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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

FEIERTAGSHINWEIS

MONTAG: In den USA bleiben die Börsen wegen des Feiertages Labor Day geschlossen.

TAGESTHEMA

Der US-Arbeitsmarkt dürfte sich im August nach dem überraschenden Beschäftigungsrückgang im Vormonat nur schleppend erholt haben. Im Konsens rechnen Ökonomen nach dem Verlust von 23.000 Stellen im Juli für August mit einem Plus von 53.000 außerhalb der Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote dürfte bei 4,1 Prozent verharren. Für die Stundenlöhne wird eine Steigerung um 0,3 Prozent zum Vormonat und von 3,0 Prozent zum Vorjahr erwartet. Ein Sonderfaktor im August betrifft den Bereich Migration: Durch das Auslaufen des Sonderstatus "Temporary Protected Status" (TPS) Ende Juli für rund 300.000 Immigranten - insbesondere aus Haiti - könnten schätzungsweise bis zu 25.000 Beschäftigte aus der offiziellen Lohnsummenstatistik herausgefallen sein. Bei den durchschnittlichen Stundenlöhnen rechnen Ökonomen mit einem Anstieg von 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und 3,0 Prozent im Jahresvergleich. Für die Fed verkompliziert sich das Bild im Vorfeld der nächsten Ratssitzung zusehends.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

Keine relevanten Unternehmenstermine angekündigt.

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 Arbeitsmarktdaten August 
     Beschäftigung ex Agrar 
     PROGNOSE: +53.000 gg Vm 
     zuvor:  -23.000 gg Vm 
     Arbeitslosenquote 
     PROGNOSE: 4,1% 
     zuvor:   4,1% 
     durchschnittliche Stundenlöhne 
     PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+3,0% gg Vj 
     zuvor:  +0,1% gg Vm/+3,2% gg Vj 
 

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.761,75  +0,1 
E-Mini-Future Nasdaq-100  29.631,00  +0,4 
S&P/ASX 200 (Sydney)     9.019,50  -0,0 
Nikkei-225         65.037,41  +1,3 
Topix-500 (Tokio)      4.105,28  +0,1 
Kospi (Seoul)        6.695,58  +1,8 
Shanghai-Composite      3.954,52  +0,3 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.695,65  +1,9 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Die wichtigen Leitbörsen legen zu - angeführt von Technologiewerten. Händler verweisen auf günstige Vorlagen der Wall Street, wo Technologietitel ebenfalls gefragt waren. Ausgelöst hatte US-Notenbankgouverneur Christopher Waller die Nachfrage nach Technologiewerten. Denn er zerstreute Befürchtungen über eine unmittelbar bevorstehende Zinserhöhung in den USA. Damit verliert auch der nach Börsenschluss in Asien anstehende US-Arbeitsmarktbericht etwas an geldpolitischer Brisanz. Im japanischen Technologiesektor schnellen Softbank Group um 9,9 Prozent nach oben, in Südkorea steigen Samsung Electronics um 2 Prozent und SK Hynix um 3,1 Prozent. Der Yen legt unterdessen weiter deutlich zu - die japanische Währung hat in dieser Woche etwa 2,6 Prozent aufgewertet. Märkte preisen zunehmend eine mögliche Zinserhöhung der Bank of Japan bei ihrer Sitzung im September ein. An den Zinserhöhungsfantasien rütteln auch schwache Konsumausgaben in Japan im Juli nicht. In China zieht der Shanghai-Composite moderat an, der HSI in Hongkong folgt stärker den internationalen Vorgaben. Der Kurs des chinesischen Technologieriesen Alibaba rückt um 3,1 Prozent vor, Baidu um über 4 Prozent. Der S&P/ASX-200 in Australien verliert indes knapp, im australischen Leitindex spielen Technologietitel keine Rolle. Der australische Dollar legt gegenüber seinem US-Pendant zu - gestützt von der Spekulation, die US-Notenbank werde die Zinsen auf ihrer Sitzung im Monatsverlauf unverändert lassen.

WALL STREET

INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     53.686,11  +1,2  +624,16    53.061,95 
S&P-500    7.747,71  +1,1  +81,11    7.666,60 
NASDAQ Comp 26.584,06  +1,4  +366,23    26.217,83 
NASDAQ 100  29.482,32  +1,2  +338,99    29.143,33 
 
           Donnerstag Mittwoch 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,11 Mrd  1,17 Mrd 
Gewinner        1.644   1.723 
Verlierer        1.091   1.029 
Unverändert        101     90 
 

Fester - Für Kauflaune sorgte US-Notenbankgouverneur Christopher Waller mit der Aussage, eine Beibehaltung des Zinsniveaus unterstützen zu können. Waller sagte, dass die Inflation zwar weiterhin "deutlich" über dem 2-Prozentziel der Fed liege, er in den jüngsten Daten jedoch Anzeichen einer Abkühlung sehe. Am Zinsterminmarkt sank darauf die eingepreiste Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September von 70 auf 50 Prozent. Am Anleihemarkt gaben die Renditen phasensweise deutlich nach. Viele Anleger dürften dazu beim Arbeitsmarktbericht für August am Freitag auf eine Eintrübung der Beschäftigungslage gewettet haben, was ebenfalls gegen eine Anhebung der Zinsen spräche. Broadcom verloren trotz starker Drittquartalszahlen und einem ermutigenden Ausblick 2,7 Prozent. Anlegern sei gut nicht gut genug gewesen, hieß es. Nvidia stiegen um 1,8 Prozent, der Konzern kauft das KI-Startup Hugging Face für rund 13 Milliarden Dollar. Snowflake schossen um 17 Prozent nach oben, nachdem der Softwarehersteller mit den Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen und die Umsatzprognose angehoben hatte. Tesla legten um 5,4 Prozent zu. Der E-Autohersteller hat eine Veranstaltung im Zusammenhang mit seinem Cybercab angekündigt, was am Markt als wahrscheinliche kommerzielle Einführung des lang erwarteten Robotaxis interpretiert wurde. Die Aktie des Dessousherstellers Victoria's Secret stürzte nach durchwachsenen Quartalszahlen um rund 13 Prozent ab.

USA - ANLEIHEN

Rendite  +/-  Tageshoch Tagestief 
2 Jahre    4,34 -0,04    4,38    4,30 
5 Jahre    4,52 -0,03    4,54    4,47 
10 Jahre    4,77 -0,02    4,79    4,73 
30 Jahre    5,24 -0,02 
 

Die Renditen gaben nach, wobei noch stärkere Rückgänge im Tagesverlauf zum Teil wieder wettgemacht wurden. Für Abwärtsdruck sorgte Fed-Gouverneur Waller, der "endlich Zeichen einer Disinflation" ausmachte. Bei günstigen August-Inflationsdaten würde er eine Zinspause bei der September-Sitzung der US-Notenbank unterstützen, sagte er.

DEVISENMARKT

DEVISEN         zuletzt +/- %   00:00    Do, 09:44 % YTD 
EUR/USD          1,1629  +0,0   1,1624     1,1600  -1,0 
EUR/JPY          181,92  +0,5   181,10     182,31  -1,1 
EUR/GBP          0,8589  -0,1   0,8593     0,8594  -1,5 
USD/JPY          156,41  +0,4   155,79     157,11  -0,2 
USD/KRW         1.351,70  -0,3  1.356,27    1.358,00  -6,2 
USD/CNY          6,7152  -0,0   6,7181     6,7177  -4,0 
USD/CNH          6,7131  -0,1   6,7176     6,7172  -3,8 
USD/HKD          7,8403  +0,0   7,8395     7,8410  +0,8 
AUD/USD          0,7209  +0,1   0,7199     0,7172  +8,1 
NZD/USD          0,5898  +0,3   0,5881     0,5861  +2,5 
BTC/USD        80.932,64  -0,7 81.482,20    77.996,16  -7,7 
 

Der US-Dollar tendierte nach den Waller-Aussagen und mit den gesunkenen Marktzinsen leichter. Der Dollar-Index büßte 0,6 Prozent ein. Der Euro zog um 0,3 Prozent auf 1,1626 Dollar an. Unterdessen wertete der Yen zu Dollar und Euro kräftig auf. Hintergrund waren Spekulationen über mögliche Interventionen zugunsten der japanischen Devise und über baldige Zinserhöhungen.

ROHSTOFFE

METALLE

Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.470,91  -0,0   -1,95    4.472,86 
Silber           66,67  -0,4   -0,29      66,95 
Platin         1.807,32  -1,0   -18,93    1.826,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Gold profitierte von gesunkenen Marktzinsen und dem schwächeren Dollar. Die Feinunze verteuerte sich um 1,9 Prozent auf 4.471 Dollar.

ÖL

ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         91,62  +0,4    0,32      91,30 
Brent/ICE         95,56  +0,0    0,04      95,52 
 

Die Ölpreise gaben anfängliche Gewinne im späteren Verlauf wieder ab. Der Preis für ein Barrel Brentöl stieg um 0,1 Prozent auf 95,55 Dollar, nachdem er zeitweise die Marke von 97 Dollar überwunden hatte.

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

KONJUNKTUR JAPAN

Ausgaben privater Haushalte Juli -3,6% (PROGNOSE: -1,3%) gg Vorjahr

HAUSHALTSPOLITIK JAPAN

Japan wird nach Aussage von Finanzministerin Satsuki Katayama trotz Haushaltsforderungen der Ministerien in Rekordhöhe weiterhin ein Gleichgewicht zwischen fiskalischer Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum anstreben. Katayama sagte, die Summe von 143 Billionen Yen stehe im Einklang mit den Bemühungen von Premierministerin Sanae Takaichi, die Abhängigkeit von Nachtragshaushalten zu verringern.

INFLATION PHILIPPINEN

Verbraucherpreise Aug +6,1% gg Vorjahr (PROG +6,0%)

Verbraucherpreise Kernrate Aug +4,1% gg Vorjahr

ADOBE

hat Anil Chakravarthy zum neuen CEO ernannt. Chakravarthy, der in den vergangenen sechs Jahren den Geschäftsbereich Customer Experience des Unternehmens geleitet hat, werde sein Amt am 1. Dezember antreten. Er folgt auf Shantanu Narayen, der im März bekannt gegeben hatte, nach fast zwei Jahrzehnten zurückzutreten.

AMBARELLA

hat im zweiten Quartal höhere Umsätze und einen geringeren Verlust verzeichnet und verwies dabei auf ein Rekordwachstum in seinem Edge-KI-Geschäft. Der Hersteller von Halbleiterprozessoren meldete einen Verlust von 6,7 Millionen US-Dollar oder 15 Cent je Aktie verglichen mit einem Verlust von 20,0 Millionen Dollar oder 47 Cent je Aktie im Vorjahr. Bereinigt lag der Gewinn je Aktie bei 18 Cent und damit über den von Analysten erwarteten 17 Cent. Der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 108,1 Millionen Dollar. Analysten hatten einen Umsatz von 107,8 Millionen Dollar prognostiziert.

LULULEMON

hat ihre Prognose zum zweiten Mal in diesem Jahr gesenkt, nachdem die Umsätze im Amerikageschäft des Unternehmens ein weiteres Quartal rückläufig waren. Der Sportbekleidungshändler erwartet nun einen Jahresumsatz von 10,35 Milliarden bis 10,50 Milliarden Dollar. Zuvor war das Unternehmen von 11,00 Milliarden bis 11,15 Milliarden ausgegangen. Zudem senkte das Unternehmen seine Prognose für den Gewinn je Aktie auf 9,48 bis 9,73 Dollar nach zuvor 10,95 bis 11,15 Dollar für das Gesamtjahr. Im dritten Quartal soll der Umsatz bei 2,29 Milliarden bis 2,32 Milliarden Dollar liegen - unter der Analystenprognose von 2,53 Milliarden Dollar. Der Quartalsgewinn belief sich auf 329,2 Millionen Dollar oder 2,92 Dollar je Aktie verglichen mit 370,9 Millionen Dollar oder 3,10 Dollar je Aktie im Vorjahr. Der Umsatz sank um 4 Prozent auf 2,42 Milliarden Dollar und lag damit unter den von Analysten erwarteten 2,46 Milliarden Dollar.

T-MOBILE US

hat Jessica Uhl zur neuen Finanzchefin ernannt. Sie tritt die Nachfolge von Peter Osvaldik an, der in den Ruhestand geht. Wie T-Mobile US mitteilte, wird Uhl Mitte September als designierte Finanzchefin in das Telekommunikationsunternehmen eintreten und im Februar das CFO-Amt übernehmen. Osvaldik werde dann bis zu seinem geplanten Ruhestand im Juli eine strategische Beraterrolle übernehmen.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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September 04, 2026 02:06 ET (06:06 GMT)

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