Mainz (ots) -
Mit zunehmendem Alter verliert der Mensch die Fähigkeit, sehr gut zu hören. Töne und Frequenzen, die man als junger Mensch problemlos wahrnimmt, sind im fortgeschrittenen Alter mitunter nur noch schwer, kaum oder nicht mehr hörbar.
Lückenloses Verstehen?
Der Verlust einzelner Tonhöhen verläuft langsam. Anders als bei der Sehkraft merkt man erst mit der Zeit, dass das Gehör nachlässt. Man fragt im Gespräch nach oder stellt den Ton vom Smartphone oder der Bluetooth-Box lauter. Es wird mehr und mehr Konzentration beim Zuhören gefordert, denn das Gehirn ist beständig damit beschäftigt, die Lücken im Wort oder Satz zu ergänzen. Das strengt an, man ermüdet schneller.
Nebensache Nebengeräusche?
Unbemerkt bleibt der Hörverlust oft bei Geräuschen, die im Hintergrund sind und daher niemand bewusst vermisst: das Klacken der Ampel, das Klicken des Autoblinkers, das Piepen der Waschmaschine, das Tropfen des Wasserhahns. Das Fehlen solcher Nebengeräusche kann nebensächlich erscheinen. Aber gehen die leisen Töne verloren und bestimmte Frequenzen werden nicht mehr richtig wahrgenommen, wird das Hörzentrum im Gehirn, wo das eigentliche Verstehen stattfindet, durch fehlende Impulse weniger stimuliert und baut ab.
Was gegen Hörentwöhnung tun?
"Hörentwöhnung ist ein langsamer Prozess", erklärt Eberhard Schmidt, Präsident der Bundesinnung der Hörakustiker (biha). "Je früher man seine Schwerhörigkeit mit einem Hörgerät ausgleicht, desto leichter kann das Gehirn das Gehörte wieder entschlüsseln. Dabei geht es nicht um die Lautstärke des Gesagten, sondern um das Hörverstehen", sagt der Hörakustiker-Meister.
Rund 20.000 Hörakustiker in über 7.500 Fachgeschäften versorgen flächendeckend rund 3,7 Millionen Menschen in Deutschland mit digitalen Hörsystemen und beraten zu Tinnitus, Gehörschutz sowie zu allen Themen rund ums Hören.
Pressekontakt:
presse@biha.de
Original-Content von: Bundesinnung der Hörakustiker KdöR, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/70547/6367418
Mit zunehmendem Alter verliert der Mensch die Fähigkeit, sehr gut zu hören. Töne und Frequenzen, die man als junger Mensch problemlos wahrnimmt, sind im fortgeschrittenen Alter mitunter nur noch schwer, kaum oder nicht mehr hörbar.
Lückenloses Verstehen?
Der Verlust einzelner Tonhöhen verläuft langsam. Anders als bei der Sehkraft merkt man erst mit der Zeit, dass das Gehör nachlässt. Man fragt im Gespräch nach oder stellt den Ton vom Smartphone oder der Bluetooth-Box lauter. Es wird mehr und mehr Konzentration beim Zuhören gefordert, denn das Gehirn ist beständig damit beschäftigt, die Lücken im Wort oder Satz zu ergänzen. Das strengt an, man ermüdet schneller.
Nebensache Nebengeräusche?
Unbemerkt bleibt der Hörverlust oft bei Geräuschen, die im Hintergrund sind und daher niemand bewusst vermisst: das Klacken der Ampel, das Klicken des Autoblinkers, das Piepen der Waschmaschine, das Tropfen des Wasserhahns. Das Fehlen solcher Nebengeräusche kann nebensächlich erscheinen. Aber gehen die leisen Töne verloren und bestimmte Frequenzen werden nicht mehr richtig wahrgenommen, wird das Hörzentrum im Gehirn, wo das eigentliche Verstehen stattfindet, durch fehlende Impulse weniger stimuliert und baut ab.
Was gegen Hörentwöhnung tun?
"Hörentwöhnung ist ein langsamer Prozess", erklärt Eberhard Schmidt, Präsident der Bundesinnung der Hörakustiker (biha). "Je früher man seine Schwerhörigkeit mit einem Hörgerät ausgleicht, desto leichter kann das Gehirn das Gehörte wieder entschlüsseln. Dabei geht es nicht um die Lautstärke des Gesagten, sondern um das Hörverstehen", sagt der Hörakustiker-Meister.
Rund 20.000 Hörakustiker in über 7.500 Fachgeschäften versorgen flächendeckend rund 3,7 Millionen Menschen in Deutschland mit digitalen Hörsystemen und beraten zu Tinnitus, Gehörschutz sowie zu allen Themen rund ums Hören.
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