DJ Bitkom: Zwei Drittel halten Wechsel zur reinen Online-Bank für möglich
Von Andrea Thomas
BERLIN (Dow Jones)--Knapp zwei Drittel der Bundesbürger halten den Wechsel zu einer reinen Online-Bank für möglich und könnten auf die Abgabe von Überweisungen am Bankschalter oder eine persönliche Anlageberatung vor Ort verzichten. Dies ergab eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Eine knappe Mehrheit der Befragten geht sogar davon aus, dass es in wenigen Jahren ohnehin keine Bankfilialen mehr geben wird. Und 50 Prozent sagen, dass ihnen nichts fehlen würde, sollte es keine Filialen mehr geben.
"Die Finanzbranche ist ein Vorreiter der Digitalisierung und hat längst erkannt, dass sich auch über Jahrzehnte entstandene Strukturen wandeln müssen, wenn sich die Wünsche und Ansprüche der Kundinnen und Kunden verändern. Dazu gehört, dass die Filiale für viele Menschen nicht mehr der erste und schon gar nicht mehr der wichtigste Kontakt mit ihrer Bank ist", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.
Der Umfrage zufolge halten 64 Prozent den Wechsel zu einer reinen Online-Bank für möglich. Dabei sind 28 Prozent mit ihrem hauptsächlich genutzten Konto bereits zu einer reinen Online-Bank ohne Filialen umgezogen, weitere 14 Prozent haben diesen Schritt fest für die kommenden zwölf Monate geplant und mehr als ein Fünftel (22 Prozent) kann sich dies zumindest grundsätzlich vorstellen, so Bitkom.
Allerdings können sich 10 Prozent solch einen Wechsel eher nicht vorstellen und ein Viertel schließt einen Wechsel zu einer reinen Online-Bank kategorisch aus.
Selbst 43 Prozent der Älteren ab 65 Jahren stehen demnach einer reinen Online-Bankverbindung offen gegenüber oder nutzen bereits eine. 53 Prozent schließen einen Wechsel hingegen aus.
Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com
DJG/aat/sha
(END) Dow Jones Newswires
April 25, 2023 05:20 ET (09:20 GMT)
Copyright (c) 2023 Dow Jones & Company, Inc.
