DJ MÄRKTE ASIEN/Leichte Abgaben - Chipwerte unter Abgabedruck - Börse Seoul verliert 6,3%
DOW JONES--Teilweise kräftig abwärts geht es am Dienstag an den ostasiatischen Aktienmärkten. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen, anstehende US-Inflationsdaten und der Beginn der Berichtssaison in den USA drückten auf das Sentiment, heißt es. Unter Abgabedruck stehen dabei vor allem die Technologiewerte, die den negativen Vorgaben der Wall Street folgen. Dort hatten vor allem Chip-Werte nachgegeben mit Aussagen von Broadcom-CEO Hock Tan.
Die KI-Unternehmen investierten massiv in den Aufbau von Rechenzentren und Rechenkapazität, in der Erwartung, dass die Nachfrage weiter stark ansteigen werde. Es bestünden jedoch Zweifel, ob diese Investitionen die Renditen erwirtschaften würden, die Unternehmen und ihre Investoren erwarteten, so Tan. Intel-CEO Lip-Bu Tan äußerte ähnliche Bedenken und hob sowohl die Finanzierungskosten als auch die Notwendigkeit hervor, langfristig Renditen nachzuweisen.
Unter Druck steht vor allem die technologielastige Börse in Seoul, wo es für den Kospi um 6,3 Prozent nach unten geht. Damit baut der Index seine Vortagesverluste aus. Die Aktien der Index-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix knicken um 8,0 bzw. 9,0 Prozent ein.
In Tokio, wo nach der Feiertagspause zu Wochenbeginn wieder gehandelt wird, fällt der Nikkei-225 um 2,0 Prozent. Der Topix büßt lediglich 0,1 Prozent ein. Auch hier stehen vor allem die Technologiewerte unter Druck. So rutschen Kioxia Holdings um 13,5 Prozent ab, Advantest geben um 5,2 Prozent nach und Softbank Group verlieren 8,4 Prozent. Der Shanghai-Composite reduziert sich um 0,3 Prozent und der Hang-Seng-Index büßt 0,4 Prozent ein.
Mit Spannung wird auch auf die Ergebnisse für das dritte Quartal von TSMC am Donnerstag geschaut. Der Konzern könnte seine Prognose für das jährliche Umsatzwachstum erneut anheben, meint Vincent Fernando von Zero One. Der taiwanische Chiphersteller verzeichnete im September einen Umsatz nahe dem Rekordwert vom August, ergänzt der Teilnehmer.
In Sydney erhöht sich dagegen der S&P/ASX-200 um 0,2 Prozent, obwohl sich die Reserve Bank of Australia die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung offen gehalten hat. Sie warnte, dass sich mehrere der zuvor identifizierten Aufwärtsrisiken für die Inflation bereits konkretisierten. Zudem ist das australische Verbrauchervertrauen in der vergangenen Woche zwar leicht gestiegen, bleibt jedoch insgesamt gedrückt. "Trotz des geringen Anstiegs bleibt das Vertrauen weit unter seinem langfristigen Durchschnitt. Dies deutet darauf hin, dass höhere Zinsen und die Inflation die Haushalte weiterhin belasten und die Verbrauchernachfrage auf kurze Sicht wahrscheinlich bremsen werden", so Sophia Angala, Ökonomin bei der ANZ.
=== INDEX zuletzt +/- % % YTD Handelsschluss S&P/ASX 200 (Sydney) 8.798,90 +0,2 +1,0 07:00 Topix 500 (Tokio) 3.202,71 -0,1 +20,4 08:00 Kospi (Seoul) 5.983,54 -6,3 +42,0 08:30 Hang-Seng (Hongkong) 24.176,05 -0,4 -5,7 10:00 Shanghai-Composite 3.787,16 -0,3 -4,6 09:00 Straits-Times (Singapur) 5.436,49 +0,4 +17,0 11:00 IDX Comp. (Indonesien) 5.909,01 -0,5 -31,7 10:00 KLCI (Malaysia) 1.620,35 +0,1 -3,6 10:00 DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mo, 10:10 Uhr % YTD EUR/USD 1,1171 +0,2 1,1153 1,1194 -4,9 EUR/JPY 176,82 -0,1 176,94 177,38 -3,9 EUR/GBP 0,8450 +0,1 0,8444 0,8455 -3,0 USD/JPY 158,27 -0,2 158,61 158,45 +1,0 USD/KRW 1.342,07 +0,6 1.334,58 1.331,80 -6,8 USD/CNY 6,6955 +0,0 6,6925 6,6930 -4,3 USD/CNH 6,6963 +0,0 6,6947 6,6944 -4,0 USD/HKD 7,8473 0,0 7,8475 7,8476 +0,8 AUD/USD 0,6958 -0,0 0,6959 0,6974 +4,3 NZD/USD 0,5590 +0,1 0,5586 0,5602 -2,9 BTC/USD 83.281,56 +0,3 83.020,01 83.753,58 -5,0 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 92,60 -1,2 -1,14 93,74 Brent/ICE 105,35 -1,2 -1,30 106,65 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.191,39 +0,5 20,29 4.171,10 Silber 60,51 +0,3 0,19 60,32 Platin 1.696,15 +0,6 10,62 1.685,53 (Angaben ohne Gewähr) ===
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