DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Bauwirtschaft stützt deutsche Produktion im August
Die Produktion im produzierenden Sektor Deutschlands hat im August deutlicher als erwartet zugenommen, was vor allem an einer starken Bauwirtschaft lag. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stieg die Produktion gegenüber dem Vormonat um 2,0 Prozent und lag kalenderbereinigt um 2,3 (Juli: minus 1,8) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Volkswirte hatten für August ein monatliches Plus von nur 0,5 Prozent prognostiziert. Der für Juli vorläufig gemeldete monatliche Produktionsrückgang von 1,1 Prozent wurde auf 1,2 Prozent revidiert. Die Industrieproduktion im engeren Sinne erhöhte sich um 0,6 (Juli: minus 2,1) Prozent. Die Produktion von Vorleistungsgütern sank um 0,2 (minus 0,6) Prozent, die von Investitionsgütern stieg um 1,2 (minus 2,8) Prozent und die von Konsumgütern um 0,6 (minus 0,3) Prozent. Die Energieerzeugung verringerte sich um 0,4 (plus 1,6) Prozent, während die Bauproduktion um 9,3 (plus 1,1) Prozent anzog.
Paris will Haushaltskürzungen auch ohne das Parlament durchsetzen
Frankreichs Regierung ist laut Finanzminister Roland Lescure bereit, milliardenschwere Ausgabenkürzungen notfalls auch am Parlament vorbei durchzusetzen. Lescure sagte in einem Interview, er sei bereit, über alle Aspekte des Haushalts zu verhandeln, habe jedoch zwei rote Linien: die Einhaltung eines maximalen Haushaltsdefizits von 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und die Vermeidung jeglicher Änderungen, die dem Wachstum schadeten. Der Minister erläuterte in dem Interview, wie die Regierung die unpopulären Maßnahmen vor der Präsidentschaftswahl im kommenden Frühjahr durch die politisch zersplitterte und zerstrittene Nationalversammlung bringen will. Sollten letztlich nicht genügend Abgeordnete bereit sein, den Haushalt zu verabschieden, würde die Regierung Artikel 49.3 der französischen Verfassung anwenden, der es ihr erlaubt, Gesetze auch ohne Abstimmung im Parlament zu verabschieden. "Wir werden alles Nötige tun", sagte Lescure.
IWF-Chefin Georgieva fordert Industrieländer zum Sparen auf
Die Geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, hat die fortgeschrittenen Volkswirtschaften ("Industrieländer") aufgefordert, ihre Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen. In ihrer Auftaktrede zur Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank warnte sie davor, auf eine Lösung des Schuldenproblems durch hohes, KI-induziertes Wachstum zu hoffen und forderte die Zentralbanken zu einer restriktiveren Geldpolitik auf. "Wir sehen ... kein entschlossenes Handeln in den hoch verschuldeten Industrieländern, wo das Gebot der Stunde glaubwürdige, mittelfristige Pläne zur Haushaltskonsolidierung sind. Diese sollten in einigen Fällen durch sofortige fiskalische Maßnahmen flankiert werden, auch um die Geldpolitik zu entlasten", sagte sie laut veröffentlichtem Redetext in Singapur.
EIA hebt Rohöl-Preisschätzungen an - Lieferengpässe dauern an
Die US-Energieinformationsbehörde EIA hat ihre Schätzungen für die Rohölpreise angehoben. Sie geht davon aus, dass sich Exporteinschränkungen für fossile Brennstoffe aus dem Nahen Osten durch das vierte Quartal hindurch fortsetzen werden, wobei Störungen wie die jüngsten Angriffe auf die Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien das Potenzial haben, für andauernde Schwankungen der Lieferströme zu sorgen. Die EIA erhöhte ihre Prognose für den durchschnittlichen Spotpreis zu Rohöl der Qualität Brent im vierten Quartal auf 105 US-Dollar pro Barrel. Zuvor lag sie bei 91 Dollar. Die Prognose für West Texas Intermediate (WTI) hob die US-Agentur auf 97 Dollar von zuvor 86 Dollar pro Barrel an.
Indiens Zentralbank erhöht Zinsen zum ersten Mal seit 2023
Indiens Zentralbank hat die Leitzinsen zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren angehoben. Der Nahostkonflikt hielt die Energiepreise hoch, was die Rupie belastete und Inflationssorgen schürte. Der geldpolitische Ausschuss der Reserve Bank of India stimmte einstimmig dafür, seinen Leitzins (Repo-Satz) um 25 Basispunkte auf 5,50 Prozent anzuheben. Damit endete eine Phase des Abwartens, die vier aufeinanderfolgende Sitzungen angedauert hatte. Der Ausschuss stimmte mit einer Mehrheit von 4 zu 2 Stimmen dafür, seine Haltung von "neutral" auf eine "kalibrierte Straffung" zu ändern.
China/Währungsreserven Sep 3,400 Bill USD (Aug: 3,438 Bill USD)
China/Währungsreserven Sep sanken um 38,1 Mrd USD zum Vormonat
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October 07, 2026 03:15 ET (07:15 GMT)
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