Berlin (ots) -
Die geplante Streichung des Kindersofortzuschlags für Familien, die Kinderzuschlag beziehen, ist am heutigen Montag Thema einer Anhörung im Haushaltsausschuss des Bundestags. Die Bundesregierung will die Streichung des Sofortzuschlags von 25 Euro pro Monat und Kind im Haushaltsgesetz 2027 festschreiben. Von der Streichung des Kindersofortzuschlags wären rund 1,45 Millionen Kinder betroffen, die Anspruch auf den Kinderzuschlag haben. Der Sofortzuschlag war im Zuge der Beratungen über eine Kindergrundsicherung eingeführt worden.
Aus Sicht des Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG ist die Streichung der falsche Weg, denn der Betrag ist eine wichtige Unterstützungsleistung für Familien mit geringem Einkommen.
Florian Westphal, Geschäftsführer von Save the Children Deutschland und Sprecher des Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG kommentiert:
"Obwohl die Inflation steigt und die hohen Lebenshaltungskosten schon jetzt viele Familien über ihre Belastungsgrenzen bringen, möchte die Bundesregierung diese wichtige Zusatzleistung streichen. Das ist Haushaltskonsolidierung auf Kosten von Kindern. Armutsbetroffene und armutsgefährdete Familien wissen schon jetzt nicht, wie sie grundlegende Bedürfnisse und gesellschaftliche Teilhabe ihrer Kinder bezahlen sollen. Die Folgen finanzieller Not spüren die Kinder in Form von Stress, Sorgen und sozialer Ausgrenzung. Einen ersatzlosen Wegfall des Kindersofortzuschlags lehnen wir als Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG ab. Denn 25 Euro können am Ende des Monats den Unterschied machen, ob das Geld noch für den Ausflug oder ein gesundes Pausenbrot ausreicht. Die Förderung von Kindern sollte für die Bundesregierung und den Bundestag Priorität haben. Das zahlt sich auch langfristig für unsere Gesellschaft und Wirtschaft aus. Investitionen in das bestmögliche Aufwachsen von Kindern sind elementare Zukunftsinvestitionen."
Daniel Grein, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes und Koordinator des Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG:
"Kinder und ihre Familien stehen unter einem enormen finanziellen Druck. Doch statt sie zu entlasten, plant die Bundesregierung weitere Einschnitte bei Familienleistungen. Neben dem Kindersofortzuschlag stehen auch Kürzungen beim Wohngeld und beim Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende im Raum. Gerade Familien mit geringem Einkommen drohen damit gleich mehrere finanzielle Belastungen. Das ist ein fatales Signal an Eltern, aber auch an Kinder und Jugendliche: Ihre Bedürfnisse, ihre Chancen und ihr gutes Aufwachsen haben politisch offenbar keine Priorität. Dabei brauchen wir genau das Gegenteil: eine grundlegende Neuberechnung des kindlichen Existenzminimums, die sich daran orientiert, was Kinder für ein gutes Aufwachsen und gesellschaftliche Teilhabe tatsächlich benötigen. Und wir brauchen endlich eine echte Kindergrundsicherung, die Kinder wirksam vor Armut schützt, statt ihnen Stück für Stück finanzielle Unterstützung zu entziehen."
Das Bündnis Kindergrundsicherung macht sich seit 2009 mit einer wachsenden Zahl von Mitgliedsverbänden für eine echte Kindergrundsicherung stark. Dabei sollen möglichst viele Leistungen gebündelt, automatisiert sowie in ausreichender Höhe ausgezahlt werden.
Weitere Infos zum Bündnis Kindergrundsicherung finden Sie hier: www.kinderarmut-hat-folgen.de
Pressekontakt:
Der Kinderschutzbund Bundesverband, Juliane Wlodarczak
(Pressesprecherin), 030-214809-20 und presse@dksb.de
Save the Children Deutschland, Susanne Sawadogo (Medienreferentin)
030-27595979-120, susanne.sawadogo@savethechildren.de
Original-Content von: Save the Children Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/106106/6368883
Die geplante Streichung des Kindersofortzuschlags für Familien, die Kinderzuschlag beziehen, ist am heutigen Montag Thema einer Anhörung im Haushaltsausschuss des Bundestags. Die Bundesregierung will die Streichung des Sofortzuschlags von 25 Euro pro Monat und Kind im Haushaltsgesetz 2027 festschreiben. Von der Streichung des Kindersofortzuschlags wären rund 1,45 Millionen Kinder betroffen, die Anspruch auf den Kinderzuschlag haben. Der Sofortzuschlag war im Zuge der Beratungen über eine Kindergrundsicherung eingeführt worden.
Aus Sicht des Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG ist die Streichung der falsche Weg, denn der Betrag ist eine wichtige Unterstützungsleistung für Familien mit geringem Einkommen.
Florian Westphal, Geschäftsführer von Save the Children Deutschland und Sprecher des Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG kommentiert:
"Obwohl die Inflation steigt und die hohen Lebenshaltungskosten schon jetzt viele Familien über ihre Belastungsgrenzen bringen, möchte die Bundesregierung diese wichtige Zusatzleistung streichen. Das ist Haushaltskonsolidierung auf Kosten von Kindern. Armutsbetroffene und armutsgefährdete Familien wissen schon jetzt nicht, wie sie grundlegende Bedürfnisse und gesellschaftliche Teilhabe ihrer Kinder bezahlen sollen. Die Folgen finanzieller Not spüren die Kinder in Form von Stress, Sorgen und sozialer Ausgrenzung. Einen ersatzlosen Wegfall des Kindersofortzuschlags lehnen wir als Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG ab. Denn 25 Euro können am Ende des Monats den Unterschied machen, ob das Geld noch für den Ausflug oder ein gesundes Pausenbrot ausreicht. Die Förderung von Kindern sollte für die Bundesregierung und den Bundestag Priorität haben. Das zahlt sich auch langfristig für unsere Gesellschaft und Wirtschaft aus. Investitionen in das bestmögliche Aufwachsen von Kindern sind elementare Zukunftsinvestitionen."
Daniel Grein, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes und Koordinator des Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG:
"Kinder und ihre Familien stehen unter einem enormen finanziellen Druck. Doch statt sie zu entlasten, plant die Bundesregierung weitere Einschnitte bei Familienleistungen. Neben dem Kindersofortzuschlag stehen auch Kürzungen beim Wohngeld und beim Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende im Raum. Gerade Familien mit geringem Einkommen drohen damit gleich mehrere finanzielle Belastungen. Das ist ein fatales Signal an Eltern, aber auch an Kinder und Jugendliche: Ihre Bedürfnisse, ihre Chancen und ihr gutes Aufwachsen haben politisch offenbar keine Priorität. Dabei brauchen wir genau das Gegenteil: eine grundlegende Neuberechnung des kindlichen Existenzminimums, die sich daran orientiert, was Kinder für ein gutes Aufwachsen und gesellschaftliche Teilhabe tatsächlich benötigen. Und wir brauchen endlich eine echte Kindergrundsicherung, die Kinder wirksam vor Armut schützt, statt ihnen Stück für Stück finanzielle Unterstützung zu entziehen."
Das Bündnis Kindergrundsicherung macht sich seit 2009 mit einer wachsenden Zahl von Mitgliedsverbänden für eine echte Kindergrundsicherung stark. Dabei sollen möglichst viele Leistungen gebündelt, automatisiert sowie in ausreichender Höhe ausgezahlt werden.
Weitere Infos zum Bündnis Kindergrundsicherung finden Sie hier: www.kinderarmut-hat-folgen.de
Pressekontakt:
Der Kinderschutzbund Bundesverband, Juliane Wlodarczak
(Pressesprecherin), 030-214809-20 und presse@dksb.de
Save the Children Deutschland, Susanne Sawadogo (Medienreferentin)
030-27595979-120, susanne.sawadogo@savethechildren.de
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