DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
SEFE - Die Bundesregierung startet die Privatisierung der einstigen Gazprom-Tochter Sefe, wie die Börsen-Zeitung berichtet. Das Bundeswirtschaftsministerium habe dazu Kanzleien aufgefordert, sich auf die "Rechtsberatung zur Reprivatisierung der SEFE GmbH" zu bewerben, dies gehe aus den Ausschreibungsunterlagen hervor, in die die Börsen-Zeitung Einblick hat. Der Zuschlag soll demnach bis spätestens 1. November erteilt werden. Gleichzeitig bewerben sich nach Informationen der Zeitung auch Investmentbanken bei der KfW auf die Privatisierung, die Bewertung des Berliner Unternehmens werde auf 6 Milliarden Euro geschätzt, den Betrag, den der Bund in Rettung und Verstaatlichung von Sefe nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine investiert hat. Geplant sei ein Dual-Track-Verfahren, das entweder in Verkauf oder Börsengang münde. Um eine Kapitalerhöhung von 2 Milliarden Euro kümmere sich die Investmentbank Lazard. (Börsen-Zeitung)
SCHNEIDER ELECTRIC/PTC - Schneider Electric steht laut Financial Times kurz vor der Übernahme des US-amerikanischen Anbieters von Konstruktionssoftware, PTC, im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar. Die potenzielle Transaktion würde das Angebot von Schneider an Softwarelösungen stärken, die Hersteller bei der Konstruktion industrieller Produkte und der Erstellung technischer Spezifikationen unterstützen können. Eine Einigung könnte bereits am Montag bekannt gegeben werden, obwohl die Gespräche zwischen den beiden Unternehmen noch andauerten und keine Gewissheit bestehe, dass sie zu einem Abschluss führen würden, berichtet die Zeitung mit Verweis auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. (Financial Times)
VOLKSWAGEN - Volkswagen untersucht das Problem hinter seinem jüngsten Millionenrückruf bereits seit Oktober 2024. Das gehe aus einem Bericht an die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hervor, berichtet das Handelsblatt am Samstag. Damals sei der erste Fall einer korrodierten Befestigungsschraube am Lenkgetriebe bekannt geworden, im September 2026 habe der Konzern den Defekt schließlich als potenziell sicherheitsrelevant eingestuft und den Rückruf beschlossen. Weltweit seien konzernweit 4,64 Millionen Fahrzeuge der Marken Volkswagen, Audi, Skoda und Seat potenziell betroffen. Volkswagen betont gegenüber der Zeitung, dass für die Untersuchungen zunächst nur wenige einzelne Schadensfälle vorgelegen hätten und bis heute kein Personenschaden bekannt sei. (Handelsblatt)
IKB - Der Finanzinvestor Lone Star erwartet ab dieser Woche mehrere verbindliche Offerten für seine Mittelstandsbank IKB. Das berichtet das Handelsblatt mit Verweis auf verschiedene mit dem Thema vertraute Personen. Der geplante Verkauf des Düsseldorfer Instituts geht damit in die entscheidende Phase. Als Interessenten hätten unter anderem die französische Großbank Crédit Agricole und die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) ihr Interesse angemeldet. Interessenten hätten signalisiert, einen Preis näher am Buchwert bieten zu wollen als Helaba, die laut Bloomberg rund 600 Millionen Euro bieten wolle und damit deutlich unter dem Buchwert von 958 Millionen Euro liege. Lone Star, Helaba, Crédit Agricole und IKB wollten sich zum Verkaufsprozess gegenüber der Zeitung nicht äußern. (Handelsblatt)
UBER/DEUTSCHLAND - Uber-Chef Dara Khosrowshahi sieht gute Wachstumschancen in Deutschland. Er verspricht sich auch von der Delivery-Hero-Übernahme viel und will in Kürze das Robotaxi-Pilotprojekt in München starten. "Der deutsche Markt ist jetzt einer unserer wichtigsten Märkte", sagte der Manager der US-Mobilitäts- und Lieferfirma im Interview mit dem Handelsblatt, "und er wird immer wichtiger." Zehntausende Fahrer, Taxifahrer und Kuriere seien inzwischen in Deutschland auf der Plattform und mehr als 20.000 Händler. Vergleiche man den Anteil der Uber-Nutzer in Deutschland an der Gesamtbevölkerung etwa mit dem in Großbritannien, betrage er hierzulande weniger als ein Fünftel des Anteils. "Delivery Hero verfügt über hervorragende Talente", sagt Khosrowshahi, der in der vergangenen Woche die Firmenzentrale des Unternehmens in Berlin besucht hat. Das Team in Berlin sei stark, der Konzern habe 2 Milliarden Euro Investitionen ins Deutschlandgeschäft, Mitarbeiter und weitere Kooperationen zugesagt. Die Zentrale in Berlin werde "künftig für unsere Technologie und unsere lokale Strategie eine wichtige Rolle spielen". (Handelsblatt)
GALERIA - Bernd Beetz, Miteigentümer der insolventen Warenhauskette Galeria, kritisiert die Geschäftsführung um Tilo Hellenbock für den Insolvenzantrag und fordert einen schnellen Umbau der Warenhauskette. Er halte die Insolvenz "grundsätzlich für vermeidbar. Die Gesellschafter hätten Galeria in einer schwierigen Lage übernommen und viel Zeit, Energie und eigenes Kapital investiert, um dem Unternehmen eine Zukunft zu geben. Entscheidend wäre gewesen, die notwendige Transformation konsequenter und schneller umzusetzen", sagte Beetz der Bild-Zeitung. Dafür brauche es "insbesondere ein stringentes Warenmanagement, eine klare Sortimentsstrategie und eine deutlich stärkere Kundenorientierung. Beetz, der rund 25 Prozent von Galeria besitzt, zeigte sich optimistisch: "Ein Warenhaus kann auch heute erfolgreich sein - aber nur, wenn es sich deutlich vom Wettbewerb abhebt und operativ exzellent geführt wird." Personelle Entscheidungen müssten jetzt "anhand der Frage getroffen werden, wer das größte Vertrauen von Gläubigern, Mitarbeitern, Lieferanten und möglichen Investoren genießt". (Bild-Zeitung)
GALERIA - Der Handelsexperte der Hochschule Niederrhein, Gerrit Heinemann, sieht wenig Chancen für einen Neustart von Galeria. "Galeria hat weder vom Geschäftsmodell noch von der wirtschaftlichen Situation sowie insbesondere dem Insolvenzrecht her eine Chance. Da die vorherige Insolvenz noch nicht abgeschlossen war, darf kein Insolvenzgeld sowie auch kein Massekredit gezahlt werden", sagte Heinemann der Rheinischen Post. Das Unternehmen äußerte sich nicht zum Thema Insolvenzgeld. Heinemann wirft dem Warenhauskonzern vor, Insolvenzen zum Geschäftsmodell zu machen. In Insolvenzen verzichten Gläubiger und Vermieter oft auf Geld, Arbeitsagenturen zahlen Insolvenzgeld. Carsten Kortum, Handelsexperte der Hochschule Heilbronn, fordert eine Verschärfung des Insolvenzrechts. "Es stellt sich nach der vierten Wiederholung die Frage, ob das Insolvenzrecht in der jetzigen Form nachjustiert werden müsste. Zumindest bei Insolvenzen in Eigenregie, wo das alte Management am Ruder bleibt", so Kortum. "Beschäftigte, Lieferanten und Vermieter können nicht dauerhaft die Last einer ausbleibenden Sanierung tragen." (Rheinische Post)
DEUTSCHE BAHN - Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) begrüßt die Ankündigung der Bahn, das Familienticket wieder einzuführen. Dieses Angebot müsse nun dauerhaft gelten, sagte er der Bild-Zeitung. "Ich halte es für den richtigen Schritt, dass die Deutsche Bahn dies nun dauerhaft umsetzt", sagte Bilger. Gerade angesichts hoher Spritpreise sei das Familienticket ein starkes Signal für klimafreundliche Mobilität auf der Schiene. Bahn-Chefin Evelyn Palla hatte der Bild am Sonntag gesagte, das Familienticket der Deutschen Bahn soll dauerhaft angeboten werden. Eine Hin- und Rückfahrt für Familien kostet demnach 99,99 Euro inklusive ICE-Reservierung. (Bild-Zeitung), (Bild am Sonntag)
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October 05, 2026 01:19 ET (05:19 GMT)
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