Osnabrück (ots) -
Vor dem Start rot-grün-roter Sondierungsgespräche in Berlin hat die Industrie vor der Vergesellschaftung von Wohnungen gewarnt, wie es Linkspartei und Grüne vorhaben. "Werden die Pläne umgesetzt, wird am Standort Berlin nicht mehr investiert. Wer sollte in der Hauptstadt Wohnungen bauen, wenn er die Enteignung befürchten muss?", sagte Tanja Gönner, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz, Mittwochsausgabe). Niemand könne ignorieren, dass es ein Wohnungsproblem in Berlin gebe, aber: "Der Plan der Linkspartei wird die Wohnungsnot vergrößern statt lindern."
Selbst Abwanderungen aus der Hauptstadt hält Gönner für möglich: "Zugleich wäre nicht auszuschließen, dass Unternehmen dem Standort den Rücken kehren oder Investitionen an anderer Stelle tätigen", sagte die Industrie-Lobbyistin zu "noz". "Das Vertrauen, auf Dauer verlässliche Rahmenbedingungen vorzufinden und als Unternehmer willkommen zu sein, würde definitiv getrübt, wenn nicht zerstört."
Die Linkspartei hatte die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus vor zweieinhalb Wochen mit 25,7 Prozent klar gewonnen. Mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp will die Partei erstmals die Regierende Bürgermeisterin stellen. In Vorgesprächen verständigte sie sich mit Grünen und SPD auf einen "gemeinsamen Weg", der Start offizieller Sondierungen steht aber noch aus. Die Wohnungsnot war ein beherrschendes Thema im Wahlkampf. Linken-Frau Eralp hatte nach dem Wahlsieg gesagt, man werde das Versprechen umsetzen, große Immobilienkonzerne zu vergesellschaften. Auch die Grünen haben sich dafür ausgesprochen, die SPD lehnt das ab.
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/58964/6366218
Vor dem Start rot-grün-roter Sondierungsgespräche in Berlin hat die Industrie vor der Vergesellschaftung von Wohnungen gewarnt, wie es Linkspartei und Grüne vorhaben. "Werden die Pläne umgesetzt, wird am Standort Berlin nicht mehr investiert. Wer sollte in der Hauptstadt Wohnungen bauen, wenn er die Enteignung befürchten muss?", sagte Tanja Gönner, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz, Mittwochsausgabe). Niemand könne ignorieren, dass es ein Wohnungsproblem in Berlin gebe, aber: "Der Plan der Linkspartei wird die Wohnungsnot vergrößern statt lindern."
Selbst Abwanderungen aus der Hauptstadt hält Gönner für möglich: "Zugleich wäre nicht auszuschließen, dass Unternehmen dem Standort den Rücken kehren oder Investitionen an anderer Stelle tätigen", sagte die Industrie-Lobbyistin zu "noz". "Das Vertrauen, auf Dauer verlässliche Rahmenbedingungen vorzufinden und als Unternehmer willkommen zu sein, würde definitiv getrübt, wenn nicht zerstört."
Die Linkspartei hatte die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus vor zweieinhalb Wochen mit 25,7 Prozent klar gewonnen. Mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp will die Partei erstmals die Regierende Bürgermeisterin stellen. In Vorgesprächen verständigte sie sich mit Grünen und SPD auf einen "gemeinsamen Weg", der Start offizieller Sondierungen steht aber noch aus. Die Wohnungsnot war ein beherrschendes Thema im Wahlkampf. Linken-Frau Eralp hatte nach dem Wahlsieg gesagt, man werde das Versprechen umsetzen, große Immobilienkonzerne zu vergesellschaften. Auch die Grünen haben sich dafür ausgesprochen, die SPD lehnt das ab.
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