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MÄRKTE USA/Leichter erwartet nach schwachen Einzelhandelsdaten

DJ MÄRKTE USA/Leichter erwartet nach schwachen Einzelhandelsdaten

NEW YORK (Dow Jones)--Nach neuerlichen Rekorden am Vortag dürften die Indizes an der Wall Street am Dienstag mit Verlusten in den Handel starten. Bereits vor der Börsenglocke wurden enttäuschende Daten zum Einzelhandel im Juli publiziert, was die Futures auf die Aktienindizes zunächst weiter drückte. Allerdings vermindern schwache Daten zugleich die Sorge vor einer baldigen geldpolitischen Straffung. Noch vor Handelsstart wird die Industrieproduktion erwartet. Der Dow-Jones-Index und der S&P-500 hatten am Montag den fünften Handelstag in Folge zugelegt, während die Nasdaq-Indizes im Minus geschlossen hatten.

Bei verhaltenen Umsätzen hatten sich Anleger ermutigt von den Fortschritten der Anti-Covid-Impfkampgnen gezeigt, doch bleiben Sorgen wegen der Ausbreitung der Deltavariante. Sie gefährde die Erholung, wenn sie sich weiter im aktuell raschen Tempo ausbreite, heißt es am Markt. Zudem ängstigen sich Investoren vor einer möglicherweise bevorstehenden Wende in der Geldpolitik der US-Notenbank. "Die Delta-Variante hat das Vertrauen des Durchschnittsamerikaners erschüttert, so dass wir die Auswirkungen auf die Wirtschaft im Auge behalten müssen", sagt David Donabedian, Chief Investment Officer bei CIBC Private Wealth: "Dies wird ein chronisches Problem sein, das eine gewisse Volatilität an den Märkten verursachen wird."

Dennoch gingen Anleger weitgehend davon aus, dass etwaige Marktturbulenzen nur von kurzer Dauer sein würden, fügt er hinzu. "Die Wirtschaft hat sich deutlich erholt, die Unternehmensgewinne sind höher als erwartet, die Anleiherenditen sind niedrig geblieben, und die US-Notenbank Fed denkt laut über eine Änderung ihrer Politik nach, hat dies aber noch nicht getan", so Donabedian.

US-Notenbanker nehmen Tapering ins Visier 

Wie das Wall Street Journal am Montag berichtete, nähern sich die US-Notenbanker einer Vereinbarung, ihre Politik des lockeren Geldes in etwa drei Monaten zurückzufahren, wenn die wirtschaftliche Erholung anhält. Der Präsident der Bostoner Fed, Eric Rosengren, sagte in einem Interview, er erwarte bis zur Septembersitzung ein ausreichendes Beschäftigungswachstum, um die Kriterien für eine Reduzierung der Anleihekäufe zu erfüllen.

Im vorbörslichen Geschäft fallen Tesla um weitere 1,9 Prozent. Am Montag war die Aktie um 4 Prozent gesunken, da die US-Regierung eine Untersuchung des Autopilot-Systems des Elektrofahrzeugherstellers eingeleitet hat, weil es zu mehreren Zusammenstößen mit Rettungsfahrzeugen gekommen war.

Die US-Baumarktkette Home Depot hat im zweiten Geschäftsquartal zwar mehr verdient als erwartet, beim Umsatzwachstum auf vergleichbarer Fläche jedoch die Analystenerwartungen verfehlt. Die Aktie verliert 4,4 Prozent.

Walmart hat die Prognosen bei Ergebnis und Umsatz übertroffen. Allerdings hat sich das Online-Wachstum verlangsamt. Die Akte fällt um 1,5 Prozent.

Die Aktie des Videospieleanbieters Roblox verliert 6,5 Prozent. Zwar wurde die Zahl der Nutzer kräftig gesteigert, sie fiel aber dennoch unter den Erwartungen der Analysten aus. Endeavor steigen dagegen um 3,1 Prozent, nachdem das Unternehmen aus der Unterhaltungsbranche seinen Umsatzausblick für das Jahr erhöht hatte.

Dollar fest 

Am Devisenmarkt präferieren die Anleger den Dollar, weil er in einem unsicheren Umfeld Sicherheit verspricht. Der Dollarindex klettert um 0,1 Prozent. Auch Gold ist als sicherer Hafen gesucht, die Feinunze notiert oberhalb von 1.790 Dollar. Ähnlich sieht es bei Anleihen aus, deren Notierungen deutlich zulegen. Das möglicherweise bald anstehende Tapering sei bereits zur Genüge in den Kursen eingepreist, heißt es von der HSBC. Die Ölpreise geben mit den Konjunktursorgen leicht nach.

=== 
US-Anleihen 
Laufzeit       Rendite  Bp zu VT  Rendite VT   +/-Bp YTD 
2 Jahre         0,21    0,0     0,21      8,8 
5 Jahre         0,74    -2,6     0,76      37,7 
7 Jahre         1,02    -3,6     1,05      36,6 
10 Jahre         1,24    -3,6     1,27      32,1 
30 Jahre         1,90    -2,7     1,93      25,6 
 
DEVISEN        zuletzt   +/- % Mo, 8:27 Uhr Fr, 17:30 Uhr  % YTD 
EUR/USD        1,1756   -0,2%    1,1790     1,1796  -3,8% 
EUR/JPY        128,58   -0,1%    128,97     129,50  +2,0% 
EUR/CHF        1,0722   -0,2%    1,0796     1,0808  -0,8% 
EUR/GBP        0,8534   +0,3%    0,8511     0,8512  -4,4% 
USD/JPY        109,37   +0,1%    109,37     109,79  +5,9% 
GBP/USD        1,3777   -0,5%    1,3853     1,3858  +0,8% 
USD/CNH (Offshore)   6,4856   +0,1%    6,4789     6,4799  -0,3% 
Bitcoin 
BTC/USD       46.751,51   +1,5%   47.310,01   46.274,76 +60,9% 
 
ROHOEL        zuletzt VT-Settl.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        66,88   67,29     -0,6%     -0,41 +38,8% 
Brent/ICE        69,04   69,51     -0,7%     -0,47 +35,5% 
 
METALLE        zuletzt   Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.791,86  1.787,53     +0,2%     +4,34  -5,6% 
Silber (Spot)      23,85   23,83     +0,1%     +0,02  -9,6% 
Platin (Spot)    1.028,80  1.026,85     +0,2%     +1,95  -3,9% 
Kupfer-Future      4,24    4,33     -2,0%     -0,09 +20,2% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz/err

(END) Dow Jones Newswires

August 17, 2021 09:09 ET (13:09 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.

© 2021 Dow Jones News
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