München (ots) -
Mangelernährung, fehlende Gesundheitsversorgung, entwürdigende Lebensbedingungen: Ein neuer Bericht (https://www.aerztederwelt.org/wp-content/uploads/2026/10/mdm-report-3-years-of-war-in-gaza.pdf) von Ärzte der Welt zeigt die unerträgliche Situation der Menschen im Gazastreifen drei Jahre nach Beginn der israelischen Angriffe.
- 93 Prozent der von den Ärzte der Welt-Teams befragten Personen leben auf engem Raum in gesundheitsschädlichen Unterkünften. Aufgrund von fehlender Versorgung mit sauberem Wasser und Toiletten besteht dort eine erhöhte Gefahr, sich mit Atemwegs- und Durchfall- sowie Hauterkrankungen zu infizieren.
- 42 Prozent der Befragten gaben an, dass sie in den vergangenen drei Monaten Krankheiten nicht behandeln lassen konnten, weil es nicht genug Medikamente, Gesundheitseinrichtungen und -personal gibt.
- 84 Prozent der Kinder unter fünf Jahren hatten in den vergangenen drei Monaten Durchfall, Fieber, Atemwegsbeschwerden oder Hauterkrankungen.
- 93 Prozent der schwangeren und stillenden Frauen zeigten Symptome einer Anämie - in der Regel als Folge von Mangelernährung. Nur 17 Prozent nahmen eine ausreichend abwechslungsreiche Ernährung zu sich, um ihren Nährstoffbedarf zu decken.
"Meine Kinder haben sich verändert. Sie sind ängstlicher, sorgen sich ums Essen und fühlen sich nicht sicher", so einer der befragten Patienten. "Sie zählen jeden Bissen und rechnen aus, wie viel Brot wir pro Tag essen können."
Angesichts der anhaltenden Lebensgefahr für die rund zwei Millionen Bewohner*innen des Gazastreifens, fordert Ärzte der Welt-Direktorin Katri Bertram: "Die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft müssen alles in ihrer Macht Stehende tun, um Angriffe auf Zivilist*innen umgehend zu beenden. Humanitäre Hilfe muss ungehindert zu den Menschen gelangen und langfristig der Wiederaufbau des Gazastreifens unter palästinensischer Führung gewährleistet werden."
Zum Bericht: Der Bericht (https://www.aerztederwelt.org/wp-content/uploads/2026/10/mdm-report-3-years-of-war-in-gaza.pdf)von Ärzte der Welt basiert auf Befragungen von 388 Patient*innen, ergänzt durch zwei Fokusgruppen mit 28 Frauen und Daten aus medizinischen Einrichtungen.
Zur Arbeit von Ärzte der Welt im Gazastreifen: Ärzte der Welt ist seit über 20 Jahren in den Palästinensischen Gebieten aktiv. Die Teams bieten unter anderem allgemeine Gesundheitsversorgung, psychologische Unterstützung, Therapie von Mangelernährung sowie Gesundheitsdienste rund um Schwangerschaft und Geburt.
Pressekontakt:
Stephanie Kirchner
Pressereferentin
Ärzte der Welt e.V.
m. +49 (0) 159 0406 2104
@ stephanie.kirchner@aerztederwelt.org
www.aerztederwelt.org
Original-Content von: Ärzte der Welt e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/36565/6367010
Mangelernährung, fehlende Gesundheitsversorgung, entwürdigende Lebensbedingungen: Ein neuer Bericht (https://www.aerztederwelt.org/wp-content/uploads/2026/10/mdm-report-3-years-of-war-in-gaza.pdf) von Ärzte der Welt zeigt die unerträgliche Situation der Menschen im Gazastreifen drei Jahre nach Beginn der israelischen Angriffe.
- 93 Prozent der von den Ärzte der Welt-Teams befragten Personen leben auf engem Raum in gesundheitsschädlichen Unterkünften. Aufgrund von fehlender Versorgung mit sauberem Wasser und Toiletten besteht dort eine erhöhte Gefahr, sich mit Atemwegs- und Durchfall- sowie Hauterkrankungen zu infizieren.
- 42 Prozent der Befragten gaben an, dass sie in den vergangenen drei Monaten Krankheiten nicht behandeln lassen konnten, weil es nicht genug Medikamente, Gesundheitseinrichtungen und -personal gibt.
- 84 Prozent der Kinder unter fünf Jahren hatten in den vergangenen drei Monaten Durchfall, Fieber, Atemwegsbeschwerden oder Hauterkrankungen.
- 93 Prozent der schwangeren und stillenden Frauen zeigten Symptome einer Anämie - in der Regel als Folge von Mangelernährung. Nur 17 Prozent nahmen eine ausreichend abwechslungsreiche Ernährung zu sich, um ihren Nährstoffbedarf zu decken.
"Meine Kinder haben sich verändert. Sie sind ängstlicher, sorgen sich ums Essen und fühlen sich nicht sicher", so einer der befragten Patienten. "Sie zählen jeden Bissen und rechnen aus, wie viel Brot wir pro Tag essen können."
Angesichts der anhaltenden Lebensgefahr für die rund zwei Millionen Bewohner*innen des Gazastreifens, fordert Ärzte der Welt-Direktorin Katri Bertram: "Die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft müssen alles in ihrer Macht Stehende tun, um Angriffe auf Zivilist*innen umgehend zu beenden. Humanitäre Hilfe muss ungehindert zu den Menschen gelangen und langfristig der Wiederaufbau des Gazastreifens unter palästinensischer Führung gewährleistet werden."
Zum Bericht: Der Bericht (https://www.aerztederwelt.org/wp-content/uploads/2026/10/mdm-report-3-years-of-war-in-gaza.pdf)von Ärzte der Welt basiert auf Befragungen von 388 Patient*innen, ergänzt durch zwei Fokusgruppen mit 28 Frauen und Daten aus medizinischen Einrichtungen.
Zur Arbeit von Ärzte der Welt im Gazastreifen: Ärzte der Welt ist seit über 20 Jahren in den Palästinensischen Gebieten aktiv. Die Teams bieten unter anderem allgemeine Gesundheitsversorgung, psychologische Unterstützung, Therapie von Mangelernährung sowie Gesundheitsdienste rund um Schwangerschaft und Geburt.
Pressekontakt:
Stephanie Kirchner
Pressereferentin
Ärzte der Welt e.V.
m. +49 (0) 159 0406 2104
@ stephanie.kirchner@aerztederwelt.org
www.aerztederwelt.org
Original-Content von: Ärzte der Welt e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/36565/6367010
© 2026 news aktuell
