DJ Laschet kommt CSU im Steuerstreit entgegen
BERLIN (Dow Jones)-- Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) kommt der CSU im Streit um Steuerentlastungen nach der Bundestagswahl entgegen. "Bürger entlasten ist richtig", sagte Laschet der Bild am Sonntag (BamS). "Und wir werden es tun, sobald es finanziell möglich ist." Steuererhöhungen erteilte Laschet eine klare Absage: "Steuererhöhungen, wie sie SPD, Grüne und Linke fordern, sind Gift! Sie bremsen nach einer solchen Krise die Wirtschaft und führen letztlich auch zu weniger Einnahmen für den Staat."
Den Kampf gegen den Klimawandel will Laschet in der nächsten Bundesregierung zur Chefsache machen. "Klimaschutz ist Kanzlerjob." Den Grünen warf er vor, mit ihren Plänen den Industriestandort Deutschland zu gefährden. Es müsse gelingen, "unser tägliches Leben und unser Industrieland klimaneutral zu modernisieren - ohne, dass es Wohlstand und Arbeitsplätze kostet oder darüber der soziale Zusammenhalt verloren geht".
Laschet forderte im Gespräch mit BamS überdies eine Sondersitzung des Bundestages zum Beschluss der Fluthilfen. "Der Bundestag muss schnell zusammenkommen, um jetzt das Wiederaufbaugesetz zu beschließen", so Laschet. "Außerdem brauchen wir Rechtssicherheit. Kein Unternehmen soll Insolvenz anmelden müssen."
Für den Wiederaufbau erwartet Laschet Unterstützung aus ganz Deutschland: "Von der Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag muss ein klares Signal kommen: Ein umfassender Wiederaufbau für die Flutgebiete - sofort, solidarisch und sicher für die nächsten Jahre." Laschet versprach Mittel in unbegrenzter Höhe: "Tod und Leid können wir nicht wieder gut machen, aber nach dem Wiederaufbau soll keine Stadt, kein Dorf, keine Familie schlechter dastehen als vorher. Dafür gibt es keine Obergrenze."
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August 08, 2021 06:18 ET (10:18 GMT)
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