Osnabrück (ots) -
Vor dem am Mittwoch tagenden Koalitionsausschuss hat der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vor einer weiteren Verschleppung dringender Wirtschaftsreformen gewarnt. "Die Bundesregierung steht vor dem Treffen des Koalitionsausschusses mit dem Rücken zu Wand. Doch anstatt sich am Riemen zu reißen, sind Teile der SPD beim Thema Arbeitszeitflexibilisierung schon wieder damit beschäftigt, rote Linien zu pinseln", sagte BVMW-Bundesgeschäftsführer Christoph Ahlhaus im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz). Er betonte gegenüber noz weiter: "Wir haben keine Zeit mehr und auch keine Alternativen zu dieser Bundesregierung. Deutschlands Zukunft darf nicht im Koalitionsgezänk verdaddelt werden."
Hintergrund ist eine Blitzumfrage des BVMW, an der rund 1000 Mittelständler teilgenommen haben. Die Umfrage liegt noz vor. Demnach sprechen drei Viertel der Befragten (75 Prozent) der Bundesregierung die Fähigkeit ab, die angekündigten Reformen zur Belebung der Wirtschaft umzusetzen. Gleichzeitig erwarten 63 Prozent der Befragten neuen Streit in der Koalition. Nur knapp jeder Dritte (31 Prozent) glaubt daran, dass sich die Regierungspartner auf ein gemeinsames Maßnahmenpaket einigen werden.
Bei den konkreten Forderungen nach schnellen und pragmatischen Hilfen für die Wirtschaft liegt der Hauptfokus der Unternehmer auf dem Thema Energie. Fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) spricht sich dafür aus, als wichtigste Sofortmaßnahme eine vollumfängliche Senkung der Stromsteuer für alle durchzusetzen. Auf dem zweiten Platz folgt mit 17 Prozent der Wunsch nach einer schnelleren Entlastung bei den Unternehmenssteuern: Demnach soll die bisher erst ab 2028 geplante Senkung der Körperschaftssteuer vorgezogen werden. Eine Flexibilisierung der Arbeitszeit halten 15 Prozent der Befragten für die effektivste Sofortmaßnahme.
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thl
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Hintergrund ist eine Blitzumfrage des BVMW, an der rund 1000 Mittelständler teilgenommen haben. Die Umfrage liegt noz vor. Demnach sprechen drei Viertel der Befragten (75 Prozent) der Bundesregierung die Fähigkeit ab, die angekündigten Reformen zur Belebung der Wirtschaft umzusetzen. Gleichzeitig erwarten 63 Prozent der Befragten neuen Streit in der Koalition. Nur knapp jeder Dritte (31 Prozent) glaubt daran, dass sich die Regierungspartner auf ein gemeinsames Maßnahmenpaket einigen werden.
Bei den konkreten Forderungen nach schnellen und pragmatischen Hilfen für die Wirtschaft liegt der Hauptfokus der Unternehmer auf dem Thema Energie. Fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) spricht sich dafür aus, als wichtigste Sofortmaßnahme eine vollumfängliche Senkung der Stromsteuer für alle durchzusetzen. Auf dem zweiten Platz folgt mit 17 Prozent der Wunsch nach einer schnelleren Entlastung bei den Unternehmenssteuern: Demnach soll die bisher erst ab 2028 geplante Senkung der Körperschaftssteuer vorgezogen werden. Eine Flexibilisierung der Arbeitszeit halten 15 Prozent der Befragten für die effektivste Sofortmaßnahme.
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