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MÄRKTE USA/Etwas festerer Börsenstart - Telekomtitel auf Talfahrt

DJ MÄRKTE USA/Etwas festerer Börsenstart - Telekomtitel auf Talfahrt

DOW JONES--Nach einer zweitägigen Durststrecke startet die Wall Street am Freitag mit Aufschlägen. Rekordhochs am Montag und Dienstag folgten Abschlägen an den Folgetagen. Der Aktienmarkt hängt weiter ganz entscheidend an der Ölpreisentwicklung und den Anleiherenditen. Während die Rohölpreise sinken und damit die Inflationssorgen etwas dämpfen und somit die Börse stützen, ziehen die Anleiherenditen wieder etwas an, bewegen sich aber klar unter den jüngsten 24-Jahreshochs. Im frühen Geschäft legt der Dow-Jones-Index um 0,3 Prozent auf 51.391 Punkte zu, S&P-500 und Nasdaq-Composite gewinnen 0,3 bzw. 0,4 Prozent.

Am Vorabend ging die dritte Auktion von US-Staatsanleihen in dieser Woche erneut problemlos über die Bühne, womit sich Befürchtungen über eine nachlassende Nachfrage zerstreuen. "Es war eine gute Woche für US-Anleiheauktionen", urteilen die ING-Analysten Padhraic Garveyund und Benjamin Schroeder. Zehnjährige US-Staatsanleihen rentieren mit 5,26 Prozent 3 Basispunkte höher.

Mit den leicht zulegenden Renditen klettert auch der US-Dollar, der Dollar-Index rückt 0,1 Prozent vor. Der Greenback hat laut ING-Analyst Francesco Pesole nur begrenzten Spielraum für einen Rückgang, da die Anleihemärkte und die Risikostimmung fragil blieben, während von der US-Notenbank erwartet werde, dass sie die Zinsen im Dezember erneut anheben werde.

Die Ölpreise kommen leicht zurück, nachdem US-Präsident Donald Trump von produktiven Gesprächen mit Teheran gesprochen und zumindest kurzfristig keine Angriffe auf den Iran avisiert hat. Aktuell verbilligt sich Erdöl der Sorte Brent um 1,0 Prozent auf 103,20 Dollar. Die sich unter ihren jüngsten Hochs bewegenden Renditen machen Gold attraktiver, die Feinunze versteuert sich um 1,2 Prozent.

Die Verwirrung um die Umsatzentwicklung von OpenAI, die am Vortag die Sektorwerte belastet hatte, scheint sich etwas gelegt zu haben. Daher erholen sich KI-bezogene Aktien im vorbörslichen Handel. Berichte über einen deutlich niedrigeren Erlös bei OpenAI als zunächst kommuniziert hatten zunächst für Unruhe gesorgt, aber offenbar ging die Diskrepanz aus unterschiedlichen Berechnungsmethoden für den annualisierten Umsatz bei OpenAI und seinem Konkurrenten Anthropic zurück. Der Versuch von Investoren, einen direkten Vergleich zwischen den Umsätzen der beiden Unternehmen herzustellen, habe zu den zunächst höheren Schätzungen geführt, heißt es.

Zudem macht ein Bloomberg-Bericht Hoffnung, dass das fortschrittliche KI-Modell weiterhin auf Kurs sei, 70 Milliarden Dollar an Umsatz zu erreichen. "Die Märkte haben einen weiteren KI-Entlastungsimpuls erhalten, aber die zugrunde liegende Struktur bleibt fragil", sagt Analyst Patrick Munnelly von Tickmill. Nvidia erholen sich um 0,7 Prozent, Intel um 0,4 Prozent und AMD um 0,6 Prozent.

Aktien aus dem Telekommunikationssektor stechen mit deutlichen Abgaben hervor. Das Raketen- und KI-Unternehmen SpaceX (+2,6%) will seine Anstrengungen verstärkt, ins US-Mobilfunkgeschäft einzusteigen. Dafür hat das Unternehmen von Elon Musk mit einem großen Frequenzkauf den Grundstein gelegt. T-Mobile US büßen 8,9 Prozent ein, Verizon Communications 6,3 Prozent und AT&T 8,4 Prozent.

Alignment Healthcare brechen um 25,4 Prozent ein, die US-Behörde CMS hat die wichtigen Medicare-Qualitätseinstufungen der Versicherung abgestuft, es droht damit ein Wegfall von Qualitätsboni. Umgekehrt darf Humana auf höhere Zahlungen hoffen, der Kurs springt um 14,3 Prozent nach oben.

Nach einem gesenkten Ausblick sinken Delta Air Lines um 2,9 Prozent. Lumentum legen 7,1 Prozent zu. Laut CEO Michael Hurlston sind die optischen Komponenten des Unternehmens angesichts des Booms bei KI-Rechenzentren bis Anfang 2029 vollständig ausverkauft.

=== 
INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     51.390,75  +0,3  +159,11    51.231,64 
S&P-500    7.789,16  +0,3  +23,80    7.765,36 
NASDAQ Comp 27.299,41  +0,4  +106,07    27.193,34 
NASDAQ 100  30.852,70  +0,4  +126,89    30.725,81 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,80 +0,05    4,81      4,75 
5 Jahre           5,03 +0,04    5,03      4,97 
10 Jahre          5,26 +0,03    5,27      5,22 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17.30 
EUR/USD          1,1195  -0,1  -0,0014     1,1209   1,1186 
EUR/JPY          177,26  +0,2   0,2900     176,97  176,9300 
EUR/CHF          0,931  -0,1  -0,0012     0,9322   0,9324 
EUR/GBP          0,8468  -0,1  -0,0004     0,8472   0,8469 
USD/JPY          158,31  +0,3   0,4500     157,86  158,1400 
GBP/USD          1,3216  -0,1  -0,0008     1,3224   1,3204 
USD/CNY          6,692  -0,2  -0,0101     6,7021   6,7045 
USD/CNH          6,6931  -0,2  -0,0103     6,7034   6,7049 
AUS/USD          0,6971  +0,2   0,0016     0,6955   0,6959 
Bitcoin/USD      83.042,14  +1,6  1.273,56    81.768,58 83.060,25 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         90,80  -0,8   -0,69      91,49 
Brent/ICE         103,2  -1,0   -1,08     104,28 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.182,62  +1,2   48,69    4.133,93 
Silber           60,62  +2,2    1,28      59,34 
Platin         1.679,65  +2,8   45,40    1.634,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/cbr

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October 09, 2026 09:42 ET (13:42 GMT)

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