DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
EZB-Rat sah Zinserhöhung auch für mildes Szenario angemessen - Protokoll
Die vom Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) am 10. September beschlossene Anhebung des Leitzinses um 25 Basispunkte war nach Einschätzung des Gremiums auch für den Fall angemessen, dass sich der Inflations- und Wachstumsausblick gemäß dem "mildesten" von drei Szenarien der makroökonomischen Projektionen des volkswirtschaftlichen Stabs entwickeln würde. Wie aus dem jetzt veröffentlichten Sitzungsprotokoll weiter hervor geht, folgten die Ratsmitglieder bei ihrem einstimmigen Beschluss außerdem der Annahme, dass der Leitzins auf seinem neuen Niveau von 2,50 Prozent noch nicht die Wirtschaft bremsen würde. "Die Entscheidung zur Zinsanhebung um 25 Basispunkte erwies sich zudem über alle drei von den Experten erstellten Szenarien hinweg - dem milden, dem ungünstigen und dem schweren - als robust", heißt es in dem Dokument. Diese Einschätzung dürfte die Erwartung stützen, dass die EZB ihren Leitzins im Dezember erneut anheben wird, was auch am Geldmarkt voll eingepreist ist.
Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sinkt erneut
Die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe ist die fünfte Woche in Folge gesunken, da die Arbeitgeber ihren Personalbestand weiterhin stabil halten. In der Woche bis zum 3. Oktober lag die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bei 197.000. Dies waren 2.000 weniger als die revidierten 199.000 der Vorwoche, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 200.000 gerechnet. Die Zahl der fortlaufenden Anträge, die das Gesamtausmaß der Arbeitslosigkeit widerspiegeln, belief sich in der Woche bis zum 26. September auf 1,72 Millionen. Dies entspricht einem Anstieg um 17.000 gegenüber dem nach unten korrigierten Gesamtwert der Vorwoche. Die Daten zu den fortlaufenden Anträgen hinken den Erstanträgen um eine Woche hinterher.
US-Großhandelsbestände im August langsamer gestiegen
Die US-Großhandelsbestände sind im August gewachsen, wie das Handelsministerium am Donnerstag mitteilte. Die Lagerbestände in den Großhandelslagern stiegen im August um 0,5 Prozent auf 964,2 Milliarden US-Dollar. Vom Wall Street Journal befragte Analysten hatten mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent gerechnet. Die Umsätze der Großhändler erhöhten sich im August im Vergleich zum Vormonat um 1,8 Prozent auf 817,5 Milliarden Dollar. Das Verhältnis von Beständen zu Umsätzen lag im August bei 1,18, verglichen mit 1,28 im Vorjahr.
Griechenland schlägt neue 10% Kapitalertragsteuer auf Kryptowährungen vor
Die griechische Regierung hat eine Kapitalertragsteuer von 10 Prozent auf Kryptowährungen vorgeschlagen, niedriger als bei den meisten europäischen Wettbewerbern. Wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Gesetzesentwurf hervorgeht, sollen die ersten 500 Euro an Gewinnen steuerfrei bleiben. Der vorgeschlagene Steuersatz liegt unter den 15 Prozent, die das griechische Finanzministerium laut einem Bericht von Reuters im Juni ins Spiel gebracht hatte. Der vorgeschlagene Steuersatz ist zudem niedriger als die Steuern, die in den meisten anderen europäischen Ländern auf Krypto-Gewinne erhoben werden. Frankreich und Italien verlangen eine Kapitalertragsteuer von 30 beziehungsweise 33 Prozent, während die deutschen Sätze an die Einkommensteuergrenzen gekoppelt sind. Spanien besteuert die Gewinne progressiv mit bis zu 28 Prozent.
Mexikos Inflation steigt im September, Kern-Verbraucherpreise geben nach
Mexikos Inflation hat im September aufgrund von Preissteigerungen bei volatilen Komponenten wie frischen Lebensmitteln und Energie an Fahrt gewonnen, während sich die Kerninflation den achten Monat in Folge abschwächte. Der Index der Verbraucherpreise stieg im vergangenen Monat um 0,42 Prozent. Dies trieb die Zwölfmonatsinflation von 3,26 Prozent im August auf 3,45 Prozent nach oben, wie das nationale Statistikamt Inegi am Donnerstag mitteilte. Die Preise für frisches Obst und Gemüse kletterten im vergangenen Monat um 4,4 Prozent, worunter ein Preissprung von 30 Prozent bei Tomaten fiel. Die Energiekosten erhöhten sich um 0,55 Prozent, wobei sich Flüssiggas für den Hausgebrauch um 3,14 Prozent verteuerte.
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October 08, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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