Bonn (ots) -
Eine Umfrage von Correctiv und journalist unter knapp 130 Medienschaffenden zeigt: KI ist längst im redaktionellen Alltag angekommen. Rund 80 Prozent der Befragten nutzen KI mindestens mehrmals pro Woche. Zugleich ist fast die Hälfte der Befragten unsicher oder sieht sogar Anzeichen für einen möglichen Stellenabbau in den Redaktionen durch KI.
In der Onlinebefragung, die von April bis September 2026 lief, wollten das Medienhaus Correctiv und das Fachmagazin journalist wissen, wie verbreitet KI in den Redaktionen bereits ist, wie Journalistinnen und Journalisten auf die Entwicklungen in Bezug auf ihr Berufsbild blicken, welche Sorgen sie umtreiben und welche Hoffnungen sie mit KI verbinden. An der Umfrage haben knapp 130 Medienschaffende aus Lokalzeitungen, überregionalen Zeitungen, Hörfunk, TV, Fachmedien und Nachrichtenagenturen teilgenommen.
Die KI-Nutzung wird von vielen Medienschaffenden als Entlastung empfunden: Etwa 60 Prozent der Befragten sagen, dass KI ihren Berufsalltag zumindest überwiegend erleichtert. Gleichzeitig zeigen die Antworten auch Unsicherheiten beim Umgang mit der Technologie. 41 Befragte sagen, dass in ihrer Redaktion bislang keine KI-Schulung angeboten wurde. Demgegenüber gaben 71 Befragte an, schon mindestens einmal an einer KI-Schulung teilgenommen zu haben.
Besonders groß ist die Sorge vor den Folgen für Arbeitsplätze in den Redaktionen: 30 Befragte geben an, Hinweise darauf zu haben, dass in ihrer Redaktion Jobs durch KI ersetzt werden sollen. Weitere 26 sind sich unsicher. Medienforscherin Christina Elmer, Professorin am Institut für Journalistik der TU Dortmund, warnt davor, dass Verlage KI als Vorwand für Stellenabbau nutzen. "KI kann aber keine Redaktion ersetzen, höchstens unterstützen", sagt Elmer. Entscheidend seien weiterhin Menschen, die unabhängig recherchieren, Inhalte einordnen und Protagonisten wie Publikum auf Augenhöhe begegnen.
Correctiv und journalist stellen die Ergebnisse der Erhebung auch bei der Correctiv.Lokal-Konferenz am 17. und 18. Oktober in Magdeburg zur Diskussion. Die ausführliche Auswertung der Ergebnisse finden Sie in der Oktober-Ausgabe des journalists und auf www.journalist.de
Pressekontakt:
Matthias Daniel
Chefredakteur und Publisher
journalist
Magazin für Journalist*innen
journalist@journalist.de
daniel@journalist.de
Tel. 0228/20172-24
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Original-Content von: journalist - Magazin für Journalist*innen, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/20126/6366476
Eine Umfrage von Correctiv und journalist unter knapp 130 Medienschaffenden zeigt: KI ist längst im redaktionellen Alltag angekommen. Rund 80 Prozent der Befragten nutzen KI mindestens mehrmals pro Woche. Zugleich ist fast die Hälfte der Befragten unsicher oder sieht sogar Anzeichen für einen möglichen Stellenabbau in den Redaktionen durch KI.
In der Onlinebefragung, die von April bis September 2026 lief, wollten das Medienhaus Correctiv und das Fachmagazin journalist wissen, wie verbreitet KI in den Redaktionen bereits ist, wie Journalistinnen und Journalisten auf die Entwicklungen in Bezug auf ihr Berufsbild blicken, welche Sorgen sie umtreiben und welche Hoffnungen sie mit KI verbinden. An der Umfrage haben knapp 130 Medienschaffende aus Lokalzeitungen, überregionalen Zeitungen, Hörfunk, TV, Fachmedien und Nachrichtenagenturen teilgenommen.
Die KI-Nutzung wird von vielen Medienschaffenden als Entlastung empfunden: Etwa 60 Prozent der Befragten sagen, dass KI ihren Berufsalltag zumindest überwiegend erleichtert. Gleichzeitig zeigen die Antworten auch Unsicherheiten beim Umgang mit der Technologie. 41 Befragte sagen, dass in ihrer Redaktion bislang keine KI-Schulung angeboten wurde. Demgegenüber gaben 71 Befragte an, schon mindestens einmal an einer KI-Schulung teilgenommen zu haben.
Besonders groß ist die Sorge vor den Folgen für Arbeitsplätze in den Redaktionen: 30 Befragte geben an, Hinweise darauf zu haben, dass in ihrer Redaktion Jobs durch KI ersetzt werden sollen. Weitere 26 sind sich unsicher. Medienforscherin Christina Elmer, Professorin am Institut für Journalistik der TU Dortmund, warnt davor, dass Verlage KI als Vorwand für Stellenabbau nutzen. "KI kann aber keine Redaktion ersetzen, höchstens unterstützen", sagt Elmer. Entscheidend seien weiterhin Menschen, die unabhängig recherchieren, Inhalte einordnen und Protagonisten wie Publikum auf Augenhöhe begegnen.
Correctiv und journalist stellen die Ergebnisse der Erhebung auch bei der Correctiv.Lokal-Konferenz am 17. und 18. Oktober in Magdeburg zur Diskussion. Die ausführliche Auswertung der Ergebnisse finden Sie in der Oktober-Ausgabe des journalists und auf www.journalist.de
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