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MÄRKTE EUROPA/Leichter - Wieder gestiegener Ölpreis bremst - KI-Aktien schwach

DJ MÄRKTE EUROPA/Leichter - Wieder gestiegener Ölpreis bremst - KI-Aktien schwach

DOW JONES--Nach den Gewinnen vom Vortag sind Europas Börsen mit Abgaben in den Handel am Mittwoch gestartet. Damit perlen neue Rekordstände des S&P-500-Index sowie des Nasdaq-Composite an den hiesigen, weniger technologielastigen Märkten, ab. Der DAX verliert 0,8 Prozent auf 25.235 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,9 Prozent nach unten. Dass die Produktion im produzierenden Sektor Deutschlands im August deutlicher als erwartet zugenommen hat, setzt keinen positiven Akzent.

Bremsend wirkt, dass der Ölpreis am späten Dienstag wieder anzog und am Morgen noch etwas weiter steigt. Brent geht mit 101,25 Dollar um, verglichen mit Vortagestiefs unter 97 Dollar. Am geopolitischen Umfeld hat sich nichts geändert.

Auch an den Anleihemärkten geht es aus Sicht der Aktienmärkte wieder in die falsche Richtung - die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen steigt nach dem Rücksetzer vom Vortag schon wieder um 4 Basispunkte auf 5,31 Prozent - vor dem Hintergrund der wieder höheren Ölpreise.

Der Euro geht mit 112,15 Dollar um und tendiert wieder nach unten. In einer Erholungsbewegung war er am Dienstag bis auf über 1,1270 Dollar gestiegen, nachdem sich die Stimmung für Frankreich wieder etwas gebessert hatte vor dem Hintergrund von Haushaltsplänen, die deutliche Einsparungen vorsehen. Finanzminister Lescure sagte nun, die Regierung sei bereit, milliardenschwere Ausgabenkürzungen notfalls auch am Parlament vorbei durchzusetzen.

Unter Druck stehen auf breiter Front Aktien mit KI-Fantasie. Dass, wie die Financial Times mit Verweis auf informierte Kreise schreibt, SpaceX 40 Milliarden Dollar an Kapital für den Kauf von Nvidia-Chips aufnehmen will, stützt nicht. Schon in Asien neigten Aktien aus dem KI-Sektor zur Schwäche Infineon verlieren 3,2, ASML 1,1 oder STMicro 1,7 Prozent. Für die Kurse von KI-Rechenzentren-Stromversorgern wie Siemens Energy geht es um 1,9 Prozent nach unten, für Schneider um 1,3 Prozent.

Die Aktie der Porsche AG legt um 1,3 Prozent zu. Der Sportwagenbauer kündigte eine neue Strategie an, um mit neuen Modellen und Kostensenkungen profitabler zu werden. Der Kurs der Porsche Holding zieht um 1,5 Prozent an, die VW-Aktie gewinnt 1,2 Prozent,

Heidelberg Materials fallen um 1,0 Prozent zurück. Das Unternehmen nimmt rund 490 Millionen Euro in die Hand für den Kauf des Geschäfts mit Zuschlagstoffen und Asphalt des schwedischen Bau- und Immobilienkonzerns NCC.

Zalando hat wissen lassen, auf absehbare Zeit Dividendenzahlungen auszuschließen. "Viele Investoren wollen, dass wir jetzt vor allem investieren, gerade in KI. Das sehen wir genauso. Unsere Priorität ist profitables Wachstum. Deshalb investieren wir zuerst in unser Geschäft und halten eine solide Liquiditätsreserve", sagte Co-Vorstandschef Robert Gentz dem Handelsblatt. Im Handel heißt es, Dividendenzahlungen seien auch nicht erwartet worden. Die Aktie gewinnt 0,6 Prozent.

Die Shell-Aktie liegt gut behauptet, obwohl der Ölriese erneut mit einem starken Zwischenbericht aufwartete. HSBC plant einem Bericht zufolge einen Stellenabbau im britischen Vermögensgeschäft. Die Bank wolle dort verstärkt künstliche Intelligenz einsetzen, heißt es. Der Kurs sinkt um 1,8 Prozent.

Index        zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag    +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50   6.218,09  -0,9     -54,14    6.272,23       7,4 
Stoxx-50      5.307,76  -0,5     -27,11    5.334,87       7,9 
DAX        25.234,78  -0,8     -214,41    25.449,19       3,0 
MDAX       30.468,34  -0,3     -74,93    27.039,42       -0,5 
TecDAX       4.066,17  -0,8     -33,05    3.091,28       12,3 
SDAX       18.357,08  -0,2     -27,73    13.062,07       6,9 
FTSE       10.498,56  -0,4     -43,13    10.541,69       5,7 
CAC        7.812,06  -0,7     -53,01    7.865,07       -4,1 
SMI        13.791,96  +0,0      3,03    13.788,93       4,0 
ATX        6.719,69  -1,1     -72,54    6.792,23       26,1 

DEVISEN       zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag    Di, 17:40 
EUR/USD       1,1213  -0,4     -0,0045     1,1258      1,1267 
EUR/JPY       177,58  -0,2     -0,4100     177,99     178,1000 
EUR/CHF       0,9335  -0,3     -0,0028     0,9363      0,9353 
EUR/GBP       0,8466  -0,1     -0,0012     0,8478      0,8481 
USD/JPY       158,35  +0,2     0,2500      158,1     158,0500 
GBP/USD       1,3242  -0,2     -0,0030     1,3272      1,3283 
USD/CNY       6,7045  +0,0     0,0015     6,7045      6,7045 
USD/CNH        6,707  +0,1     0,0058     6,7012      6,7014 
AUS/USD       0,6968  -0,2     -0,0014     0,6982      0,6983 
Bitcoin/USD    84.201,81  -1,7    -1.424,93    85.626,74    86.170,13 
 
 
ROHOEL       zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex       89,90  +0,5      0,46      89,44 
Brent/ICE      101,25  +0,7      0,67     100,58 
 
 
Metalle       zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
Gold        4.130,52  -0,8     -32,93    4.163,45 
Silber        60,58  -1,8      -1,11      61,69 
Platin       1.667,42  -2,0     -34,33    1.701,75 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 07, 2026 03:42 ET (07:42 GMT)

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Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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