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MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

FEIERTAGSHINWEIS

DONNERSTAG: In Seoul ruht der Börsenhandel wegen der Feiertage zum Erntedankfest Chuseok.

FREITAG: In Seoul ruht der Börsenhandel wegen der Feiertage zum Erntedankfest Chuseok. In Shanghai findet wegen des Mondfests kein Börsenhandel statt.

TAGESTHEMA

Die USA und China verlängern ihren Zollfrieden bis Mitte Januar, wie Finanzminister Scott Bessent mitteilte. Damit werden höhere Zölle vermieden, die im November hätten verhängt werden sollen, falls keine Einigung erzielt worden wäre. "Wir haben heute vereinbart, dass wir das sogenannte Busan-Abkommen, die wirtschaftliche Entspannung zwischen den beiden Ländern, die am 10. November auslaufen sollte, bis zum 10. Januar verlängern werden. Dies gibt uns mehr Zeit, um zu sehen, was wir an der Wirtschaftsfront erreichen können", sagte Bessent. Die USA und China hatten sich im vergangenen Oktober nach monatelangen gegenseitigen Vergeltungsmaßnahmen, bei denen die Zölle auf viele chinesische Produkte auf fast 150 Prozent gestiegen waren, darauf geeinigt, die Zölle gegenseitig zu senken und andere Handelsbeschränkungen aufzuheben. Seitdem haben die USA weitgehend auf Maßnahmen verzichtet, die den bilateralen Handel zwischen den Nationen stören würden. Die Zölle hätten jedoch wieder auf rund 50 Prozent steigen können, wenn die Entspannung nicht verlängert worden wäre.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

Keine wichtigen Unternehmenstermine angekündigt.

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
     PROGNOSE: 201.000 
     zuvor:  196.000 
 
  14:30 Leistungsbilanz 2Q 
     PROGNOSE:  -255,0 Mrd US-Dollar 
     1. Quartal: -226,8 Mrd US-Dollar 
 
  14:30 Neubauverkäufe August 
     PROGNOSE: +1,8% gg Vm 
     zuvor:  -10,5% gg Vm 
 

ÜBERSICHT INDIZES

zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.749,00  -0,3 
E-Mini-Future Nasdaq-100  30.665,25  -0,3 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.701,90  -0,7 
Topix-500 (Tokio)      4.092,40  +0,0 
Kospi (Seoul)        Feiertag 
Shanghai-Composite      3.899,18  -1,0 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.705,06  -0,5 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Uneinheitlich - An den ostasiatischen Aktienmärkten und in Australien überwiegen am Donnerstag moderate Einbußen. Sie folgen damit der Vorgabe der Wall Street, wo nach unerwartet stark ausgefallenen Konjunkturdaten die Erwartung einer weiteren Zinserhöhung im Oktober deutlich gestiegen war. Die Marktzinsen hatten darauf kräftig angezogen, in Zehnjahresbereich auf 5,11 Prozent und damit das höchste Niveau seit 2007. Bremsend wirkt daneben der wieder deutlicher über den jüngsten Tiefs um 98 Dollar liegende Ölpreis, obgleich sich Brent-Öl in Asien sogar etwas verbilligt auf gut 102 Dollar. In Tokio geht es dagegen nach der dreitägigen Feiertagspause in einer Nachholbewegung etwas nach oben. Auch an den chinesischen Börsen kommt es zu Einbußen. Dass sich die USA und China darauf zum Auftakt des dreitägigen Staatsbesuchs von Chinas Präsident Xi Jinping darauf verständigt haben, die gegenseitige Zollpause um zwei Monate zu verlängern, um mehr Zeit für weitere Gespräche zu haben, sorgt zunächst für keinen positiven Impuls.

WALL STREET

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     51.511,59  -0,7  -352,10    51.863,69 
S&P-500    7.706,03  -0,8  -58,61    7.764,64 
NASDAQ Comp 26.936,04  -1,1  -308,24    27.244,28 
NASDAQ 100  30.470,29  -0,9  -262,10    30.732,40 
 
           Mittwoch  Dienstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,17 Mrd  1,34 Mrd 
Gewinner        577   1.334 
Verlierer      2.192   1.404 
Unverändert       56     97 
 

Schwächer - Belastend wirkten sehr stark steigende Anleiherenditen, ausgelöst von unerwartet stark ausgefallenen US-Konjunkturdaten. Die zehnjährige Rendite schoss geradezu über die Marke von 5 Prozent auf 5,11 Prozent, das höchste Niveau seit 2007. Dazu trug zusätzlich bei, dass die Ölpreise wieder anzogen. Im Blick stand ferner der Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi in den USA. Technologieaktien litten wie oft über die Bewertungsseite besonders unter dem erhöhten Zinsniveau, weil sich dadurch die in der Zukunft erwarteten und abgezinsten Gewinne verringern. Unter den Einzelwerten wurden Broadcom von Medienberichten belastet, denen zufolge China derzeit den Einsatz von Broadcom-Switches in staatlichen Rechenzentren überprüft. Die Untersuchung könnte eine informelle Empfehlung zur Folge haben, die Nutzung von Broadcom-Produkten zu reduzieren. Die Aktie verlor 2,6 Prozent. KB Home verloren nach einer Gewinnwarnung 3,0 Prozent. Die Aktie des Themenparkbetreibers Six Flags Entertainment stieg um 1,1 Prozent. Der aktivistische Investor Jana Partners dränge auf einen Verkauf des Unternehmens, berichtete das Wall Street Journal. General Mills verdiente mehr als erwartet, allerdings ging der Umsatz zurück. Der Nahrungsmittelkonzern will nun mit neuen Produkten und Marketingstrategien gegensteuern. Auch die Kosten sollen sinken. Der Kurs stieg um 1,0 Prozent.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite  +/- 
2 Jahre      4,89 +0,11 
10 Jahre     5,11 +0,15 
 

Überraschend stark ausgefallene Einkaufsmanagerindizes sorgten bei den Renditen für einen massiven Schub nach oben, weil sie der US-Notenbank Spielraum geben, gegen die weiter zu hohe Inflation vorzugehen, ohne die Wirtschaft abzuwürgen. Daneben schürten wieder steigende Ölpreise Inflationssorgen. Hinzu kam außerdem Fed-Gouverneur Michael Barr mit der Aussage, die Notenbank müsse die Zinsen weiter anheben, um die Inflation zu dämpfen. Die Zehnjahresrendite schoss um 15 Basispunkte auf 5,11 Prozent und markierte damit den höchsten Stand seit Juli 2007. Am Zinsterminmarkt erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung im Oktober von 55 auf rund 70 Prozent

DEVISEN

zuletzt +/- %     00:00    Mi, 09:14 % YTD 
EUR/USD     1,1380  NULL     1,1380     1,1422  -3,1 
EUR/JPY     180,00  -0,1     180,23     180,22  -2,2 
EUR/GBP     0,8594  +0,0     0,8593     0,8580  -1,4 
USD/JPY     158,14  -0,1     158,29     157,75  +1,0 
USD/KRW    1.368,64  +0,2    1.365,74    1.362,10  -5,0 
USD/CNY     6,7143  +0,1     6,7111     6,7067  -4,0 
USD/CNH     6,7155  +0,1     6,7107     6,7066  -3,7 
USD/HKD     7,8422  -0,0     7,8432     7,8433  +0,8 
AUD/USD     0,7034  -0,0     0,7036     0,7089  +5,4 
NZD/USD     0,5672  -0,0     0,5673     0,5703  -1,5 
BTC/USD    84.174,41  -0,1   84.230,38    86.384,48  -4,0 
 
 

Der Dollar wertete nach den starken Konjunkturdaten und im Sog der Anleiherenditen kräftig auf. nach oben. Der Euro fiel im Gegenzug auf knapp 1,1380 Dollar, das niedrigste Niveau seit Ende Juli.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
Gold    4.282,93  -0,1     -3,96    4.286,89 
Silber    64,04  -0,7     -0,43      64,47 
Platin   1.759,43  +0,5      9,41    1.750,02 
 

Der Golpreis geriet mit dem festeren Dollar und insbesondere aufgefrischten Zinserhöhungserwartungen stärker unter Druck. Die Feinunze ermäßigte sich um 1,6 Prozent auf 4.289 Dollar.

ÖL

zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    92,16  0,0      0,00      92,16 
Brent/ICE    102,54  -0,5     -0,54     103,08 
 

Das Barrel Brentöl verteuerte sich in einer Gegenbewegung auf die vorangegangenen Einbußen kräftig um 3,9 Prozent auf 103,08 Dollar. Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian hatte vor der UN-Vollversammlung gesagt, man werde sich dem US-Druck nicht beugen. Damit wurden Hoffnungen auf eine rasche diplomatische Lösung des Konflikts und der Öffnung der Straße von Hormus gedämpft.

MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 20.00 UHR

KANADA / USA

Kanadas Premierminister Mark Carney hält ein für beide Seiten vorteilhaftes Handelsabkommen zwischen Kanada und den USA weiterhin für möglich. Sein Land werde jedoch nicht seine Freiheit aufgeben, Abkommen mit der EU und anderen Teilen der Welt zu schließen, da es eine Diversifizierung seiner globalen Beziehungen anstrebe und seine nationale Souveränität schützen wolle.

KI-SICHERHEIT

Ein autonomer KI-Agent ist diesen Sommer wohl erstmals in ein Regierungsnetzwerk eingedrungen. Der australische Premierminister Anthony Albanese sagte, ein Modell von OpenAI habe auf vertrauliche Daten eines australischen Portal-Systems zugegriffen. Der Vorfall habe am 18. Juni begonnen und der Agent habe sowohl auf öffentliche als auch auf nicht-öffentliche Dateien des Gesundheitsstatistikportals des Landes zugegriffen, das Informationen wie beispielsweise Ausgaben ausweist.

BHP

setzt den Abbau im weltweit größten Kupferbergwerk Escondida in Chile nach dem Tod eines Arbeiters aus.

BOEING

Turkish Airlines kauft bis zu 150 Flugzeuge von Boeing. Es handelt sich um 100 Maschinen des Typs 737-8 sowie eine gesicherte Option auf 50 weitere 737 Max. Finanzielle Details wurden nicht genannt.

SOFTBANK GROUP

plant die Ausgabe von vorrangigen Anleihen im Wert von 11,1 Milliarden US-Dollar in den Währungen Dollar und Euro zur Finanzierung ihrer angepeilten Milliarden-Investition in OpenAI.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

September 24, 2026 01:48 ET (05:48 GMT)

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros/gos

(END) Dow Jones Newswires

September 24, 2026 01:48 ET (05:48 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.

Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.

Für Anleger könnte das zum Problem werden. Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden.

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