KOBLENZ (dpa-AFX) - "Rhein-Zeitung" zu Bundesrechnungshof/Intensivbetten:
"Wer sich die Vorwürfe näher anschaut, liest zwar von vermuteten "unerwünschten Mitnahmeeffekten" oder fehlenden Nachweisen für die Förderung von 2000 Intensivbetten, doch zugleich wird eingeräumt, dass die Datenlage nicht ausreicht, um die Lage zu bewerten. Das ist das Kernproblem: Wer sich ein wenig mit dem deutschen Gesundheitssystem beschäftigt, weiß seit Jahren, dass es an öffentlich zugänglichen, unabhängigen, das heißt nicht interessengesteuerten Daten mangelt. Daran sind übrigens die Kassen alles andere als unschuldig. Denn mit der Hoheit über Daten lässt sich Macht ausüben und Politik machen. Vor der Pandemie hat das kaum jemanden interessiert. Doch wenn Zahlen die Grundlage für monatelange freiheitseinschränkende Lockdowns sind, werden sie zu einem Politikum."/yyzz/DP/he
