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DAX-Analyse am Morgen: Warten auf Yellen

Der DAX legte nach dem furiosen Kurssprung vom Vortag am gestrigen Donnerstag eine kleine Verschnaufpause ein. Beim genaueren Hinsehen fällt jedoch auf: mit 12.083 Zählern wurde das aktuelle Jahreshoch noch einmal ein paar Pünktchen nach oben geschoben, und auch im Tief (12.042) ging es für den deutschen Leitindex nur marginal abwärts - lediglich 40 Zähler trennten Tageshöchst- und tiefststand. Damit bewegte sich der DAX in einer schmalen Range, die alle Möglichkeiten offen lässt:

Auf der Oberseite könnten die Kurse nun jederzeit eine Attacke auf das bisherige Allzeithoch bei 12.391 starten, sofern der Ausbruch aus dem Dreieck nach oben gelingt. Dafür wäre ein Schlusskurs oberhalb von 12.100 nötig. Allerdings zeigten sich, und dies gilt es genau zu beobachten, an der Wall Street erste Anzeichen einer leichten Rallye-Müdigkeit:

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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