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Wochenrückblick KW22: US-Mai-Arbeitsmarktdaten bleiben viele Antworten schuldig

Auch in dieser Woche konnte der DAX auf ein neues Allzeithoch klettern. Die Öffnung der Wirtschaft und die rückläufigen Corona-Inzidenzzahlen sorgen für Optimismus. Nun nimmt das wichtigste deutsche Börsenbarometer den Sprung über die 16.000-Punkte-Marke ins Visier.

Bei der Überwindung dieser Marke könnte die gute Stimmung an den US-Börsen hilfreich sein. Investoren hatten dort zum Ende dieser Woche den jüngsten Arbeitsmarktbericht positiv aufgenommen, obwohl dieser eher gemischt ausgefallen war. Somit war wohl für jedermann etwas dabei, um seine jeweiligen Thesen zur weiteren Marktentwicklung zu stützen.

Laut Angaben des US-Arbeitsministeriums wurden im Mai 559.000 neue Stellen geschaffen, während Marktexperten laut Dow Jones Newswires im Schnitt einen Wert in Höhe von 671.000 erwartet hatten. Dagegen sank die Arbeitslosenquote auf 5,8 Prozent und damit stärker als erwartet (Konsens: 5,9 Prozent; April: 6,1 Prozent).

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Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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