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MÄRKTE EUROPA/Börsen mit Erholung - Telekomtitel machen nicht mit

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen mit Erholung - Telekomtitel machen nicht mit

DOW JONES--Die europäischen Börsen haben sich am Freitag mit freundlicher Tendenz gezeigt. Damit erholten sie sich vom Rücksetzer am Vortag. Für Entspannung und wieder mehr Risikobereitschaft sorgten zunächst gesunkene Ölpreise und Marktzinsen, auch wenn diese positiven Effekt im späten Geschäft ausliefen - es tat der positiven Stimmungen keinen Abbruch. Die meistbeachtete US-Zehnjahresrendite bewegte sich klar unter den jüngsten 24-Jahreshochs. Eine erneut problemlos verlaufene große Auktion von US-Staatsanleihen am Vorabend beruhigte.

Der DAX stieg um 1,1 Prozent auf 25.087 Punkte und sprang damit wieder über die Marke von 25.000 Punkten, die er am Vortag unterschritten hatte. Der Euro-Stoxx-50 legte um 0,8 Prozent zu. Die Ölpreise kamen zunächst leicht zurück, nachdem US-Präsident Donald Trump von produktiven Gesprächen mit Teheran gesprochen und zumindest kurzfristig keine Angriffe auf den Iran avisiert hatte. Im späten Geschäft drehten sie knapp ins Plus.

Branchenseitig stachen Aktien aus dem Telekomsektor negativ heraus - der Subindex im Stoxx-50 bildete mit minus 2,9 Prozent das Schlusslicht. Auslöser war, dass das Raketen- und KI-Unternehmen SpaceX seine Anstrengungen verstärkt, ins Mobilfunkgeschäft in den USA einzusteigen. Im Einzelnen verlor die Aktie der über die Tochter T-Mobile US besonders stark in den USA aktiven Deutschen Telekom 7,9 Prozent. BT Group gaben um 2,4 Prozent nach, Orange um 2,6, Vodafone um 4,9 und Telefonica um 4,6 Prozent.

Auffallend fest zeigten sich dagegen Softwareaktien. Im DAX schossen SAP um 3,7 Prozent nach oben, in London legten Sage um 4,3 und Relx um 4,8 Prozent zu, in Amsterdam Wolters Kluwer um 4,5 und in Paris Dassault Systemes um 0,7 sowie in Zürich Temenos um 2,5 Prozent. Nemetschek machten sogar einen Satz um 4,9 Prozent. Capgemini gewannen in Paris 3,8 Prozent. Marktteilnehmer spekulierten über eine für Softwareunternehmen günstige Interpretation der Meldungslage um OpenAI. Laut Berichten könnte der Jahresumsatz des ChatGPT-Entwicklers möglicherweise deutlich unter den bisherigen Annahmen ausfallen. Anleger schätzten die Risiken einer schnellen Verdrängung herkömmlicher Software durch KI geringer ein.

Mit Abschlägen von 0,2 Prozent partizipierten BASF nicht an der Rally des Gesamtmarkts. Belastend dürfte ein Reuters-Bericht gewirkt haben, wonach laut einem Insider die aktuelle Offerte von BASF für Evonik nicht das letzte Wort ist. Aus Marktsicht wäre das keine echte Überraschung. Evonik gewannen 1,8 Prozent auf 21,36 Euro. Damit blieb das Papier aber noch unter dem aktuellen Gebot von BASF von vermeintlich 22,15 Euro je Anteilsschein.

Um 6,6 Prozent nach oben ging es für Rational, nachdem RBC die Aktie des Großküchenherstellers auf "Outperform" erhöht hatte. Gleiches hatte das Analysehaus mit Heidelberg Materials getan, hier ging es um 1,8 Prozent nordwärts. Salzgitter schossen nach einer Hochstufung auf "Buy" durch die UBS sogar um 13,4 Prozent nach oben, Arcelormittal legten ebenso nach einer neuen UBS-Kaufempfehlung um 5,6 Prozent zu. Im Sog stiegen Thyssenkrupp um 6,7 Prozent.

Roche verteuerten sich um 1,5 Prozent. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte das Roche-Krebsmedikament Tecentriq für eine zwölfte Indikation zugelassen. OMV verloren 2,9 Prozent. Der österreichische Energie- und Chemiekonzern erwartet im dritten Quartal 2026 Gegenwind für das operative Ergebnis.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.173       +0,8          +5,8 
Stoxx-50        5.305       +0,9          +7,0 
Stoxx-600        632       +1,0          +5,6 
DAX          25.087       +1,1          +1,3 
FTSE-100 London    10.442       +1,1          +5,1 
CAC-40 Paris      7.730       +1,0          -5,2 
AEX Amsterdam     1.121       +0,9         +17,9 
ATHEX-20 Athen     6.577       -0,5         +22,9 
BEL-20 Brüssel     5.399       +1,0          +6,3 
BUX Budapest     137.166       +3,3         +23,5 
OMXH-25 Helsinki    6.345       +0,5         +11,2 
OMXC-20 Kopenhagen   1.495       +1,5          -7,0 
PSI 20 Lissabon    9.348       -0,9         +13,1 
IBEX-35 Madrid    18.929       +0,6          +9,4 
FTSE-MIB Mailand   49.298       +0,9          +9,7 
OBX Oslo        1.954       +1,2         +22,3 
PX Prag        2.545       +1,2          -5,2 
OMXS-30 Stockholm   3.202       +1,7         +11,1 
WIG-20 Warschau   157.901       +1,4         +32,9 
ATX Wien        6.561       -0,3         +23,2 
SMI Zürich      13.637       +1,1          +2,8 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17.30 
EUR/USD          1,1192  -0,2  -0,0017     1,1209   1,1186 
EUR/JPY          177,19  +0,1  0,2200     176,97  176,9300 
EUR/CHF          0,9294  -0,3  -0,0028     0,9322   0,9324 
EUR/GBP          0,846  -0,1  -0,0012     0,8472   0,8469 
USD/JPY          158,3  +0,3  0,4400     157,86  158,1400 
GBP/USD          1,3227  +0,0  0,0003     1,3224   1,3204 
USD/CNY          6,692  -0,2  -0,0101     6,7021   6,7045 
USD/CNH          6,6931  -0,2  -0,0103     6,7034   6,7049 
AUS/USD          0,6977  +0,3  0,0022     0,6955   0,6959 
Bitcoin/USD      82.857,71  +1,3 1.089,13    81.768,58 83.060,25 
 
ROHÖL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         91,76  +0,3   0,27      91,49 
Brent/ICE         104,48  +0,2   0,20     104,28 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.192,40  +1,4   58,47    4.133,93 
Silber           60,93  +2,7   1,59      59,34 
Platin         1.686,17  +3,2   51,92    1.634,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/cbr

(END) Dow Jones Newswires

October 09, 2026 12:13 ET (16:13 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
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