München (ots) -
Eine der Stärken europäischer Aufsichtsräte ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Management, jedoch besteht eine signifikante Lücke in der Vorausschau künftiger Entwicklungen. Eine Kultur, die die Beziehungs-Stärke nutzt, um die strategische Ausrichtung und kontinuierliche Erneuerung des Unternehmens zu verbessern, könnte helfen, die Lücke zu schließen. Zu dieser Empfehlung kommt die Studie "Board Monitor Europe 2026" der internationalen Personalberatung Heidrick & Struggles.
53 Prozent der europäischen Vorstandsvorsitzenden berichten von einer Diskrepanz zwischen Faktoren für den künftigen Unternehmenserfolg und den aktuellen Fähigkeiten ihrer Aufsichtsgremien. 46 Prozent der Aufsichtsräte stimmen diesem kritischen Urteil zu. Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Studie "Board Monitor Europe 2026" der internationalen Personalberatung Heidrick & Struggles. In den diesjährigen Report fließen die Angaben von 299 europäischen CEOs und Aufsichtsratsmitgliedern aus 14 Ländern ein.
Nicolas von Rosty, Deutschlandchef von Heidrick & Struggles, erläutert: "Die Aussagen von CEOs und Aufsichtsräten machen deutlich, dass die Aufsichtsgremien in zahlreichen Unternehmen nicht so besetzt sind wie es nötig wäre, um die Aufgaben effizient zu begleiten, vor denen Unternehmen in den nächsten Jahren stehen."
Im Detail: 87 Prozent der befragten europäischen Topmanager bewerten "traditionelle Governance Aktivitäten" als eine Stärke ihres Aufsichtsrats. Und erhebliche 76 Prozent sehen in den guten "Beziehungen" zwischen Aufsichtsrat und Management eine weitere Gremienstärke. Jedoch geben nur 39 Prozent an, ihr Aufsichtsgremium würde eine Stärke bei den Dimensionen "Erneuerung und Vorausschau künftiger Entwicklungen" besitzen. "Dass Aufsichtsgremien in der Breite zur Zukunftsgestaltung als nicht ausreichend befähigt gelten, ist ein signifikantes Risiko," so Nicolas von Rosty.
Trotz dieser Schwäche haben sich die Kriterien für die Auswahl neuer Aufsichtsratsmitglieder in den vergangenen Jahren kaum verändert, erläutert die Studie von Heidrick & Struggles.
Nicolas von Rosty sieht gleichzeitig in der gut eingespielten Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und operativer Führung eine nützliche Grundlage für schwierige Diskussionen, insbesondere rund um die Nachfolgeplanung und die künftige strategische Ausrichtung von Unternehmen: "Darauf lässt sich aufbauen".
Zahlreiche Studien haben wiederholt gezeigt, dass zwei Bedingungen den Erfolg von Nachfolgeregelungen erhöhen: Zum einen die Kohärenz zwischen Geschäftsstrategie und Nachfolgeplanung, zum anderen ein Ansatz bei der Nachfolge, der die gesamte Organisation einbezieht und nicht nur einzelne Teile und Funktionen.
Vor diesem Hintergrund untersucht der aktuelle Board Monitor drei Dimensionen:
- Die kohärente Ausrichtung von Aufsichtsrat und Führungsteam
- Die kohärente Ausrichtung von Strategie und Talent-Management
- Die kohärente Ausrichtung der Rekrutierung, Entwicklung und Nachfolgeregelung des Managements
Die Studie zeigt, dass lediglich 42 Prozent der europäischen Unternehmen in allen drei Dimensionen über die gewünschte kohärente Ausrichtung verfügen. Nur 23 Prozent kombinieren eine kohärente Ausrichtung mit kontinuierlicher Erneuerung und vorausschauender Planung.
Dies schwächt gleichzeitig die Fähigkeit der Aufsichtsorgane zur personellen Erneuerung. So mag der Aufsichtsrat derzeit die Notwendigkeit sehen, einen KI-erfahrenen Kandidaten in seinen Kreis aufzunehmen, vor drei Jahren war diese Erkenntnis jedoch in vielen Unternehmen noch nicht gereift.
Der "European Board Monitor 2026" zeigt auch, dass Unternehmen, die sowohl kohärent ausgerichtet sind und ihre Stärken in der Erneuerung und vorausschauenden Planung besitzen, eine bessere finanzielle Performance erzielen. So berichten 35 Prozent dieser Unternehmen, dass 2025 ihre finanzielle Performance die Erwartungen übertroffen hat, verglichen mit nur 24 Prozent aller anderen Unternehmen.
Und auch in anderen Bereichen schneiden Unternehmen mit Aufsichtsgremien, die nach vorne schauen, besser ab als Unternehmen, deren Aufsichtsräte lediglich im Heute effizient agieren. Solche Bereiche sind unter anderem ein "effektives Entscheidungsmanagement", das "Management von Volatilität", die "Einführung von KI in einer richtigen Geschwindigkeit" sowie eine "konstruktive Dynamik innerhalb des Management-Teams und des Aufsichtsgremiums".
Nicolas von Rosty abschließend: "Der diesjährige European Board Monitor gibt Unternehmen und ihren Aufsichtsgremien eine klare Handlungsanleitung. Ziel muss es sein, Aufsichtsräte personell so aufzustellen, dass sie in ihrem Unternehmen eine Kultur der kontinuierlichen Erneuerung und Vorausschau künftiger Entwicklungen fördern und leben."
Über Heidrick & Struggles
www.heidrick.com
Ansprechpartner
Dr. Nicolas von Rosty, Managing Partner Deutschland, nvonrosty@heidrick.com
Für Presseanfragen
Dr. Klaus Westermeier Medienbüro
+49 172 843 3232
info@kwestermeier.de
Original-Content von: Heidrick & Struggles GmbH & Co. KG, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/32539/6366428
Eine der Stärken europäischer Aufsichtsräte ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Management, jedoch besteht eine signifikante Lücke in der Vorausschau künftiger Entwicklungen. Eine Kultur, die die Beziehungs-Stärke nutzt, um die strategische Ausrichtung und kontinuierliche Erneuerung des Unternehmens zu verbessern, könnte helfen, die Lücke zu schließen. Zu dieser Empfehlung kommt die Studie "Board Monitor Europe 2026" der internationalen Personalberatung Heidrick & Struggles.
53 Prozent der europäischen Vorstandsvorsitzenden berichten von einer Diskrepanz zwischen Faktoren für den künftigen Unternehmenserfolg und den aktuellen Fähigkeiten ihrer Aufsichtsgremien. 46 Prozent der Aufsichtsräte stimmen diesem kritischen Urteil zu. Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Studie "Board Monitor Europe 2026" der internationalen Personalberatung Heidrick & Struggles. In den diesjährigen Report fließen die Angaben von 299 europäischen CEOs und Aufsichtsratsmitgliedern aus 14 Ländern ein.
Nicolas von Rosty, Deutschlandchef von Heidrick & Struggles, erläutert: "Die Aussagen von CEOs und Aufsichtsräten machen deutlich, dass die Aufsichtsgremien in zahlreichen Unternehmen nicht so besetzt sind wie es nötig wäre, um die Aufgaben effizient zu begleiten, vor denen Unternehmen in den nächsten Jahren stehen."
Im Detail: 87 Prozent der befragten europäischen Topmanager bewerten "traditionelle Governance Aktivitäten" als eine Stärke ihres Aufsichtsrats. Und erhebliche 76 Prozent sehen in den guten "Beziehungen" zwischen Aufsichtsrat und Management eine weitere Gremienstärke. Jedoch geben nur 39 Prozent an, ihr Aufsichtsgremium würde eine Stärke bei den Dimensionen "Erneuerung und Vorausschau künftiger Entwicklungen" besitzen. "Dass Aufsichtsgremien in der Breite zur Zukunftsgestaltung als nicht ausreichend befähigt gelten, ist ein signifikantes Risiko," so Nicolas von Rosty.
Trotz dieser Schwäche haben sich die Kriterien für die Auswahl neuer Aufsichtsratsmitglieder in den vergangenen Jahren kaum verändert, erläutert die Studie von Heidrick & Struggles.
Nicolas von Rosty sieht gleichzeitig in der gut eingespielten Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und operativer Führung eine nützliche Grundlage für schwierige Diskussionen, insbesondere rund um die Nachfolgeplanung und die künftige strategische Ausrichtung von Unternehmen: "Darauf lässt sich aufbauen".
Zahlreiche Studien haben wiederholt gezeigt, dass zwei Bedingungen den Erfolg von Nachfolgeregelungen erhöhen: Zum einen die Kohärenz zwischen Geschäftsstrategie und Nachfolgeplanung, zum anderen ein Ansatz bei der Nachfolge, der die gesamte Organisation einbezieht und nicht nur einzelne Teile und Funktionen.
Vor diesem Hintergrund untersucht der aktuelle Board Monitor drei Dimensionen:
- Die kohärente Ausrichtung von Aufsichtsrat und Führungsteam
- Die kohärente Ausrichtung von Strategie und Talent-Management
- Die kohärente Ausrichtung der Rekrutierung, Entwicklung und Nachfolgeregelung des Managements
Die Studie zeigt, dass lediglich 42 Prozent der europäischen Unternehmen in allen drei Dimensionen über die gewünschte kohärente Ausrichtung verfügen. Nur 23 Prozent kombinieren eine kohärente Ausrichtung mit kontinuierlicher Erneuerung und vorausschauender Planung.
Dies schwächt gleichzeitig die Fähigkeit der Aufsichtsorgane zur personellen Erneuerung. So mag der Aufsichtsrat derzeit die Notwendigkeit sehen, einen KI-erfahrenen Kandidaten in seinen Kreis aufzunehmen, vor drei Jahren war diese Erkenntnis jedoch in vielen Unternehmen noch nicht gereift.
Der "European Board Monitor 2026" zeigt auch, dass Unternehmen, die sowohl kohärent ausgerichtet sind und ihre Stärken in der Erneuerung und vorausschauenden Planung besitzen, eine bessere finanzielle Performance erzielen. So berichten 35 Prozent dieser Unternehmen, dass 2025 ihre finanzielle Performance die Erwartungen übertroffen hat, verglichen mit nur 24 Prozent aller anderen Unternehmen.
Und auch in anderen Bereichen schneiden Unternehmen mit Aufsichtsgremien, die nach vorne schauen, besser ab als Unternehmen, deren Aufsichtsräte lediglich im Heute effizient agieren. Solche Bereiche sind unter anderem ein "effektives Entscheidungsmanagement", das "Management von Volatilität", die "Einführung von KI in einer richtigen Geschwindigkeit" sowie eine "konstruktive Dynamik innerhalb des Management-Teams und des Aufsichtsgremiums".
Nicolas von Rosty abschließend: "Der diesjährige European Board Monitor gibt Unternehmen und ihren Aufsichtsgremien eine klare Handlungsanleitung. Ziel muss es sein, Aufsichtsräte personell so aufzustellen, dass sie in ihrem Unternehmen eine Kultur der kontinuierlichen Erneuerung und Vorausschau künftiger Entwicklungen fördern und leben."
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Dr. Nicolas von Rosty, Managing Partner Deutschland, nvonrosty@heidrick.com
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