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Gold bleibt trotz der jüngsten Korrektur auf einem historisch hohen Niveau. Am Montag notierte das Edelmetall bei rund 4.350 US-Dollar je Unze. Für De.mem Limited (ISIN: AU000000DEM4) ist der Goldboom inzwischen mehr als nur eine externe Rohstoffgeschichte. Mit der Ende 2025 abgeschlossenen Übernahme von Core Chemicals hat sich der Wasser- und Abwasseraufbereitungsspezialist gezielt im australischen Goldbergbau verstärkt. Die ersten Zahlen nach der Integration fallen interessant aus: Core Chemicals steuerte im ersten Halbjahr 2026 rund 2,4 Mio. AUD Umsatz bei - nach Angaben von De.mem etwa 20 Prozent mehr als auf Basis des Umsatzniveaus vor der Übernahme. Gleichzeitig meldet das Unternehmen bereits neue Kunden. Damit wird aus der Akquisition zunehmend eine operative Wachstumsgeschichte.
Gold bleibt trotz Rücksetzer um die 4.350 Dollar
Der Goldpreis hat zuletzt deutlich geschwankt. Am 21. September fiel Spot-Gold um rund 0,6 Prozent auf etwa 4.350 US-Dollar je Unze. Belastend wirkten ein stärkerer US-Dollar und die Erwartung weiterer Zinserhöhungen durch die US-Notenbank. Seit Februar hat Gold damit rund 17 Prozent verloren, notiert mit etwa 4.350 US-Dollar je Unze aber weiterhin auf einem außergewöhnlichen Niveau.
Trotzdem bleibt das Preisniveau historisch hoch. Für Goldproduzenten bedeutet ein hoher Goldpreis grundsätzlich höhere potenzielle Erlöse je geförderter Unze, wobei tatsächliche Margen gleichzeitig von Förderkosten, Energiepreisen, Erzgehalten und anderen Faktoren abhängen. Für Zulieferer ist vor allem entscheidend, ob Minenbetreiber investieren, ihre Produktion aufrechterhalten und zusätzliche Projekte entwickeln. Genau hier wird die Entwicklung für De.mem interessant, denn das Unternehmen hat seine Position im australischen Goldsektor im vergangenen Jahr gezielt ausgebaut.
De.mem kaufte sich mitten in den Goldboom ein
Im November 2025 schloss De.mem die Übernahme von Core Chemicals Pty Ltd aus Perth ab. Das Unternehmen liefert Prozesschemikalien und Dienstleistungen an Goldminen und Raffineriekunden. Die Produkte werden unter anderem eingesetzt, um Goldgewinnung und Rückgewinnung aus Raffinerierückständen zu optimieren. Für Core Chemicals zahlte De.mem eine Gegenleistung von insgesamt bis zu rund 2,68 Mio. AUD. Zum Zeitpunkt der Akquisition erwirtschaftete Core Chemicals rund 4 Mio. AUD Jahresumsatz und etwa 730.000 AUD Vorsteuergewinn. De.mem begründete den Kauf ausdrücklich mit der stärkeren Positionierung im boomenden Goldsektor und den Möglichkeiten für Cross-Selling innerhalb der bestehenden Kundenbasis.
Die strategische Logik geht dabei über Spezialchemikalien hinaus. De.mem bietet Bergbaukunden bereits Wasser- und Abwasseraufbereitung, Pumpen, Membranen, Wartung und weitere Verbrauchsmaterialien an. Mit Core Chemicals kommt ein zusätzliches Produktportfolio hinzu, das regelmäßig im laufenden Minenbetrieb benötigt wird.
2,4 Millionen Umsatz - und bereits rund 20 Prozent Wachstum
Die Halbjahreszahlen 2026 liefern nun erstmals einen konkreteren Hinweis darauf, wie sich die Akquisition entwickelt. Core Chemicals steuerte im ersten Halbjahr rund 2,4 Mio. AUD Umsatz zum De.mem-Konzern bei. Nach Angaben des Unternehmens entspricht das einem Wachstum von ungefähr 20 Prozent gegenüber dem Umsatzniveau vor der Übernahme. Noch interessanter ist die Entwicklung der Kundenbasis. De.mem erklärte im Juni-Quartalsbericht, seit Abschluss der Core-Chemicals-Akquisition bereits neue Kunden gewonnen zu haben. Gleichzeitig werden Produkte aktiv weiteren potenziellen Kunden angeboten. Das Unternehmen sieht darin einen Beleg für die Cross-Selling-Möglichkeiten innerhalb der vergrößerten Gruppe.
Genau diese Entwicklung ist für die Investmentstory entscheidend. Die Akquisition sollte nicht nur zusätzlichen Umsatz einkaufen, sondern De.mem Zugang zu weiteren Minenkunden verschaffen. Wenn bestehende Core-Chemicals-Kunden künftig beispielsweise auch Pumpen, Wassertechnik oder Wartungsleistungen von De.mem beziehen - und bestehende De.mem-Kunden zusätzliche Chemikalien einsetzen -, könnte der Umsatz pro Kunde steigen.
33 Goldminen waren erst der Ausgangspunkt
Bereits zum Zeitpunkt der Übernahme war die Kundenbasis erheblich. Core Chemicals belieferte nach Angaben von De.mem 18 Goldminen in Western Australia, während De.mem selbst bereits 15 australische Goldminen zu seinen Kunden zählte. Zusammen kam die Gruppe damit zunächst auf 33 Goldminenkunden. De.mem stellte dieser Kundenbasis einen deutlich größeren potenziellen Markt gegenüber. Nach den vom Unternehmen verwendeten Marktdaten gibt es rund 175 Goldminen in Australien. Zum Zeitpunkt der Übernahme wurden damit 142 dieser Minen weder von De.mem noch von Core Chemicals beliefert.
Natürlich lässt sich daraus kein automatisches Umsatzpotenzial ableiten. Nicht jede Mine benötigt dieselben Produkte, bestehende Lieferantenbeziehungen müssen berücksichtigt werden und De.mem steht im Wettbewerb mit anderen Anbietern. Die Zahlen verdeutlichen aber, weshalb das Unternehmen die Übernahme nicht nur als Ergebnisbeitrag, sondern als Plattform für weiteres Wachstum betrachtet. Hinzu kommt die geografische Positionierung: Western Australia ist eine der wichtigsten Goldregionen der Welt und inzwischen auch für De.mem selbst ein zentraler Markt. Im ersten Halbjahr 2026 wurden rund 49 Prozent des Konzernumsatzes dort erwirtschaftet.
Core Chemicals verändert die De.mem-Story
Die Akquisition ist auch deshalb interessant, weil sie De.mem weniger abhängig vom klassischen Verkauf neuer Wasseraufbereitungsanlagen macht. Spezialchemikalien werden im laufenden Produktionsprozess verbraucht und müssen entsprechend regelmäßig nachbestellt werden. Dasselbe gilt für andere Teile des De.mem-Portfolios wie Membranen, Filter und bestimmte Pumpen- und Wartungsleistungen. Mehr als 90 Prozent der Konzernumsätze stammten im ersten Halbjahr 2026 aus wiederkehrenden Geschäftsbereichen. Der Umsatz der Gruppe stieg gleichzeitig um 26 Prozent auf 17,6 Mio. AUD, während die Zahlungseingänge um 28 Prozent auf 20,0 Mio. AUD zunahmen. Das bereinigte EBITDA erreichte 1,582 Mio. AUD nach 556.000 AUD im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Profitabilitätshistorie bleibt allerdings noch relativ kurz. 2025 war das erste vollständige Kalenderjahr, in dem De.mem ein positives bereinigtes EBITDA erzielte. Gerade deshalb wird entscheidend sein, ob die Integration von Core Chemicals und das Cross-Selling nachhaltig zu weiterem profitablen Wachstum beitragen können.
Hoher Goldpreis garantiert De.mem noch kein Wachstum
Auch bei dieser Story ist eine klare Abgrenzung notwendig. Ein Goldpreis von rund 4.350 US-Dollar bedeutet nicht automatisch höhere Umsätze für De.mem oder Core Chemicals. Entscheidend sind Produktionsmengen, Kundenbeziehungen, Ausschreibungen und die Nachfrage nach den jeweiligen Produkten. Auch die bisher gemeldeten rund 20 Prozent Wachstum bei Core Chemicals sollten nicht einfach unbegrenzt fortgeschrieben werden. Es handelt sich um die Entwicklung im ersten Halbjahr nach der Integration und damit um einen vergleichsweise kurzen Beobachtungszeitraum. Positiv ist allerdings, dass De.mem bereits neue Kunden meldet. Damit gibt es erstmals einen operativen Hinweis darauf, dass die Übernahme tatsächlich zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten eröffnen könnte. Ob daraus dauerhaft höhere Wachstumsraten entstehen, müssen die kommenden Quartale zeigen.
Fazit: Aus dem Goldboom wird für De.mem eine eigene Wachstumsgeschichte
Der Goldpreis bleibt mit rund 4.350 US-Dollar je Unze auf einem außergewöhnlich hohen Niveau. Für De.mem ist das inzwischen unmittelbar relevanter als noch vor einem Jahr. Mit Core Chemicals hat sich das Unternehmen gezielt Zugang zu einem größeren Kundenstamm im australischen Goldbergbau verschafft. Die ersten Zahlen nach der Übernahme sind vielversprechend: 2,4 Mio. AUD Umsatz im ersten Halbjahr und rund 20 Prozent Wachstum gegenüber dem Umsatzniveau vor der Akquisition. Gleichzeitig hat De.mem bereits neue Kunden gewonnen und versucht, innerhalb der kombinierten Kundenbasis zusätzliche Produkte zu verkaufen. Damit verändert sich die Investmentstory. De.mem bleibt ein Spezialist für Wasser- und Abwasseraufbereitung, baut daneben aber ein breiteres Geschäft mit Pumpen, Chemikalien, Verbrauchsmaterialien und langfristigen Dienstleistungen auf. Gerade im Goldbergbau können daraus wiederkehrende Kundenbeziehungen entstehen.
Ob Core Chemicals langfristig zum bedeutenden Wachstumstreiber wird, muss sich noch zeigen. Doch während Gold auf historisch hohem Niveau notiert, liefert die jüngste Übernahme von De.mem Limited (ISIN: AU000000DEM4) inzwischen erste operative Hinweise darauf, dass die Strategie aufgehen könnte.
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De.mem
ISIN: AU000000DEM4
https://www.demembranes.com
Land: Australien
Quellen:
Reuters - Gold falls on rising odds of Fed rate hike, stronger dollar, 21. September 2026
https://www.reuters.com/world/india/gold-eases-firmer-dollar-profit-taking-mideast-conflict-focus-2026-09-21/
De.mem Limited - Consolidated Interim Financial Report - 30 June 2026, 27. August 2026
https://financialfilings.com/filings/demem-limited/interim-quarterly-report/2026/57644184/
De.mem Limited - June Quarter 2026 - Strong contribution of Western Australian business including Core Chemicals
https://financialfilings.com/filings/demem-limited/interim-quarterly-report/2026/49596450/
De.mem Limited - Acquisition of Core Chemicals to increase exposure to surging gold mining sector, 17. Oktober 2025
https://demembranes.com/wp-content/uploads/2025/10/Core-Chemicals-release.pdf
De.mem Limited - Core Chemicals Acquisition Presentation, Oktober 2025
https://demembranes.com/wp-content/uploads/2025/10/Core-Chemicals-presentation.pdf
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