DJ Aktien Schweiz knapp behauptet - Lindt-Aktie nach Prognose-Senkung unter Druck
DOW JONES--Wieder steigende Renditen haben am Dienstag am schweizerischen Aktienmarkt für leichte Abgaben gesorgt. So stieg die Rendite 10-jähriger US-Anleihen um 3 Basispunkte auf 5,27 Prozent. Zwischenzeitliche moderate Abgaben konnten nicht behauptet werden. Auch die Ölpreise kamen von ihren Tagestiefs wieder zurück. Der Preis für ein Barrel der Brent lag zu Börsenschluss bei 104,50 Dollar.
Im September erreichten die Rohölexporte aus der Golfregion laut Daten von Kpler 80 Prozent des Vorkriegsniveaus. Unterdessen hat Saudi-Arabien nach einer Reparatur den Ölexport durch die Ost-West-Pipeline wieder aufgenommen, was auf eine sich verbessernde Versorgungslage hindeutet. "Dass die Ölpreise so hoch bleiben, dürfte an der Skepsis der Marktteilnehmer liegen, dass angesichts der angespannten Atmosphäre zwischen den Konfliktparteien dieses hohe Marktangebot nachhaltig sein wird", sagte Barbara Lambrecht, Rohstoffanalystin bei der Commerzbank.
Der SMI reduzierte sich um 0,2 Prozent auf 13.912 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 13 Kursgewinner und 7 -verlierer gegenüber.
Belastet wurde das Sentiment auch von den Abgaben bei den Index-Schwergewichten Nestle (-1,0%), Novartis (-0,4%) und Roche (-1,7%). Roche hat sich zwar optimistisch zu seiner Medikamenten-Pipeline geäußert, aber die von einigen erwartete Anhebung der Prognose am Vortag nicht geliefert, als der Konzern Investoren ein Update zu seinem Pharmageschäft gab, schrieben die Analysten von RBC Capital Markets in einer Research Note.
Lindt & Sprüngli hat in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal die Prognose gesenkt. Der Schokoladenhersteller teilte mit, dass er für das Gesamtjahr nun ein organisches Umsatzwachstum von 0 bis 2 Prozent erwartet, während zuvor mit einem Plus von 4 bis 6 Prozent gerechnet worden war. Dies schmälert den Ruf für zuverlässige Prognosen, so Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy. Die frühere Fähigkeit von Lindt, beständige Prognosen abzugeben, sei eine wichtige Stütze für die hohe Bewertung gewesen, ergänzte Bertschy. Die Preissetzungsmacht von Lindt werde nun auf die Probe gestellt. Die Aktie von Lindt verlor 8,4 Prozent. Im Sog ging es Barry Callebaut um 1,5 Prozent abwärts.
Dagegen stiegen die Titel von Julius Bär um 7,2 Prozent. Das Unternehmen plant den Start eines Aktienrückkaufs, nachdem die Schweizer Finanzmarktaufsicht eine Untersuchung des Kreditrisikomanagements und der Geldwäschebekämpfungsverfahren der Bank eingestellt hat.
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September 29, 2026 11:47 ET (15:47 GMT)
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