BERLIN (dpa-AFX) - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat sich für eine deutliche Aufwertung der Weiterbildung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland ausgesprochen. Der technologische Wandel müsse mit einem entsprechenden Kulturwandel verbunden werden, sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "In den kommenden Jahren sollten Bildung und Weiterbildung auch im Erwachsenenalter viel stärker verankert sein."
Die Arbeitgeber pochten darauf, dass den Unternehmen bei der Weiterbildung die Schlüsselrolle zukommt. So lehnte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) Vorstellungen der SPD ab, nach denen die Bundesagentur für Arbeit zu einer umfassenden Weiterbildungsagentur ausgebaut werden soll. "Wir sollten die Weiterbildung in den Betrieben stärker fördern, statt den Größenwahn einer Bundesagentur für Fort- und Weiterbildung voranzutreiben", sagte BDA-Präsident Rainer Dulger der dpa.
Die Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU), Olaf Scholz (SPD) und die Kandidatin Annalena Baerbock (Grüne) sowie FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner und Linken-Spitzenkandidatin Janine Wissler stellen sich an diesem Dienstag Fragen zu den Umbrüchen der Wirtschaft. Die Runde mit den Politikerinnen und Politikern ist der Höhepunkt einer zweitägigen "Transformationskonferenz" des DGB. Die Gewerkschaften wollen ausloten, wie die Veränderungen durch Energiewende und Digitalisierung sozial gestaltet werden können./bw/hoe/DP/stk
