BERLIN (dpa-AFX) - Studentinnen und Studenten berichten seltener von Mobbing, verbalen Aggressionen oder Gewalt als Azubis. Das zeigt eine neue Forsa-Umfrage für die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.
Beleidigung und Beschimpfungen haben 23 Prozent der Studierenden eigenen Angaben zufolge schon einmal erlebt oder beobachtet - mit 42 Prozent ist der Anteil der Azubis, die davon berichten, dagegen deutlich höher. Mobbing und längeres Ausgegrenzt-Werden kennen der Umfrage zufolge 12 Prozent des Nachwuchses an den Hochschulen und 28 Prozent der Azubis aus eigener Erfahrung oder Beobachtung.
14 Prozent der Auszubildenden haben schon Gewalt oder körperliche Übergriffe erfahren oder beobachtet, aber nur 3 Prozent der Studierenden. Weitere Details zu den genannten Gewalterfahrungen ließen sich aus der Befragung nicht entnehmen.
Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz werden in der Berufsausbildung nach eigenen Angaben häufig thematisiert. 91 Prozent der Auszubildenden haben während ihrer Ausbildung bereits etwas über Unfallverhütung und Gesundheitsschutz erfahren. Bei den Studierenden sind es 53 Prozent.
Entsprechend fühlen sich 72 Prozent der Azubis durch ihre Ausbildung gut oder sehr gut auf ein sicheres und gesundes Berufsleben vorbereitet. Unter den Studierenden sagen dies nur 40 Prozent.
In der Ausbildung lernen junge Menschen unter anderem, wie sie Unfälle vermeiden, Gefahren am Arbeitsplatz erkennen und sich bei einem Brand richtig verhalten. Auch der Umgang mit Arbeitsmitteln und Schutzkleidung sowie ergonomisches Arbeiten gehören zu den vermittelten Inhalten.
Berufsgenossenschaften und Unfallkassen unterstützen Betriebe und Bildungseinrichtungen dabei, Sicherheit und Gesundheit von Anfang an in Ausbildung und Studium zu verankern./bw/DP/zb
