Berlin/München (ots) -
In Deutschland gilt seit 2009 eine Krankenversicherungspflicht. Trotzdem konnten sieben von zehn der befragten Patient*innen von Ärzte der Welt im Jahr 2025 zuvor keine medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, obwohl sie krank waren. Das zeigt der neue Gesundheitsreport (https://www.aerztederwelt.org/publikationen/gesundheitsreport/)der Organisation, den ihre Direktorin Katri Bertram am 13. Oktober auf dem World Health Summit in Berlin vorstellt (https://www.worldhealthsummit.org/speaker/katri-bertram). Basierend auf Daten aus den Ärzte der Welt-Praxen dokumentiert der Bericht, aus welchen Gründen und mit welchen Folgen Menschen in Deutschland von Gesundheitsversorgung ausgeschlossen sind.
Der Ärzte der Welt-Gesundheitsreport legt nicht nur die Lücken des deutschen Gesundheitssystems offen, sondern gibt auch einen Einblick in die Lebensrealität betroffener Menschen: 97 Prozent der Patient*innen aus den Ärzte der Welt-Praxen und Behandlungsbussen in Berlin, Hamburg, München und Magdeburg waren von Armut betroffen, 87 Prozent waren wohnungslos. Diese Lebensbedingungen machen Menschen krank.
"Auch für Deutschland muss das international vereinbarte Ziel gelten, dass alle Menschen medizinische Hilfe in Anspruch nehmen können, ohne diskriminiert zu werden oder in finanzielle Nöte zu geraten," fordert Ärzte der Welt-Direktorin Bertram. "Unsere Programme zeigen, dass eine niedrigschwellige und bedarfsgerechte Versorgung möglich wäre, wenn es den politischen Willen dazu gäbe."
Lesen Sie den vollständigen Gesundheitsreport hier: https://www.aerztederwelt.org/publikationen/gesundheitsreport/
Über Ärzte der Welt: In München, Berlin, Magdeburg, Hamburg und Stuttgart bietet Ärzte der Welt in Praxen und Behandlungsbussen medizinische Hilfe und soziale Beratung für Patient*innen, die keine Krankenversicherung haben oder aus anderen Gründen zu keiner regulären Arztpraxis gehen können. Ehrenamtlichen Ärzt*innen behandeln dort regelmäßig Erkrankungen, die unzureichend versorgt oder nicht diagnostiziert worden sind - darunter chronische Krankheiten, Infektionen, schlecht heilende Wunden und psychische Leiden.
Pressekontakt:
Stephanie Kirchner
Pressereferentin
Ärzte der Welt e.V.
m. +49 (0) 159 0406 2104
@ stephanie.kirchner@aerztederwelt.org
www.aerztederwelt.org
Original-Content von: Ärzte der Welt e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/36565/6369779
In Deutschland gilt seit 2009 eine Krankenversicherungspflicht. Trotzdem konnten sieben von zehn der befragten Patient*innen von Ärzte der Welt im Jahr 2025 zuvor keine medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, obwohl sie krank waren. Das zeigt der neue Gesundheitsreport (https://www.aerztederwelt.org/publikationen/gesundheitsreport/)der Organisation, den ihre Direktorin Katri Bertram am 13. Oktober auf dem World Health Summit in Berlin vorstellt (https://www.worldhealthsummit.org/speaker/katri-bertram). Basierend auf Daten aus den Ärzte der Welt-Praxen dokumentiert der Bericht, aus welchen Gründen und mit welchen Folgen Menschen in Deutschland von Gesundheitsversorgung ausgeschlossen sind.
Der Ärzte der Welt-Gesundheitsreport legt nicht nur die Lücken des deutschen Gesundheitssystems offen, sondern gibt auch einen Einblick in die Lebensrealität betroffener Menschen: 97 Prozent der Patient*innen aus den Ärzte der Welt-Praxen und Behandlungsbussen in Berlin, Hamburg, München und Magdeburg waren von Armut betroffen, 87 Prozent waren wohnungslos. Diese Lebensbedingungen machen Menschen krank.
"Auch für Deutschland muss das international vereinbarte Ziel gelten, dass alle Menschen medizinische Hilfe in Anspruch nehmen können, ohne diskriminiert zu werden oder in finanzielle Nöte zu geraten," fordert Ärzte der Welt-Direktorin Bertram. "Unsere Programme zeigen, dass eine niedrigschwellige und bedarfsgerechte Versorgung möglich wäre, wenn es den politischen Willen dazu gäbe."
Lesen Sie den vollständigen Gesundheitsreport hier: https://www.aerztederwelt.org/publikationen/gesundheitsreport/
Über Ärzte der Welt: In München, Berlin, Magdeburg, Hamburg und Stuttgart bietet Ärzte der Welt in Praxen und Behandlungsbussen medizinische Hilfe und soziale Beratung für Patient*innen, die keine Krankenversicherung haben oder aus anderen Gründen zu keiner regulären Arztpraxis gehen können. Ehrenamtlichen Ärzt*innen behandeln dort regelmäßig Erkrankungen, die unzureichend versorgt oder nicht diagnostiziert worden sind - darunter chronische Krankheiten, Infektionen, schlecht heilende Wunden und psychische Leiden.
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