BERLIN (dpa-AFX) - Führende Wirtschaftsforschungsinstitute legen am Donnerstag (10 Uhr) in Berlin ihr Herbstgutachten vor. Erwartet wird, dass sie mit einem höheren Wirtschaftswachstum in Deutschland rechnen - unter anderem begründet aus den hohen Ausgaben für Verteidigung und Rüstung. Im Frühjahr hatten die Institute wegen der Auswirkungen des Iran-Kriegs für 2026 nur mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,6 Prozent gerechnet. Für das kommende Jahr hatten sie ein Wachstum von 0,9 Prozent erwartet.
Die sogenannte Gemeinschaftsdiagnose wird erstellt vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dem Ifo-Institut, dem Kiel Institut für Weltwirtschaft, dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und dem RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Essen.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) rechnet mit einem Wirtschaftsaufschwung in Deutschland. In ihrem jüngsten Wirtschaftsausblick prognostizierte die Industriestaatenorganisation für dieses Jahr ein Wachstum von 1,1 Prozent. Damit liegt ihre aktuelle Schätzung 0,4 Prozentpunkte über der Prognose vom Juni. Auch für das kommende Jahr erwartet die OECD ein Wachstum von 1,1 Prozent. Allerdings bleibe der Ausblick durch den Konflikt im Mittleren Osten mit erheblichen Unsicherheiten behaftet./lea/DP/men
