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MÄRKTE EUROPA/Börsen weiter auf dem Weg nach oben - Ölpreis steigt kräftig

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen weiter auf dem Weg nach oben - Ölpreis steigt kräftig

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Die europäischen Börsen haben am Montag die Aufwärtsbewegung vom Freitag fortgesetzt. Für Kaufbereitschaft sorgte laut Marktteilnehmern, dass es am Anleihemarkt weitgehend ruhig blieb. Trotz wieder deutlich gestiegener Ölpreise und damit verbundenen Inflationsängsten stiegen die Marktzinsen kaum. Daneben sorgte der schwache Euro für Unterstützung, durch ihn verbilligen sich unter anderem die Exporte von Unternehmen aus der Eurozone, aber auch Käufe von Aktien durch Adressen aus dem Dollarraum. Einen positiven Impuls habe auch bewirkt, dass US-Präsident Trump eine begrenzte "Energie-Waffenruhe" im ukrainisch-russischen Krieg erklärt habe, also einen Verzicht von Angriffen auf Energieinfrastruktur, hieß es. Allerdings schien es an der Umsetzung zuletzt noch zu haken.

Der DAX gewann 0,8 Prozent auf 25.278 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,5 Prozent nach oben. Der Euro fiel auf 1,1158 Dollar zurück von gut 1,12 am Freitag.

Der Brent-Ölpreis stieg um rund 2 Prozent auf 107 Dollar. Er zeigte sich unbeeindruckt davon, dass nach einem Deal zwischen Trump und dem russischen Präsident Putin große Mengen russischen Diesels auf den Weltmarkt kommen - im Gegenzug für gelockerte US-Sanktionen. Gemessen am weltweiten Energieverbrauch gehe es dabei um keine große Menge, hieß es im Handel. Zudem sei der Schritt sehr umstritten und ändere nichts an den geopolitischen Unwägbarkeiten und immer neuen Gewaltaktionen im Nahen Osten.

Die Nachrichtenlage war dünn im Vorfeld der ab Dienstag anlaufenden Berichtssaison der Unternehmen, beginnend in den USA, mit den Banken. VW veröffentlichte Absatzzahlen für das dritte Quartal, die insgesamt schwach ausfielen - insbesondere in China. Nachdem in der Vorwoche bereits die Zahlen von Mercedes-Benz enttäuscht hatten, steckte der Markt die Zahlen gut weg. Der jüngste Deal der EU mit China über eine Begrenzung der chinesischen Exporte von Hybridmodellen stützte die Autoaktien in der Breite nicht mehr. Für VW ging es um 0,6 Prozent nach oben, während BMW und Mercedes-Benz leicht nachgaben. Renault legten um 1,3 Prozent zu, Stellantis fielen dagegen um 0,8 Prozent.

Rüstungsaktien wurden von einer Sektorstudie von Morgan Stanley gestützt. Die Analysten erwarten einen Anstieg der Aufträge, was zum Auslöser für eine saisonale Rally werden könnte. Deutschlands Verteidigungsausgaben träten in eine Phase spürbarer Beschleunigung. Daneben sorgte für Auftrieb, dass die Nato den neuen Militärplan vorstellte, der vorsieht, einen potenziellen russischen Angriff entlang der Ostflanke mit einer Mischung aus Feuerkraft, autonomen Systemen und Sensoren zu vereiteln. Rheinmetall gewannen 2,5 Prozent und waren damit größter DAX-Gewinner. Hensoldt legten um 5,8 oder TKMS um 3,5 Prozent zu. In Mailand legten Leonardo um 1,8 Prozent zu, in Paris Thales um 2,0 Prozent und in London BAe Systems um 1,2 Prozent.

Bankaktien zeigten eine Gegenbewegung und waren die Tagesgewinner bei den Branchen. Sie hatten zuletzt stärker unter Druck gestanden, belastet unter anderem von der jüngsten Schwäche der Anleihen, die sich auch zuhauf in den Portfolios der Banken finden. Der Stoxx-Subindex gewann 1,5 Prozent.

Schwach lagen Halbleiteraktien im Markt. Hier belasteten wieder einmal Bedenken über die Nachhaltigkeit und die Rentabilität der anhaltenden hohen KI-Investitionen - zumal es die Unternehmen bei der Finanzierung inzwischen mit einem deutlich höheren Zinsniveau zu tun haben. Im DAX verloren Infineon 2,8 Prozent, im TecDAX Aixtron 2,4 und Elmos 4,2 Prozent. In Amsterdam gaben BE Semiconductor um 2,2 Prozent nach und ASML um 1,6 Prozent.

Ahold Delhaize verloren 2,8 Prozent nach der Mitteilung, dass der Einzelhändler Opfer eines Cybersicherheitsvorfalls geworden ist, worauf als Vorsichtsmaßnahme einige Systeme vom Netz genommen wurden.

Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.201       +0,5          +6,6 
Stoxx-50        5.340       +0,7          +7,9 
Stoxx-600        636       +0,7          +6,7 
DAX          25.278       +0,8          +2,4 
FTSE-100 London    10.552       +1,0          +6,3 
CAC-40 Paris      7.803       +0,4          -4,3 
AEX Amsterdam     1.131       +0,4         +18,9 
ATHEX-20 Athen     6.547       +1,4         +22,4 
BEL-20 Brüssel     5.455       +0,7          +7,4 
BUX Budapest     141.671       +0,9         +27,6 
OMXH-25 Helsinki    6.379       +0,4         +11,8 
OMXC-20 Kopenhagen   1.518       +0,6          -5,6 
PSI 20 Lissabon    9.268       +0,5         +12,2 
IBEX-35 Madrid    19.033       +1,3         +10,0 
FTSE-MIB Mailand   49.746       +0,6         +10,7 
OBX Oslo        1.978       +0,1         +23,8 
PX Prag        2.577       +0,8          -4,1 
OMXS-30 Stockholm   3.258       +0,4         +13,0 
WIG-20 Warschau   158.835       +0,6         +34,7 
ATX Wien        6.543       +1,0         +22,9 
SMI Zürich      13.787       +0,7          +3,9 
* gerundet 

DEVISEN     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag    Fr, 17.31 
EUR/USD     1,1158  -0,4  -0,0043     1,1201      1,1193 
EUR/JPY     177,09  -0,1  -0,2200     177,31     177,2500 
EUR/CHF     0,9313  +0,2  0,0015     0,9298      0,9300 
EUR/GBP     0,8448  -0,2  -0,0014     0,8462      0,8460 
USD/JPY     158,69  +0,2  0,3800     158,31     158,3500 
GBP/USD     1,3204  -0,2  -0,0027     1,3231      1,3228 
USD/CNY     6,6925  +0,0  0,0005     6,6920      6,6920 
USD/CNH     6,6951  +0,0  0,0024     6,6927      6,6935 
AUS/USD     0,6958  -0,3  -0,0024     0,6982      0,6976 
Bitcoin/USD  82.793,92  -1,0  -820,63    83.614,55    82.949,37 
 
 
ROHOEL     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     93,83  +2,2   1,98      91,85 
Brent/ICE     106,6  +1,8   1,88     104,72 
 
 
Metalle     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.164,36  -0,7  -29,47    4.193,83 
Silber      60,26  -0,9   -0,55      60,81 
Platin     1.682,30  -0,3   -4,91    1.687,21 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos/cbr

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October 12, 2026 12:09 ET (16:09 GMT)

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KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
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