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MÄRKTE EUROPA/Wenig bewegt - Politik sorgt für Akzente

DJ MÄRKTE EUROPA/Wenig bewegt - Politik sorgt für Akzente

DOW JONES--Der europäische Aktienmarkt hat sich am Montag nur wenig bewegt. Am Umfeld hatte sich wenig geändert: Brent notierte zu Wochenbeginn weiter über 100 Dollar das Fass, während 10-jährige US-Benchmarkanleihen mit hohen 5,32 Prozent rentierten. Dazu kamen die Sorgen um die finanzielle Stabilität in Frankreich. Letzteres setzte vor allem dem Euro zu, die Auswirkungen auf die Aktienmärkte hielten sich aber in Grenzen. Daneben hatte die spanische Minderheitsregierung unter Pedro Sanchez am Wochenende nicht ganz überraschend das Handtuch geworfen. Die Ankündigung vorgezogener Wahlen auf den 29. November stieß an der spanischen Börse aber auf ein positives Echo.

Die Bekanntgabe des ISM-Index für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe in den USA setzte keine Akzente. Dieser ist im September leicht gefallen auf 54,9 und verfehlte damit die Erwartung von 55,0 knapp. Er blieb damit aber solide im expansiven Bereich.

Der DAX gewann 0,1 Prozent auf 25.254 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um ebenfalls 0,1 Prozent - auf 6.242 nach oben. Der Euro fiel um 0,4 Prozent auf 1,1208 Dollar zurück. Die Sorgen wegen der angespannten Haushaltslage in Frankreich nahmen zu. Der vielbeachtete Spread zwischen 10-jährigen französischen und deutschen Staatsanleihen hatte am Freitag mehr als 160 Basispunkte erreicht - und war damit höher als zu Zeiten der Schuldenkrise in der Eurozone. Zum Wochenstart lief die Zinsdifferenz wieder etwas zusammen. An der französischen Börse ging es mit den Aktienkursen um 0,8 Prozent nach unten.

Dagegen stieg der Ibex in Madrid um 1,1 Prozent. Eine absolute Mehrheit von PP und Vox ist nach Einschätzung von JP Morgan ein plausibles Wahlergebnis. Nach Einschätzung der Analysten wird ein breiter Konsolidierungstrend bestehen bleiben. Der Politikmix dürfte sich jedoch erheblich vom Ansatz des Mitte-Links-Blocks unterscheiden, mit einem stärkeren Fokus auf Ausgabenzurückhaltung, Steuersenkungen und potenziell höheren Verteidigungsausgaben. Während der Euroskeptizismus von Vox gelegentlich zu Reibereien mit Brüssel führen könnte, dürfte das Gesamtverhältnis Spaniens zur EU unter einer PP-geführten Regierung voraussichtlich konstruktiv bleiben.

Mit Aufschlägen von 4,5 Prozent führten Banco Santander die Gewinnerliste unter den Bankentiteln in Europa mit weitem Abstand an. Stützend dürften nicht nur spanische Neuwahlen gewirkt haben, sondern insbesondere der Verlauf der brasilianischen Präsidentschaftswahlen. Dort hat Flavio Bolsonaro, Sohn des inhaftierten früheren Präsidenten Jair Bolsonaro, laut Hochrechnungen die erste Wahlrunde vor dem amtierenden Präsidenten Lula da Silva klar gewonnen. Am 25. Oktober findet nun ein zweiter Wahlgang zwischen den beiden Kontrahenten statt. Bolsonaro dürfte einen wirtschaftsfreundlicheren Kurs als Lula fahren, so die Erwartung. Santander ist stark in Brasilien engagiert.

Schneider Electric sackten in Paris um 10 Prozent ab angesichts einer Milliardenübernahme. Die industrielle Logik hinter dem Kauf des US-Softwareunternehmens PTC kam aber gut an. Mit über 20 Milliarden Dollar wäre es die größte Übernahme in der Firmengeschichte von Schneider. "Allerdings steht die Bewertung von Industriesoftware-Werten aufgrund von KI-Bedenken unter Druck, und obwohl wir dies für weitgehend unbegründet halten, ändert es nichts an der Tatsache, dass sich Schneiders-Risikoprofil gegenüber diesen Bedenken dadurch erhöhen wird", hieß es bei RBC. Zudem dürfte die Integration kompliziert werden und der Markt werde voraussichtlich auch die Diskussionen über die Kapitalallokation neu aufrollen.

Nach neuen Mittelfristzielen zogen Air Liquide um 0,4 Prozent an. Das Margenziel übertreffe die Erwartungen, hieß es bei Jefferies. Das Industriegaseunternehmen strebe bis 2030 ein jährliches Wachstum des Gewinns je Aktie von durchschnittlich 10 Prozent an, während gleichzeitig eine Verbesserung der Marge um 400 bis 600 Basispunkte angestrebt werde. Die Konsenserwartungen für das Margenwachstum lägen derzeit bei rund 360 Basispunkten, merkten sie an.

Deutsche Autoaktien hielten sich gut zu Wochenbeginn. Continental gewannen 1,3 Prozent, nachdem Morgan Stanley die Aktie auf "Overweight" erhöht hatte. Dass der Ifo-Branchenindex der Autohersteller überraschend düster ausgefallen war, belastete nicht. Nach den jüngsten Erholungszeichen wie den erholten Exporterwartungen während der Sommermonate brach er nun ein. Die Unternehmen bewerteten ihre Geschäftslage deutlich schlechter als im August und rechnen mit einer sinkenden Ertragslage. Mercedes-Benz gewannen 1,2 Prozent und VW 1,6 Prozent. Rheinmetall rückten 2,4 Prozent vor und waren Tagesgewinner im DAX. Dabei dürfte es sich um eine technische Gegenbewegung gehandelt haben. Das fundamentale Umfeld blieb schwierig für die Aktie.

In Kopenhagen ging es für Novo Nordisk um 0,8 Prozent nach unten. Der Pharmariese hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Mitteilung erhalten, dass die Prüfung des Wirkstoffs Denecimig zur Behandlung von Hämophilie A noch andauere.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.242       +0,1          +7,7 
Stoxx-50        5.321       +0,4          +7,7 
Stoxx-600        634       +0,4          +6,6 
DAX          25.254       +0,1          +3,0 
FTSE-100 London    10.462       +0,3          +5,3 
CAC-40 Paris      7.897       -0,8          -3,1 
AEX Amsterdam     1.117       +0,6         +17,4 
ATHEX-20 Athen     6.757       +0,1         +26,3 
BEL-20 Brüssel     5.506       -0,1          +8,4 
BUX Budapest     140.050       +1,3         +26,1 
OMXH-25 Helsinki    6.416       -0,3         +12,5 
OMXC-20 Kopenhagen   1.506       -0,5          -6,4 
PSI 20 Lissabon    9.417       -0,7         +14,0 
IBEX-35 Madrid    19.085       +1,1         +10,3 
FTSE-MIB Mailand   50.483       +0,7         +12,3 
OBX Oslo        1.971       +0,3         +23,4 
PX Prag        2.616       +0,8          -2,6 
OMXS-30 Stockholm   3.261       -0,1         +13,1 
WIG-20 Warschau   156.544       +1,4         +31,6 
ATX Wien        6.718       +0,4         +26,1 
SMI Zürich       13.661       +0,3          +3,0 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 18:59 
EUR/USD          1,1208  -0,4  -0,0045     1,1253   1,1256 
EUR/JPY          177,11  -0,3  -0,5000     177,61  177,6800 
EUR/CHF          0,9318  -0,1  -0,0008     0,9326   0,9333 
EUR/GBP          0,8481  -0,2  -0,0015     0,8496   0,8505 
USD/JPY          157,99  +0,1  0,1600     157,83  157,8300 
GBP/USD          1,3212  -0,2  -0,0029     1,3241   1,3231 
USD/CNY          6,7045  +0,0  0,0015     6,7045   6,7045 
USD/CNH          6,7057  -0,0  -0,0004     6,7061   6,7060 
AUS/USD          0,6966  +0,2  0,0013     0,6953   0,6948 
Bitcoin/USD      85.206,79  -0,7  -608,27    85.815,06 85.179,46 
 
ROHÖL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         90,20  -1,0   -0,91      91,11 
Brent/ICE         101,23  -1,0   -1,02     102,25 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.132,45  -0,2   -9,89    4.142,34 
Silber           61,11  +1,2   0,71      60,39 
Platin         1.713,60  +0,9   15,23    1.698,37 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

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October 05, 2026 12:08 ET (16:08 GMT)

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KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
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