Berlin (ots) -
Flüssiggas Verband fordert bundeseinheitliche Regeln für den Einbau neuer Heizungen statt landesrechtlicher Sonderwege
Der Deutsche Verband Flüssiggas e. V. hat auf seiner Jahresversammlung in Münster den Deutschen Bundestag aufgefordert, mit der Verabschiedung des neuen Heizungsgesetzes bundeseinheitliche Regeln für den Einbau neuer Heizungen zu schaffen und abweichendes Landesrecht auszuschalten.
Ferner plädierte der Verband dafür, das Befolgen der Grüngasquote für Verbraucher wie Energieversorger praxistauglich und ohne bürokratische Hürden auszugestalten. "Die Ankündigung der Bundesregierung, für mehr Freiheit im Heizungskeller sorgen zu wollen, geht ins Leere, wenn den Ländern nicht die Befugnis gestrichen wird, das Bundesrecht verschärfen zu dürfen", so der Vorstandsvorsitzende Jobst Diercks, der auf entsprechende Pläne Hamburgs verwies. Es sei den Verbrauchern und Energieversorgern nicht länger zumutbar, sich nach der Erfüllung der bundesrechtlichen Vorgaben auch noch mit abweichendem Landesrecht auseinandersetzen zu müssen - wie dies heute bereits in Baden-Württemberg, Hamburg oder Schleswig-Holstein Alltag sei. Die Energiewende im Wärmemarkt brauche ein verlässliches Korsett und keinen ausfasernden Flickenteppich.
Diercks nannte die Einführung der Grüngasquote einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur dekarbonisierten Wärmeversorgung. Er appellierte an die Bundesregierung, bei der Einführung der Quotensysteme das Thema Bürokratieabbau nicht aus dem Blick zu verlieren. "Quoten sind der Weg zu einer planbaren Umstellung auf erneuerbare Brennstoffe. Es muss jedoch gelingen, das Nachweissystem auf bestehenden Systemen aufzubauen und auch den mittelständischen Energieversorgern einen einfachen Zugang zu diesen Systemen zu ermöglichen", so Diercks.
Energieträger Flüssiggas:
Flüssiggas (LPG) - nicht zu verwechseln mit verflüssigtem Erdgas (LNG, Methan) - besteht aus Propan, Butan und deren Gemischen und wird bereits unter geringem Druck flüssig. Der Energieträger verbrennt CO2-reduziert und schadstoffarm. Die erneuerbaren Varianten sind als biogenes Flüssiggas und künftig als Dimethylether (rDME) verfügbar. Flüssiggas wird für Heiz- und Kühlzwecke, als Kraftstoff (Autogas), in Industrie und Landwirtschaft sowie im Freizeitbereich eingesetzt.
Pressekontakt:
Olaf Hermann
Tel.: 030 / 29 36 71 - 22
Mobil: 0170 / 457 80 72
E-Mail: presse@dvfg.de
Deutscher Verband Flüssiggas e. V.
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/112641/6290706
Flüssiggas Verband fordert bundeseinheitliche Regeln für den Einbau neuer Heizungen statt landesrechtlicher Sonderwege
Der Deutsche Verband Flüssiggas e. V. hat auf seiner Jahresversammlung in Münster den Deutschen Bundestag aufgefordert, mit der Verabschiedung des neuen Heizungsgesetzes bundeseinheitliche Regeln für den Einbau neuer Heizungen zu schaffen und abweichendes Landesrecht auszuschalten.
Ferner plädierte der Verband dafür, das Befolgen der Grüngasquote für Verbraucher wie Energieversorger praxistauglich und ohne bürokratische Hürden auszugestalten. "Die Ankündigung der Bundesregierung, für mehr Freiheit im Heizungskeller sorgen zu wollen, geht ins Leere, wenn den Ländern nicht die Befugnis gestrichen wird, das Bundesrecht verschärfen zu dürfen", so der Vorstandsvorsitzende Jobst Diercks, der auf entsprechende Pläne Hamburgs verwies. Es sei den Verbrauchern und Energieversorgern nicht länger zumutbar, sich nach der Erfüllung der bundesrechtlichen Vorgaben auch noch mit abweichendem Landesrecht auseinandersetzen zu müssen - wie dies heute bereits in Baden-Württemberg, Hamburg oder Schleswig-Holstein Alltag sei. Die Energiewende im Wärmemarkt brauche ein verlässliches Korsett und keinen ausfasernden Flickenteppich.
Diercks nannte die Einführung der Grüngasquote einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur dekarbonisierten Wärmeversorgung. Er appellierte an die Bundesregierung, bei der Einführung der Quotensysteme das Thema Bürokratieabbau nicht aus dem Blick zu verlieren. "Quoten sind der Weg zu einer planbaren Umstellung auf erneuerbare Brennstoffe. Es muss jedoch gelingen, das Nachweissystem auf bestehenden Systemen aufzubauen und auch den mittelständischen Energieversorgern einen einfachen Zugang zu diesen Systemen zu ermöglichen", so Diercks.
Energieträger Flüssiggas:
Flüssiggas (LPG) - nicht zu verwechseln mit verflüssigtem Erdgas (LNG, Methan) - besteht aus Propan, Butan und deren Gemischen und wird bereits unter geringem Druck flüssig. Der Energieträger verbrennt CO2-reduziert und schadstoffarm. Die erneuerbaren Varianten sind als biogenes Flüssiggas und künftig als Dimethylether (rDME) verfügbar. Flüssiggas wird für Heiz- und Kühlzwecke, als Kraftstoff (Autogas), in Industrie und Landwirtschaft sowie im Freizeitbereich eingesetzt.
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