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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

TAGESTHEMA

Die chinesischen Anlageinvestitionen fielen im Zeitraum von Januar bis August um 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Nationale Statistikamt mitteilte. Damit weitete sich der Rückgang gegenüber den ersten sieben Monaten des Jahres aus, in denen er bei 6,7 Prozent gelegen hatte. Von Ökonomen war ein Rückgang um 7,2 Prozent erwartet worden. Die Immobilieninvestitionen sanken in den ersten acht Monaten im Vergleich zum Vorjahr um fast 20 Prozent. Die Einzelhandelsumsätze, eine wichtige Kennzahl für Chinas Binnenkonsum, stiegen im August um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies war weniger als der Anstieg von 0,6 Prozent im Juli und verfehlte die von Ökonomen erwartete Zunahme von 0,8 Prozent. Auf Monatsbasis sank die Kennzahl um 0,13 Prozent, was auf ein angeschlagenes Vertrauen der Haushalte hindeutet. Chinas Industrieproduktion, gestützt durch eine robuste Nachfrage aus dem Ausland, überraschte mit einem Anstieg von 5,2 Prozent im August im Vergleich zum Vorjahr. Im Juli war noch ein Zuwachs von 4,5 Prozent verzeichnet worden. Ökonomen hatten für August mit einem Wachstum der Industrieproduktion von 4,7 Prozent gerechnet. Die chinesischen Immobilienpreise sind im August in einem ähnlichen Tempo weiter gefallen und bleiben eine wesentliche Belastung für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Laut Berechnungen des Wall Street Journal, die auf Daten des Nationalen Statistikamtes vom Dienstag basieren, fielen die Immobilienpreise in 70 großen chinesischen Städten im August gegenüber Juli um 0,17 Prozent. Im Juli hatte der Rückgang 0,18 Prozent betragen. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Immobilienpreise in diesen Städten im August um 3,3 Prozent, womit sich der Rückgang gegenüber dem Minus von 3,4 Prozent im Juli leicht verringerte.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

Es stehen keine wichtigen Termine auf der Agenda.

AUSBLICK KONJUNKTUR

-US 
  14:30 Empire State Manufacturing Index September 
     PROGNOSE: 11,1 
     zuvor:  20,6 
 

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.600,50  -0,3 
E-Mini-Future Nasdaq-100  29.047,25  -0,4 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.657,60  -1,1 
Topix-500 (Tokio)      4.042,87  -0,4 
Kospi (Seoul)        6.628,43  -0,8 
Shanghai-Composite      3.875,29  -0,3 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.787,32  -0,5 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Schwächer - Die asiatischen Aktienmärkte folgen damit den negativen Vorgaben der Wall Street. Dort hatte die Diskussion um eine stärkere Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI) vor allem den Technologie-Sektor belastet, was aber am Montag an den ostasiatischen Märkten bereits vorher gespielt wurde. Dazu kommen wieder steigende Ölpreise, was Inflationssorgen schürt. Brent verteuert sich um 1,7 Prozent auf 107,47 Dollar, hatte am Vortag aber auch schon fast 110 Dollar gekostet. Börsianer verweisen auf anhaltende Angriffe in der Straße von Hormus. Dazu wurden die Verhandlungen um eine Durchfahrt durch den wichtigen Handelsweg zu Wochenbeginn vertagt. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen liegt wieder über der Marke von 5,00 Prozent. Diese war am Vortag erstmals seit Oktober 2023 wieder übersprungen worden, ehe die Renditen wieder etwas sanken. Marktteilnehmer sprechen auch von Zurückhaltung im Vorfeld der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch. Eine Zinserhöhung gilt weitgehend als sicher. Wichtig dürften daneben mögliche Aussagen von US-Notenbankpräsident Kevin Warsh zum weiteren Zinspfad werden. Neue chinesische Konjunkturdaten bewegen die Börsen in Shanghai und Hongkong kaum.

WALL STREET

INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     52.421,20  -0,3  -152,09    52.573,29 
S&P-500    7.619,98  -0,5  -37,00    7.656,98 
NASDAQ Comp 26.186,41  -0,6  -146,62    26.333,04 
NASDAQ 100  29.127,16  -0,8  -241,28    29.368,44 
 
           Montag   Freitag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,18 Mrd  1,11 Mrd 
Gewinner       1.111   1.662 
Verlierer      1.649   1.079 
Unverändert       74     78 
 

Leichter - Die Indizes konnten sich im Verlauf von deutlicheren Verlusten zu Handelsbeginn wieder erholen. Den Technologiesektor, insbesondere KI-Aktien, belastete die Forderung von Anthropic-CEO Dario Amodei, die Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) zu verlangsamen. Dazu kamen als Bremser weiter steigende Ölpreise, die Inflationssorgen schürten und Zinserhöhungsspekulationen. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen erreichte im Handelsverlauf erstmals seit drei Jahren wieder die Marke von 5 Prozent. Am Zinsterminmarkt wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent eine US-Zinserhöhung am Mittwoch eingepreist. Im Chipsektor fielen Nvidia um 3,4, AMD 4,4, Qualcomm 1,0 und Intel 5,6 Prozent. Die Aktie von Corning, das die für die Verkabelung von Rechenzentren notwendigen Glasfasermaterialien herstellt, stürzte um 14 Prozent ab. Im Gegenzug ging es für die Aktien von Aktien von Cybersicherheits- und Softwareunternehmen nach oben, nachdem deren Papiere seit Monaten unter der Sorge litten, dass ihre Geschäftsmodelle durch immer neue KI-Entwicklungen- und Anwendungen untergraben werden. Unter anderem schossen Crowdstrike und Palo Alto Networks um über 13 Prozent nach oben, Workday legten wie Salesforce um 4,7 Prozent zu. Microsoft wartete mit einem Verhaltenskodex, den das Unternehmen beim Training neuer KI-Modelle anwenden will. Die Microsoft-Aktie stieg um 2 Prozent.

US-ANLEIHEN

Rendite  +/- 
2 Jahre    4,63 -0,01 
10 Jahre    4,96 -0,02 
 

Am Anleihemarkt ging es volatil zu. Zunächst stiegen die Renditen, im Zehnjahresbereich stieg die Rendite erstmals seit Oktober 2023 wieder über die Marke von 5 Prozent, fiel dann aber wieder etwas zurück - unter das Niveau vom Freitag. Allgemein wird nach den jüngsten Preisdaten und mit Blick auf den Ölpreisanstieg inzwischen erwartet, dass die US-Notenbank am Mittwoch die Zinsen auf eine Spanne zwischen 3,75 Prozent und 4 Prozent anheben wird.

DEVISEN

DEVISEN   zuletzt +/- %    0:00  Mo, 9:25 Uhr % YTD 
EUR/USD    1,1534  -0,1   1,1547     1,1554  -1,8 
EUR/JPY    178,66  +0,3   178,22     178,38  -2,9 
EUR/GBP    0,8554  +0,0   0,8552     0,8561  -1,9 
USD/JPY    154,88  +0,3   154,35     154,38  -1,1 
USD/KRW   1.355,87  +0,7  1.347,03    1.345,93  -5,9 
USD/CNY    6,7115  +0,1   6,7082     6,7073  -4,0 
USD/CNH    6,7123  +0,1   6,7086     6,7076  -3,8 
USD/HKD    7,8433  0,0   7,8435     7,8432  +0,8 
AUD/USD    0,7118  -0,3   0,7137     0,7140  +6,7 
NZD/USD    0,5755  -0,4   0,5776     0,5779  -0,0 
BTC/USD  77.385,56  -2,2 79.095,50    77.709,27 -11,8 
 

Für den Dollar ging es mit der Aussicht auf steigende Leitzinsen nach oben. "Die Kombination aus den gestiegenen Erwartungen, dass die US-Notenbank die Zinsen anheben wird, gepaart mit den hohen Ölpreisen, hat dem US-Dollar heute auf breiter Front Auftrieb gegeben", so Marktexperte Marc Chandler von Bannockburn. Der Euro kostete zuletzt im US-Handel 1,1545 Dollar.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle   zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold    4.292,09  -0,1   -5,80    4.297,89 
Silber     63,04  -0,3   -0,19      63,23 
Platin   1.770,29  +0,6   10,87    1.759,43 
 

Die sich weiter verfestigenden Aussichten auf eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank belasteten den Goldpreis. Die Feinunze reduzierte sich um 1,3 Prozent auf 4.291 Dollar.

ÖL

ROHÖL    zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex   103,39  +2,0    2,00     101,39 
Brent/ICE   107,47  +1,7    1,79     105,68 
 

Die Ölpreise legten nach dem zwischenzeitlichen Rückgang vom Freitag wieder zu. Brent kletterte um 2,3 Prozent auf 106,45 Dollar je Barrel. Im Tageshoch lag der Preis auch schon bei gut 109 Dollar. Auslöser für den Anstieg gab es mehrere. Zum einen verschob der Oman ein geplantes Treffen zwischen dem Iran und den Golfstaaten über die Zukunft der Straße von Hormu, nachdem es nicht gelungen ist, einen Konsens über die Verwaltung der strategisch wichtigen Wasserstraße zu erzielen. Zudem kontrollieren vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen offenbar nun die Meerenge Bab al-Mandab, die ebenfalls für den Welthandel von großer Bedeutung ist. Außerdem musste Saudi-Arabien eine Umgehungspipeline der Straße von Hormus stilllegen, die bei Angriffen beschädigt wurde.

MELDUNGEN SEIT MONTAG 20.00 UHR

KI

US-Präsident Donald Trump hat Forderungen nach strengeren Regulierungen für Künstliche Intelligenz (KI) zurückgewiesen. Sicherheitsbedenken tat er als Täuschung ab. Solche Vorgaben würden die Branche finanziell ruinieren und China einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, so Trump. "Die einzige Kontrolle oder 'Leitplanken', die KI braucht, ist ein STARKER UND SCHLAUER (hoher IQ!) PRÄSIDENT, und den haben die USA im Überfluss!", schrieb Trump auf Truth Social. "Es gibt eine KRANKE Verschwörung gegen KI und Rechenzentren, und der Einzige, der sich darüber freut, ist China." In einer Reihe von Beiträgen hinterfragte er, warum Branchenführer striktere Regulierungen forderten. Diese könnten das Gewerbe "in die Bedeutungslosigkeit und in den Konkurs treiben".

US-UMWELTBEHÖRDE / CO2

Die US-Umweltschutzbehörde EPA will nach eigenen Angaben einige der bisherigen Vorschriften für die CO2-Emissionen von Kraftwerken in den USA aufheben. Mit diesem Schritt werden zentrale Weichenstellungen der beiden früheren Präsidenten Obama und Biden hinsichtlich der Kohlenstoffemissionen rückgängig gemacht.

LOCKHEED MARTIN

hat den Zuschlag für eine Beteiligung an einem Raketenbauprogramm der US-Armee bekommen. Bei dem Auftrag im Volumen von1,21 Milliarden US-Dollar geht es um eine neue Präzisionsrakete für das Programm Precision Strike Missile Increment 2 Early Operational Capability.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/gos

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September 15, 2026 01:44 ET (05:44 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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