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MÄRKTE USA/Gewinnmitnahmen bei Aktien - Alte Kurstreiber belasten nun

DJ MÄRKTE USA/Gewinnmitnahmen bei Aktien - Alte Kurstreiber belasten nun

DOW JONES--Nach der Rekordjagd der vergangenen Tage scheint die Luft an der Wall Street raus zu sein. Begünstigt wird die Neigung zu Gewinnmitnahmen durch die Umkehrung der jüngsten Kurstreiber: Sowohl Erdölpreise als auch Anleiherenditen legen zu, nachdem beide zuletzt nachgegeben hatten. Rohöl der Sorte Brent kostet wieder mehr als 100 Dollar pro Fass. Die größere Sorge gilt jedoch dem Anleihemarkt. Insbesondere die Aktienmärkte hätten zuletzt die Warnzeichen dauerhaft hoher Renditen weitgehend ignoriert, heißt es im Handel. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen klettert auf den höchsten Stand seit 24 Jahren.

Gegen Mittag US-Ostküstenzeit sinkt der Dow-Jones-Index um 0,7 Prozent auf 51.146 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite büßen 0,3 bzw. 0,5 Prozent ein. Da Ölpreise und auch Renditen von ihren Tageshochs zurückkommen, erholt sich der Aktienmarkt von den Tagestiefs. "Wir sehen die treibende Kraft hinter dem heutigen Handelsgeschehen in der Entwicklung der Renditen (...)", merkt Chefmarktstratege Peter Cardillo von Spartan Capital mit Blick auf die Mehrdekadenhochs der Renditen an. Angesichts hoher Inflationswerte bleibt es bei einem kritischen Blick auf die Leitzinspolitik der Notenbank. Zwar preist der Markt eine Zinspause Ende Oktober mit einer Wahrscheinlichkeit von 78 Prozent ein, doch wie es danach weitergehen wird, ist unsicher.

Die Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten Fed-Sitzung im späten Geschäft könnte Hinweise über den mittelfristigen Zinspfad liefern. "Wir erwarten eine Pause, gehen aber weiterhin davon aus, dass im Dezember und März weitere Zinserhöhungen anstehen", mutmaßt Analyst Jens Peter Sorensen von Danske Bank.

Am Anleihemarkt klettert die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um 4 Basispunkte auf 5,31 Prozent. Ganz entscheidend für die Tagestendenz dürfte die am frühen Abend (MEZ) anstehende Auktion 10-jähriger US-Anleihen im Umfang von 39 Milliarden US-Dollar werden. Laut BMO hat die Nachfrage bei der Emission 3-jähriger Schuldtitel am Vortag hoffnungsvolle Anzeichen geliefert.

Das hohe Niveau der Marktzinsen treibt den Dollar nach oben, der Dollar-Index klettert um 0,5 Prozent. Geopolitische Unsicherheit, steigende Renditen bei US-Staatsanleihen und eine Euro-Schwäche aufgrund von Sorgen über den Haushalt Frankreichs sorgen laut Analyst Stefan Arsenovic von Eleonex für Rückenwind beim Greenback.

Mit Brent kostet die global wichtige Ölsorte wieder mehr als 100 Dollar pro Fass - der Preis steigt aber nur noch minimal auf 100,57 Dollar. Im Nahen Osten drohe mit den Kämpfen gegen die Huthi-Rebellen im Jemen und deren Beschuss saudischer Ziele eine neue Eskalation, heißt es. Dollar-Stärke und steigende Marktzinsen drücken den Goldpreis um 1,3 Prozent.

Am Aktienmarkt stehen mit den anziehenden Zinsen Titeln von Hausbauern unter Druck: D.R. Horton verlieren 2,7 Prozent und Lennar Corporation 0,9 Prozent - Pulte verbilligen sich um 3,7 Prozent. Micron drehen 3,4 Prozent ins Plus - trotz drohender Streiks beim Halbleiterkonzern in Taiwan. Ein positive Analystenkommentar wird im Handel für den Stimmungsumschwung verantwortlich gemacht.

Der Getränkekonzern Constellation Brands gibt die Übernahme von SpikedAde bekannt und hat zudem Geschäftszahlen veröffentlicht, der Kurs steigt um 2 Prozent. Caribou Biosciences brechen mit Finanzierungsproblemen um knapp 46 Prozent ein. Die Entwicklung einiger Produkte werde eingestellt, Personal abgebaut und eine Überprüfung strategischer Alternativen eingeleitet, heißt es.

Space Exploration Technologies geben 2 Prozent nach. Laut Berichten will das Raketen- und KI-Unternehmen von Elon Musk 40 Milliarden Dollar aufbringen, um Chips von Nvidia (-0,9%) zu kaufen. Nach positiven Geschäftszahlen getrieben durch die KI-Nachfrage klettern Penguin Solutions um 17,2 Prozent.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          51.146,49  -0,7  -374,79    51.521,28 
S&P-500         7.792,43  -0,3   -26,50    7.818,93 
NASDAQ Comp      27.467,84  -0,5  -132,05    27.599,89 
NASDAQ 100       31.096,67  -0,4  -128,01    31.224,69 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,79 -0,00    4,84      4,78 
5 Jahre           5,05 +0,02    5,10      5,04 
10 Jahre          5,31 +0,04    5,36      5,29 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:40 
EUR/USD          1,1195  -0,6  -0,0063     1,1258   1,1267 
EUR/JPY          176,91  -0,6  -1,0800     177,99  178,1000 
EUR/CHF          0,9332  -0,3  -0,0031     0,9363   0,9353 
EUR/GBP          0,8469  -0,1  -0,0009     0,8478   0,8481 
USD/JPY           158  -0,1  -0,1000      158,1  158,0500 
GBP/USD          1,3217  -0,4  -0,0055     1,3272   1,3283 
USD/CNY          6,7045  +0,0   0,0015     6,7045   6,7045 
USD/CNH          6,7026  +0,0   0,0014     6,7012   6,7014 
AUS/USD          0,6963  -0,3  -0,0019     0,6982   0,6983 
Bitcoin/USD      83.537,64  -2,4 -2.089,10    85.626,74 86.170,13 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         88,91  -0,6   -0,53      89,44 
Brent/ICE         100,57  -0,0   -0,01     100,58 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.110,39  -1,3   -53,06    4.163,45 
Silber           59,94  -2,8   -1,74      61,69 
Platin         1.641,50  -3,5   -60,25    1.701,75 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/brb

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October 07, 2026 12:36 ET (16:36 GMT)

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KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.

Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.

Für Anleger könnte das zum Problem werden. Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden.

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