DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
FEIERTAGSHINWEIS
FREITAG: In Südkorea bleiben die Börsen wegen des Feiertages Hangeul geschlossen.
MONTAG: In Japan findet wegen des Tags des Sports kein Handel statt.
MONTAG: In den USA pausiert der Anleihemarkt wegen des Tags der amerikanischen Ureinwohner
TAGESTHEMA
Der annualisierte Umsatz von OpenAI belief sich per September auf rund 50 Milliarden Dollar und lag damit etwa 20 Milliarden unter den zuvor an Investoren gemeldeten Zahlen. Dies berichtet die Financial Times mit Bezug auf Finanzdokumente. Die Diskrepanz ergebe sich aus unterschiedlichen Berechnungsmethoden für den annualisierten Umsatz bei OpenAI und seinem Konkurrenten Anthropic. Während Anthropic auch Einnahmen aus Verkäufen über Cloud-Partner wie AWS und Google Cloud in seine Kalkulationen einbeziehe, berücksichtige OpenAI solche Partnereinnahmen in seinen Zahlen nicht, heißt es. Der Versuch von Investoren, einen direkten Vergleich zwischen den Umsätzen der beiden Unternehmen herzustellen, habe zu den höheren Schätzungen geführt. Frühere Versuche, die Umsatzzahlen von OpenAI anzupassen, hätten zu Berichten geführt, wonach der annualisierte Umsatz des Unternehmens im August 40 Milliarden Dollar erreicht habe.
AUSBLICK UNTERNEHMEN
07:30 AT/OMV AG, Zwischenbericht 3Q
12:30 US/Delta Airlines Inc, Ergebnis 3Q
AUSBLICK KONJUNKTUR
- US
16:00 Index Verbraucherstimmung Uni Michigan (1. Umfrage) Oktober
PROGNOSE: 48,0
zuvor: 48,1
ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES
Aktuell:
zuletzt +/- %
DAX Futures 25.143,00 +0,7
E-Mini-Future S&P-500 7.842,25 +0,3
E-Mini-Future Nasdaq-100 31.160,25 +0,6
Topix (Tokio) 4.102,24 +0,3
Hang-Seng (Hongk.) 24.115,91 +1,4
Shanghai-Comp. 3.807,81 -0,1
Donnerstag:
INDEX Schluss +/- %
DAX 24.806,97 -1,2
DAX-Future 25.024,00 -0,8
MDAX 29.506,83 -2,0
TecDAX 3.965,53 -2,1
SDAX 17.822,81 -1,9
Euro-Stoxx-50 6.126,73 -0,9
Stoxx-50 5.259,69 -0,6
XDAX 24.992,40 +0,7
Dow-Jones 51.231,64 +0,1
S&P-500 7.765,36 -0,5
Nasdaq Composite 27.193,34 -1,3
FINANZMÄRKTE
EUROPA
Ausblick: Für den Start in den Freitag deutet sich an den europäischen Börsen eine freundliche Tendenz an. Zwar gaben die Indizes an der Wall Street nach, allerdings schlossen sie auch über den Tagestiefs, nachdem im Späthandel die Marktzinsen immer weiter gefallen waren. Im Tagesvergleich sank die meistbeachtete Zehnjahresrendite sogar um 5 Basispunkten auf 5,23 Prozent. Diese merkliche Entspannung bei den Anleihen dürfte wieder für erhöhte Risikobereitschaft sorgen, zumal auf dem an den Vortagen deutlicher ermäßigten Niveaus. Dazu kommt, dass die Ölpreise wieder fallen. Branchenseitig sind die Vorgaben für Aktien mit KI-Fantasie schlecht. Der US-Halbleitderindex knickte um über 3 Prozent ein. Auslöser war ein Bericht der Financial Times. Demnach geht aus der Zeitung vorliegenden Finanzdokumten hervor, dass der annualisierte Umsatz des ChatGPT-Entwicklers OpenAI per Ende September nur bei 50 Milliarden Dollar lag, 20 Milliarden unter der Prognose von OpenAI.
Rückblick: Schwach - Deutlich gestiegene Ölpreise und in der Folge erneut höhere Anleiherenditen drückten auf die Stimmung. Weil höhere Zinsen die Kreditnachfrage dämpfen dürften und auch mit Blick auf die Anleihebestände der Banken, die zuletzt deutlich an Wert verloren haben dürften, wurden Bankaktien verkauft. Der Stoxx-Bankensektor verlor weitere 1,7 Prozent, nachdem er tags zuvor noch deutlicher nachgegeben hatte. Gewinner waren mit den steigenden Ölpreisen Ölwerte, deren Subindex um 2,6 Prozent zulegte. Schwächer zeigten sich Autoaktien. Der Anstieg der Marktzinsen dürfte Autofinanzierungen verteuern, hieß es dazu. Zudem könne die von der EU avisierte härtere Gangart gegen chinesische Importe harte Gegenmaßnahmen auslösen. Der Branchenindex verlor 2,0 Prozent. Argenx brachen nach einem Studienmisserfolg um 15,9 Prozent ein. Die Aktie des Argenx-Produktionspartners Lonza gab um 2,4 Prozent nach. Imperial Brands stiegen um 5,1 Prozent mit der Mitteilung über das frühe Erreichen der Jahresziele und der Ankündigung eines neuen Aktienrückkaufs. Tesco stiegen nach einer erhöhten Prognose um 5,2 Prozent.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Leichter - FMC gaben nach dem kräftigen Minus von fast 7 Prozent am Vortag in Reaktion auf den plötzlichen CEO-Wechsel um weitere 0,9 Prozent nach. Der Kurs der Mutter Fresenius verlor 3,9 Prozent. Belastet von höheren Marktzinsen gaben Immobilienaktien nach, unter anderen Vonovia um 3,3 oder LEG Immobilien um 2,0 Prozent. Südzucker verloren nach finalen Geschäftszahlen 4,5 Prozent. Wegen der Trockenheit im Sommer dürfte die Zuckerrübenernte leiden und damit auch der Zuckerausstoß im zweiten Halbjahr. Jungheinrich fielen nach einer negativen Studie samt Abstufung durch Bank of America um 5,6 Prozent.
USA - AKTIEN
Leichter - Die Belastungsfaktoren des Vortages hatten Bestand, steigende Ölpreise und - zumindest zwischenzeitlich - im Sog der Ölpreise steigende Marktzinsen. Allerdings kamen die Renditen von ihren Tageshochs im Handelsverlauf deutlich zurück und sanken im Tagesvergleich sogar, wozu auch eine gut verlaufene Auktion 30-jähriger Anleihen beitrug. Die Aktienindizes lösten sich darauf etwas von den Tagestiefs. "KI-Aktien" litten unter einem Bericht der Financial Times, dass der Jahresumsatz von OpenAI um rund 20 Milliarden Dollar unter früheren Schätzungen liegen soll. OpenAI habe mitgeteilt, dass sich die Einnahmen gegen Ende des vergangenen Monats auf annualisierter Basis 50 Milliarden Dollar genähert hätten, verglichen mit einer vorherigen Schätzung von rund 70 Milliarden. Nvidia fielen um 2,9 und AMD um 3,9 Prozent, der Halbleiterindex knickte um 3,4 Prozent ein. Wolfspeed stiegen zunächst, nachdem der Halbleiterhersteller eine Finanzierungsvereinbarung mit dem Pentagon abgeschlossen hatte, schlossen aber letztlich 1,1 Prozent im Minus. PepsiCo meldete einen höheren Gewinn und Umsatz, senkte aber auch die Prognose und will die Kosten senken. Der Kurs stieg um 3,7 Prozent. Resources Connection brachen 23 Prozent ein - belastet von einem Umsatzrückgang und einem höheren Verlust.
USA - ANLEIHEN
Rendite +/- 2 Jahre 4,75 -0,01 10 Jahre 5,23 -0,05
Die Renditen kletterten zunächst weiter, kamen dann aber deutlich zurück und gaben sogar nach. Marktteinehmer verwiesen auf eine erneut problemlos verlaufene große Auktion von Staatsanleihen, dazu war von Anleihekäufen die Rede, angesichts des auch im Vergleich zu Aktienanlagen attraktiv angesehenen Renditeniveaus.
DEVISENMARKT
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17.30 EUR/USD 1,124 +0,3 0,0031 1,1209 1,1186 EUR/JPY 177,69 +0,4 0,7200 176,9700 176,9300 EUR/CHF 0,9329 +0,1 0,0007 0,9322 0,9324 EUR/GBP 0,8483 +0,1 0,0011 0,8472 0,8469 USD/JPY 158,05 +0,1 0,1900 157,8600 158,1400 GBP/USD 1,3247 +0,2 0,0023 1,3224 1,3204 USD/CNY 6,6963 -0,1 -0,0058 6,7021 6,7045 USD/CNH 6,6966 -0,1 -0,0068 6,7034 6,7049 AUS/USD 0,6985 +0,4 0,0030 0,6955 0,6959 Bitcoin/USD 82.420,99 +0,8 652,41 81.768,58 83.060,25
Die Kombination aus starken Wirtschaftsdaten und steigenden Ölpreisen sowie US-Renditen stützte den Dollar zunächst, als die renditen dann deutlich zurückfielen, kam auch der Dollar zurück. Im späten US-Handel wurde der Euro mit 1,1210 Dollar bewertet, einen Tick höher als am späten Mittwoch.
ROHSTOFFE
METALLE
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.199,65 +1,6 65,72 4.133,93 Silber 60,45 +1,9 1,11 59,34 Platin 1.679,69 +2,8 45,44 1.634,25
Der Goldpreis zog um 0,8 Prozent an auf 4.140 Dollar, nachdem im späten Handel deutlicher sinkende US-Renditen für Auftrieb bei dem Edelmetall gesorgt hatten.
ÖL
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 90,31 -1,3 -1,18 91,49 Brent/ICE 102,69 -1,5 -1,59 104,28
Die Ölpreise zogen kräftig an, phasenweise betrog das Plus bei Brent über 5 Prozent. Am Ende des tages betrug es knapp 3 Prozent auf 104,15 Dollar. Händler erklärten die Ölpreisrally mit fortgesetzten Angriffen auf die zivile Schifffahrt im Persischen Golf, Berichten über US-Planungen für neue Angriffe auf den Iran und den Wirbelsturm Isaias, der die Ölförderung im Golf von Mexiko einschränkt. Für etwas Entspannung sorgten im Handelsverlauf Aussagen von US-Präsident Trump über produktive Gespräche mit dem Iran und dass die USA den Iran nicht vor den Zwischenwahlen angreifen würden.
MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR
AIRBUS
hat im September insgesamt 72 Maschinen an 37 Kunden ausgeliefert. Damit wurden von Januar bis September insgesamt 547 Flugzeuge an 84 Kunden übergeben. Wie der Flugzeughersteller weiter mitteilte, erhielt er im vergangenen Monat brutto 17 neue Aufträge.
VOLKSWAGEN
muss wegen eines Jahre zurückliegenden Verstoßes gegen die Marktmissbrauchsverordnung eine Geldbuße von 1,2 Millionen Euro zahlen.
SHELLY
hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres den Umsatz mit Shelly-Geräten und damit verbundenen Dienstleistungen nach vorläufigen Berechnungen im Vergleich zum Vorjahr um rund 30 Prozent auf rund 112,8 Millionen Euro gesteigert. Dabei beschleunigte sich das Umsatzwachstum im dritten Quartal gegenüber den beiden vorangegangenen Quartalen.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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October 09, 2026 01:43 ET (05:43 GMT)
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