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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

FEIERTAGSHINWEIS

DIENSTAG: Die Börse in Tokio bleibt wegen des Tags des Bergs geschlossen.

TAGESTHEMA

Nvidia hat Finanzierungsvereinbarungen mit einigen der größten Firmen an der Wall Street auf die Beine gestellt. Damit sollen massive Summen aufgebracht werden, um den Kunden des Chipkonzerns bei der Finanzierung der Kosten für Rechenleistung zu helfen. Nvidia hat mit Apollo Global Management, Blackstone, Blackrock, Brookfield Asset Management, Goldman Sachs und KKR Verträge unterzeichnet, um Plattformen für die Finanzierung von Rechenleistung einzurichten, wie die Unternehmen mitteilten. Ziel ist, in den kommenden Jahren mehr als 500 Milliarden US-Dollar an externem Kapital bereitzustellen. Die Plattformen würden Kapitalpools zu "attraktiven Konditionen" für Nvidia-Kunden schaffen. "Diese Finanzierungsplattformen werden Kunden dabei helfen, im großen Maßstab auf knappe Rechenleistung zuzugreifen und die KI-Fabriken aufzubauen, die im Zeitalter der KI jede Branche und jedes Land antreiben werden", sagte Nvidia-CEO Jensen Huang. Apollo und Blackstone haben dieses Jahr bereits eine Vereinbarung mit Broadcom getroffen, um eine ähnliche Finanzierungsplattform für die Kunden des Chipherstellers einzurichten. Die Plattform wird Unternehmen wie Anthropic Finanzierungen anbieten, um die Rechenleistung von durch Broadcom entwickelte Chips zu bezahlen. Investitionszusagen für Rechenzentren und andere KI-Infrastruktur haben zuletzt atemberaubende Niveaus erreicht. Banken und Investmentfirmen beeilen sich, den Boom auf zunehmend kreative Weise zu finanzieren. Nvidia hat etwa mit OpenAI gesprochen, um eine Absicherung von rund 250 Milliarden US-Dollar für ein Rechenzentrumsprojekt bereitzustellen, wie das Wall Street Journal im Juli berichtete. Meta Platforms hat eine Partnerschaft mit Blackrock für eine außerbilanzielle Finanzierung eines neuen Rechenzentrums in Texas geschlossen. Die Finanzierung könnte Anlegern signalisieren, dass Nvidia und seine Partner im KI-Boom über die nötige Finanzkraft verfügen, um die von ihnen benötigte Infrastruktur aufzubauen. Fremdkapitalinvestoren haben Unternehmen im vergangenen Jahr durch direkte Anleiheverkäufe und Vereinbarungen, die an einzelne Rechenzentrumsprojekte gebunden sind, Hunderte von Milliarden US-Dollar geliehen.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

07:00 DE/Atoss Software SE, ausführliches Ergebnis 1H

07:00 DE/Norma Group SE, Ergebnis 2Q

07:30 DE/Salzgitter AG, ausführliches Ergebnis 1H (10:00 Analystenkonferenz)

07:30 DE/Dermapharm Holding SE, vorläufiges Ergebnis 1H

07:30 DE/Jungheinrich AG, ausführliches Ergebnis 2Q

07:30 DE/Uniper SE, Ergebnis 1H (11:00 PK)

08:00 DE/Cancom SE, Ergebnis 2Q

08:00 LU/RTL Group SA, Ergebnis 1H (08:30 PK; 10:00 Analystenkonferenz)

15:00 DE/Patrizia SE, Investoren- und Analystenkonferenz zum Ergebnis 1H

INDEXÄNDERUNG

Die Aktien von Klöckner & Co müssen den SDAX verlassen und werden durch OHB ersetzt. Dies teilte der Index-Betreiber Stoxx am Montagabend mit. Grund dafür sei das Delisting nach der Übernahme des Stahlhändlers durch das US-Unternehmen Worthington Steel. Die Änderungen treten mit Handelsbeginn am Donnerstag in Kraft. Die Indexänderungen im Einzelnen:

+ SDAX 
NEUAUFNAHME 
OHB 
 
HERAUSNAHME 
Klöckner & Co 
 

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  16:00 NAR, Verkauf bestehender Häuser Juli 
     PROGNOSE: -1,0% gg Vm 
     zuvor:  -2,4% gg Vm 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
Index            zuletzt +/- % 
DAX Futures        26.429,00  +0,0 
E-Mini-Future S&P-500   7.785,25  +0,1 
E-Mini-Future Nasdaq-100 29.818,50  +0,3 
Topix (Tokio)       4.100,61  +0,6 
Hang-Seng (Hongk.)    25.774,47  -0,6 
Shanghai-Comp.       3.960,63  -0,2 
 
Montag: 
INDEX        zuletzt +/- % 
DAX        26.355,07  +0,1 
DAX-Future    26.404,00  -0,1 
MDAX       32.319,78  -0,3 
TecDAX       4.077,46  +0,2 
SDAX       18.539,34  -0,6 
Euro-Stoxx-50   6.540,08  +0,3 
Stoxx-50      5.544,29  +0,3 
XDAX       26.332,71  +0,0 
Dow-Jones     53.975,98  -0,1 
S&P-500      7.753,11  -0,1 
Nasdaq Composite 26.605,36  -0,3 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Die europäischen Aktien-Futures zeigen sich am frühen Dienstag wenig verändert, da die Märkte weiter die Entwicklungen im Nahen Osten genau beobachten. Nach der Nullnummer am Vortag wird der DAX am frühen Dienstagmorgen erneut kaum verändert bei 26.353 Punkten gesehen. Damit deutet sich zunächst einen Ausweitung der Konsolidierung an. Im Fokus stehen vor allem die für Mittwoch erwarteten Daten zur Verbraucherpreisinflation in den USA und am Donnerstag die US-Erzeugerpreisinflation. Im Vorfeld stiegen die Renditen von US-Staatsanleihen über die gesamte Laufzeitkurve an, angeführt vom langen Ende. Die Präsidentin der Federal Reserve Bank von Cleveland, Beth Hammack, erklärte, dass möglicherweise mehrere Zinserhöhungen nötig seien, um die Inflation wieder auf das Ziel von 2 Prozent der Fed zu bringen. Ihre Äußerungen bestärkten die Markterwartung einer weiteren Straffung der Geldpolitik. Aktuell preisen die Fed-Funds-Futures eine Zinserhöhung von insgesamt 32 Basispunkten für dieses Jahr ein.

Rückblick: Die europäischen Aktienmärkte haben nach den Rekordhochs in der Vorwoche am Montag einen kleine Verschnaufpause eingelegt. Während die Impulse von der Berichtssaison fehlten, kam von der Geopolitik kaum Störfeuer. Anleger hielten sich auch in Erwartung von US-Preisdaten zurück, die im Wochenverlauf veröffentlicht werden. Aryzta verloren in der Schweiz gut 11 Prozent, nachdem die Zahlen des Backwarenkonzerns enttäuscht hatten.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Kaum verändert - Gea schlossen 0,5 Prozent im Plus, nachdem die endgültigen Zahlen für das zweite Quartal im Einklang mit den vorläufigen Ergebnissen lagen, wie es von JPM Morgan hieß. Qiagen gewannen 5,5 Prozent, nachdem die Deutsche Bank das Kursziel auf 47 nach 43 Euro erhöht hatte. Aumovio (+1,9%) wurden von Bernstein auf "Outperform" hochgestuft. Nach dem sehr starken Auftragseingang von PVA Tepla (+ 0,3%) im ersten Quartal waren die Bestellungen der Monate April bis Juni zwar weiterhin solide, aber deutlich moderater, heißt es von SMC. Besonders erfreulich sei die Entwicklung im Segment Metrology gewesen. Stabilus stellten mit minus 9,1 Prozent den Verlierer am deutschen Aktienmarkt. Am Freitagabend hatte die Mitteilung des Unternehmens für einen Schock gesorgt, dass der Autozulieferer schon zum zweiten Mal seinen CFO verliert. Finanzvorstand Andreas Jaeger will schon nach zehn Monaten wieder gehen.

XETRA-NACHBÖRSE

Nach der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen und der bestätigten Prognose für das Gesamtjahr legte die Patrizia-Aktie im nachbörslichen um knapp 1 Prozent zu. Die Aktie von PNE Wind kam im Spezialistenhandel am Montagabend nochmals deutlich unter Druck. Den Impuls lieferte die Adhoc des Unternehmens, dass das Interesse an dem Wind- und Solarpark-Entwickler eher zurückhaltend sei.

USA - AKTIEN

Knapp behauptet - Die US-Börsen legten nach der Rekordserie der vergangenen Woche eine Pause ein. Zweifel an einem baldigen Ende des Nahostkonflikts ließen die Anleger vorsichtig agieren, so Händler. So ist eine Öffnung der Straße von Hormus weiter nicht in Sicht, was die Ölpreise antrieb. Dies wiederum löste Inflationssorgen aus. Die Marktteilnehmer verwiesen auch auf die Veröffentlichung der stark beachteten Verbraucherpreisdaten am Mittwoch. Auch deshalb dürften sich viele Investoren zurückgehalten haben. Unter den Einzelwerten gewannen die B-Aktien von Berkshire Hathaway 1,5 Prozent. Die Zweitquartalszahlen des Unternehmens wurden von Beobachtern als gut, aber nicht überragend bezeichnet. Intel verloren nach Ankündigung einer Kapitalerhöhung im Umfang von 15 Milliarden Dollar 4,1 Prozent. Nvidia gaben um 2,9 Prozent nach. Nvidia hat Finanzierungsvereinbarungen mit einigen der größten Firmen an der Wall Street auf die Beine gestellt. Damit sollen massive Summen aufgebracht werden, um den Kunden des Chipkonzerns bei der Finanzierung der Kosten für Rechenleistung zu helfen. Nvidia hat mit Apollo Global Management, Blackstone, Blackrock, Brookfield Asset Management, Goldman Sachs und KKR Verträge unterzeichnet, um Plattformen für die Finanzierung von Rechenleistung einzurichten, wie die Unternehmen mitteilten. Ziel ist, in den kommenden Jahren mehr als 500 Milliarden US-Dollar an externem Kapital bereitzustellen.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite  +/- Tageshoch Tagestief 
2 Jahre      4,24 +0,03    4,24    4,20 
10 Jahre     4,70 +0,04    4,70    4,64 
 

Die Renditen der US-Anleihen zogen an, weil Anleger bei den im Wochenverlauf anstehenden Preisdaten keine deutliche Abschwächung erwarteten, wie Händler sagten. Die Zehnjahresrendite stieg um 4 Basispunkte auf 4,70 Prozent.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

August 11, 2026 01:31 ET (05:31 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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