Bad Berka (ots) -
Am Herzzentrum der Zentralklinik Bad Berka wird seit rund zwei Wochen ein neuartiges Verfahren zur Therapie von Vorhofflimmern eingesetzt. Drei Patienten mit anhaltendem Vorhofflimmern und deutlich erweiterter linker Vorkammer erhielten - ohne Einsatz der Herzlungenmaschine - eine komplett thorakoskopische minimalinvasive chirurgische Ablation und einen Herzohrverschluss. Als eines der wenigen Zentren in Deutschland hat das Herzzentrum der Zentralklinik erstmals dieses neuartiges Verfahren eingesetzt.
Die Behandlung von Vorhofflimmern hat sich in den letzten Jahren von einer medikamentösen antiarrhythmischen Therapie zur Ablation (Verödung des Ursprungsorts der Rhythmusstörung) entwickelt. Diese lässt sich bei anfallsweise auftretendem Vorhofflimmern inzwischen sehr gut mit Katheter Technik durchführen. Sehr viel schwieriger ist nach wie vor die Behandlung von anhaltendem Vorhofflimmern und fortgeschrittener struktureller Herzerkrankung.
"Das Verfahren setzt voraus, dass Herzchirurgen, Kardiologen und Rhythmologen sehr gut miteinander arbeiten. Diese gute interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit leben wir in Bad Berka. Ich bin sehr stolz, unseren Patienten diese hochspezialisierte Ablation anbieten zu können. Wir schließen damit die therapeutische Lücke für die Patienten, bei denen eine Katheter Ablation nicht effektiv genug ist, bei denen aber eine Ablation am offenen Herzen mit Herzlungenmaschine noch nicht notwendig ist", erklärt Dr. Marco Mierzwa, Leitender Oberarzt an der Klinik für Kardiochirurgie des Herzzentrums der Zentralklinik.
Bei dem Verfahren werden operativ zentimeterkleine Zugänge an der Brustseitenwand gesetzt. Anschließend wird von außen am schlagenden Herzen mit optischer Kameraunterstützung eine Isolation der Hinterwand des linken Vorhofs und der Lungenvenen erreicht, um das erneute Auftreten des Vorhofflimmerns zu verhindern. In der selben Operation wird auch das linke Vorhofohr verschlossen, welches die häufigste Quelle von Blutgerinnseln ist, die zu Schlaganfälle im Rahmen der Rhythmusstörung führen können.
1,8 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Vorhofflimmern, die Rhythmusstörung geht mit teilweise erheblicher Symptomatik einher und ist eine der häufigsten Ursachen für eine Krankenhauseinweisung in Deutschland (im Jahr 2024 waren es laut Herzbericht 360.000 Patienten).
Die zum Verbund der RHÖN-KLINIKUM AG gehörende Zentralklinik Bad Berka zählt mit ihren 21 Fachkliniken und Fachabteilungen sowie ihrer über 120-jährigen Geschichte zu den großen Thüringer Kliniken. Jährlich werden hier rund 40.000 Patienten behandelt, 1.800 Mitarbeitende sind an der Klinik beschäftigt. www.zentralklinik.de
Pressekontakt:
Zentralklinik Bad Berka
Anke Geyer | Medien und Kommunikation
T. +49 361 78928019 | presse@zentralklinik.de
Original-Content von: RHÖN-KLINIKUM AG, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/109212/6364766
Am Herzzentrum der Zentralklinik Bad Berka wird seit rund zwei Wochen ein neuartiges Verfahren zur Therapie von Vorhofflimmern eingesetzt. Drei Patienten mit anhaltendem Vorhofflimmern und deutlich erweiterter linker Vorkammer erhielten - ohne Einsatz der Herzlungenmaschine - eine komplett thorakoskopische minimalinvasive chirurgische Ablation und einen Herzohrverschluss. Als eines der wenigen Zentren in Deutschland hat das Herzzentrum der Zentralklinik erstmals dieses neuartiges Verfahren eingesetzt.
Die Behandlung von Vorhofflimmern hat sich in den letzten Jahren von einer medikamentösen antiarrhythmischen Therapie zur Ablation (Verödung des Ursprungsorts der Rhythmusstörung) entwickelt. Diese lässt sich bei anfallsweise auftretendem Vorhofflimmern inzwischen sehr gut mit Katheter Technik durchführen. Sehr viel schwieriger ist nach wie vor die Behandlung von anhaltendem Vorhofflimmern und fortgeschrittener struktureller Herzerkrankung.
"Das Verfahren setzt voraus, dass Herzchirurgen, Kardiologen und Rhythmologen sehr gut miteinander arbeiten. Diese gute interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit leben wir in Bad Berka. Ich bin sehr stolz, unseren Patienten diese hochspezialisierte Ablation anbieten zu können. Wir schließen damit die therapeutische Lücke für die Patienten, bei denen eine Katheter Ablation nicht effektiv genug ist, bei denen aber eine Ablation am offenen Herzen mit Herzlungenmaschine noch nicht notwendig ist", erklärt Dr. Marco Mierzwa, Leitender Oberarzt an der Klinik für Kardiochirurgie des Herzzentrums der Zentralklinik.
Bei dem Verfahren werden operativ zentimeterkleine Zugänge an der Brustseitenwand gesetzt. Anschließend wird von außen am schlagenden Herzen mit optischer Kameraunterstützung eine Isolation der Hinterwand des linken Vorhofs und der Lungenvenen erreicht, um das erneute Auftreten des Vorhofflimmerns zu verhindern. In der selben Operation wird auch das linke Vorhofohr verschlossen, welches die häufigste Quelle von Blutgerinnseln ist, die zu Schlaganfälle im Rahmen der Rhythmusstörung führen können.
1,8 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Vorhofflimmern, die Rhythmusstörung geht mit teilweise erheblicher Symptomatik einher und ist eine der häufigsten Ursachen für eine Krankenhauseinweisung in Deutschland (im Jahr 2024 waren es laut Herzbericht 360.000 Patienten).
Die zum Verbund der RHÖN-KLINIKUM AG gehörende Zentralklinik Bad Berka zählt mit ihren 21 Fachkliniken und Fachabteilungen sowie ihrer über 120-jährigen Geschichte zu den großen Thüringer Kliniken. Jährlich werden hier rund 40.000 Patienten behandelt, 1.800 Mitarbeitende sind an der Klinik beschäftigt. www.zentralklinik.de
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