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Dow Jones News
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Kräftige Gewinne der Banken sorgen für Plus an Europas Börsen

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Börsen haben von den kräftigen Gewinnen bei den Banken profitiert. Dass die Investoren momentan wieder Vertrauen in die Finanzwerte fassen, hat gleich mehrere Gründe. Zum einen stabilisiert sich der Markt für europäische Staatsanleihen. Zum anderen hat sich die Möglichkeit der Refinanzierung der Banken zuletzt deutlich verbessert. Hinter beiden Entwicklungen steht die Europäische Zentralbank, die die Banken momentan mit Liquidität in jeder gewünschten Höhe versorgt. Der Euro-Stoxx-50 legte um 1,9 Prozent oder 44 auf 2.435 Punkte zu, für den Stoxx-50 ging es um 1,0 Prozent bzw 23 auf 2.459 nach oben.

Zudem stützte die Hoffnung auf eine baldige Einigung bei den Gesprächen zwischen den Gläubigerbanken und der griechischen Regierung. Eine Einigung mit den Privatgläubigern über die Konditionen einer Umschuldung könnte bis zum Ende der Woche stehen, sagte ein Vertreter des griechischen Finanzministeriums. Das Szenario eines Untergangs der Eurozone wird damit an den Finanzmärkten ausgepreist.

Europäische Zentralbank hat mit Dreijahrestender guten Job gemacht

Der Dreijahrestender der Europäischen Zentralbank hat das Risiko eines Kollaps des Bankensystems Europas stärker als bislang vom Markt realisiert verringert, heißt es in einer Studie aus dem Hause Morgan Stanley. Durch dieses langfristige Geschäft habe sich das Refinanzierungsfenster für die stärkeren Kreditinstitute wieder geöffnet. Bislang hätten die europäischen Banken Anleihen über 46 Milliarden Euro emittiert, 22 Milliarden Euro davon als unbesicherte vorrangige Schuldtitel - mehr als in den vorangegangenen sechs Monaten. Mittlerweile hätten die meisten italienischen und spanischen Kreditinstitute im Analyseuniversum von Morgan Stanley 50 bis 150 Prozent ihres Refinanzierungsbedarfs im laufenden Jahr gedeckt. In vielen Fällen sei das Geld in Staatsanleihen mit kurzen Laufzeiten geparkt worden.

Im Februar steht ein zweiter Dreijahrestender an, dieser könnte sogar noch stärker nachgefragt werden. Credit Suisse schließt nicht aus, dass die EZB bis zu 1 Billion Euro zuteilen wird. Eine neue Liquiditätswelle im Februar könnte durchaus die Aktienmärkte weiter beflügeln, insbesondere sollte sie mit einer weiteren Entspannung der Schuldenkrise in der Eurozone einher gehen.

Banken die Gewinner des Tages

Gewinner des Tages waren klar die Finanzwerte. Der Sektor der Banken legte um 6,5 Prozent zu, die Versicherer um 3,7 Prozent und die Finanzwerte um 1,8 Prozent. Zu den Gewinnern gehörten vor allem die Banken, die auf Grund ihres Engagements in Staatsanleihen der Europeripherie in den vergangenen Monaten abverkauft wurden. So haussierte eine Societe Generale um 13 Prozent, Unicredit stiegen um 13 Prozent und die Commerzbank um knapp 15 Prozent. Aber auch die griechischen Banken, die mit der Überschuldung des Staates teils nur noch auf Penny-Stock-Niveau notieren, sendeten ein Lebenszeichen. So gewannen Alpha Bank 12 Prozent und die Hellenic Postbank 8 Prozent.

Europäische Schlussstände vom Donnerstag, 19. Januar 
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.            Index          Schluss-  Entwicklung  Entwicklung   Entwicklung 
.                              stand      absolut         in %          seit 
.                                                               Jahresbeginn 
Europa       Euro-Stoxx-50   2435,04        44,40        +1,9%           5,1 
.            Stoxx-50        2459,18        23,18        +1,0%           3,8 
.            Stoxx-600        256,57         3,09        +1,2%           4,9 
Frankfurt    XETRA-DAX       6416,26        61,69        +1,0%           8,8 
London       FTSE-100        5741,15        38,78        +0,7%           3,1 
Paris        CAC-40          3328,94        64,01        +2,0%           5,4 
Amsterdam    AEX              320,48         4,96        +1,6%           2,6 
Athen        ATHEX-20         269,17         8,33        +3,2%           1,6 
Brüssel      BEL-20          2196,63        40,93        +1,9%           5,4 
Budapest     BUX            18500,01       349,71        +1,9%           9,0 
Helsinki     OMXH-25         2142,34        34,29        +1,6%          10,3 
Istanbul     NAT30          65857,88       109,25        +0,2%           6,7 
Kopenhagen   OMXC-20          409,00         2,03        +0,5%           4,9 
Madrid       IBEX-35         8603,80       183,10        +2,2%           0,4 
Mailand      FTSE-MIB       15651,99       373,99        +2,4%           3,7 
Moskau       RTS             1503,89        15,52        +1,0%           8,8 
Oslo         OBX              367,93         1,44        +0,4%           2,9 
Prag         PX               918,00        15,60        +1,7%           0,8 
Stockholm    OMXS-30         1037,82         9,20        +0,9%           5,1 
Warschau     WIG-20          2244,38        16,29        +0,7%           4,7 
Wien         ATX             2001,02        40,38        +2,1%           5,8 
Zürich       SMI             6194,45        78,22        +1,3%           4,3 
.=== 
 
DJG/thl/raz 
 

(END) Dow Jones Newswires

January 19, 2012 12:20 ET (17:20 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir fünf Aktien, bei denen die Abwärtsrisiken besonders hoch sind – und wo sich Gewinnmitnahmen oder sogar Short-Strategien anbieten könnten.

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Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.