehen, und deshalb sollte Deutschland hier Entwicklungen nicht hinterherlaufen", erklärte Merkel. "Ich fordere alle Entwicklungsingenieure in der starken Automobilbranche in Deutschland auf, alles daran zu setzen, neben vielen anderen Aspekten für ein gutes Auto auch den Aspekt effizienten Verbrauchs von Sprit bei der Entwicklung des Autos zu bedenken und ganz oben auf die Prioritätenliste zu setzen", sagte die Kanzlerin. "So wird Energieeffizienz auch in der Automobilindustrie Arbeitsplätze der Zukunft sichern. Davon bin ich zutiefst überzeugt."
Die Bundeskanzlerin erinnerte an die Hybridtechnologie, die sich "als ein zukunftsweisendes Modell entwickelt" habe. "Ich glaube, gerade bei Wasserstofftechnologien haben wir schon sehr, sehr gute Ansätze in unserer Automobilindustrie."
Der Automobilverkehr habe zwar nur einen Anteil von 12,5% an den CO2-Emmissionen, aber auch hier könne vieles zu ihrer Reduzierung getan werden, meinte Merkel. Deutschland wolle wie die EU-Kommission, dass der durchschnittliche CO2-Ausstoß bei Autos bis 2012 auf 120 Gramm pro Kilometer gesenkt werde - auf 130 Gramm durch Entwicklung der Motorentechnologie, um weitere 10 Gramm zum Beispiel durch Beimischungen von Biokraftstoffen.
Die jüngsten Berichte über den Klimawandel seien "mehr als alarmierend", sagte Merkel. Deshalb sei es richtig, dass sich Deutschland im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft und des G8-Vorsitzes das Ziel gesetzt habe, internationale Maßnahmen zu vereinbaren. Das Kyoto-Protokoll ende 2012, es sei jetzt an der Zeit, "Vorgaben für die Zeit danach zu entwickeln".
"Aber es reicht nicht, sich einfach nur Ziele zu setzen, sondern wir müssen vor allen Dingen technologische Entwicklungen befördern und hier die gesamte Kreativität unserer Forscher und Ingenieure einsetzen. Deutschland will hier mehr als bisher Vorreiter sein, und deshalb ermuntern wir alle, durch Innovation, durch Kreativität völlig neue Wege zu gehen", sagte die Bundeskanzlerin.
DJG/ptt
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"Wir müssen auch darauf schauen, dass wir ganz neue Wege gehen, und deshalb sollte Deutschland hier Entwicklungen nicht hinterherlaufen", erklärte Merkel. "Ich fordere alle Entwicklungsingenieure in der starken Automobilbranche in Deutschland auf, alles daran zu setzen, neben vielen anderen Aspekten für ein gutes Auto auch den Aspekt effizienten Verbrauchs von Sprit bei der Entwicklung des Autos zu bedenken und ganz oben auf die Prioritätenliste zu setzen", sagte die Kanzlerin. "So wird Energieeffizienz auch in der Automobilindustrie Arbeitsplätze der Zukunft sichern. Davon bin ich zutiefst überzeugt."
Die Bundeskanzlerin erinnerte an die Hybridtechnologie, die sich "als ein zukunftsweisendes Modell entwickelt" habe. "Ich glaube, gerade bei Wasserstofftechnologien haben wir schon sehr, sehr gute Ansätze in unserer Automobilindustrie."
Der Automobilverkehr habe zwar nur einen Anteil von 12,5% an den CO2-Emmissionen, aber auch hier könne vieles zu ihrer Reduzierung getan werden, meinte Merkel. Deutschland wolle wie die EU-Kommission, dass der durchschnittliche CO2-Ausstoß bei Autos bis 2012 auf 120 Gramm pro Kilometer gesenkt werde - auf 130 Gramm durch Entwicklung der Motorentechnologie, um weitere 10 Gramm zum Beispiel durch Beimischungen von Biokraftstoffen.
Die jüngsten Berichte über den Klimawandel seien "mehr als alarmierend", sagte Merkel. Deshalb sei es richtig, dass sich Deutschland im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft und des G8-Vorsitzes das Ziel gesetzt habe, internationale Maßnahmen zu vereinbaren. Das Kyoto-Protokoll ende 2012, es sei jetzt an der Zeit, "Vorgaben für die Zeit danach zu entwickeln".
"Aber es reicht nicht, sich einfach nur Ziele zu setzen, sondern wir müssen vor allen Dingen technologische Entwicklungen befördern und hier die gesamte Kreativität unserer Forscher und Ingenieure einsetzen. Deutschland will hier mehr als bisher Vorreiter sein, und deshalb ermuntern wir alle, durch Innovation, durch Kreativität völlig neue Wege zu gehen", sagte die Bundeskanzlerin.
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