OSNABRÜCK (dpa-AFX) - Die Mediengruppe NOZ/mh:n will die Mehrheit an der regionalen Zeitungsgruppe Ostfriesland (ZGO) übernehmen. Ein entsprechender Vertrag ist unterzeichnet worden, wie NOZ/mh:n und ZGO mitteilten. Der Vertrag sieht vor, dass die Osnabrücker Mediengruppe rund 60 Prozent der Anteile an dem regionalen Verlagshaus ZGO aus Leer in Niedersachsen übernimmt. Damit die Übernahme wirksam wird, muss das Bundeskartellamt ihr zuerst zustimmen. Zunächst hatten der Branchendienst "Kress" und weitere Medien berichtet.
Zu der NOZ/mh:n-Gruppe gehören laut Website mehr als 40 Unternehmen, und sie beschäftigt mehr als 3.000 Mitarbeiter. Die Gruppe veröffentlicht unter anderem die "Neue Osnabrücker Zeitung".
ZGO: Lokale Identität bleibt erhalten
Die ZGO teilte mit, sie bleibe ein großes, eigenständiges ostfriesisches Medienhaus. "Die lokale Identität und die redaktionelle Unabhängigkeit bleiben erhalten." Arbeitsverträge blieben von der Übernahme unberührt.
NOZ/mh:n-Gruppe expandiert
Die NOZ/mh:n-Gruppe übernimmt die Anteile von der Siebe Ostendorp GmbH und der Gerhard Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, wie die ZGO mitteilte. Die verbliebenen Anteile sind demnach im Besitz von Robert Dunkmann und Dietmar Müller-Dunkmann. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.
Die NOZ/mh:n-Gruppe will mit der geplanten Übernahme weiter expandieren. Sie hatte schon im Mai angekündigt, die Mehrheit am Medienhaus BruneMettcker in Wilhelmshaven zu übernehmen.
2016 hatte NOZ Medien - so hieß die Gruppe damals - die medien holding:nord-Gruppe gekauft, zu der mehr als 30 Tageszeitungen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gehörten./lkm/DP/zb
